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Grüne Fernwärme für eine ganze Stadt

Der Energiedienstleister „WEP Wärme-, Energie- und Prozesstechnik GmbH, kurz "WEP" aus Hückelhoven (Kreis Heinsberg), ist sich seiner ökologischen Verantwortung bewusst und setzt deshalb auf den Ausbau des Fernwärmenetzes, auf LED-Leuchten in Büros und Kraftwerken, auf den Einsatz von E-Mobilität im eigenen Fuhrpark und auf die Motivation von Bürgerinnen und Bürgern für den Klimaschutz.

Die WEP vertreibt derzeit als Tochter der Stadtwerke Dinslaken Fernwärme an rund 3.500 Haushalte, die durch Biomasseverfeuerung bereitgestellt wird. Jetzt will der Energieversorger das Fernwärmenetz deutlich vergrößern, um die Wärmeversorgung von rund 40.000 Einwohnern CO2-neutral zu ermöglichen. Zusätzlich wird das Netz nun auch in die Nachbarstadt Wassenberg erweitert. Zwei bestehende Steinkohlekessel wurden auf Biomassebetrieb umgebaut, was rund 40.000 Tonnen CO2 pro Jahr spart. Darüber hinaus betreibt die WEP ein weiteres Kraftwerk zur Befeuerung mit Frischholz, was im Vergleich zum deutschen Strommix und dem Emissionsfaktor von Heizöl in Heimöfen rund 26.000 Tonnen CO2 einspart.

Klimaschutzziel:

a.    Bis Ende 2018 wird die Hälfte aller Lichtpunkte im Betrieb auf LED-Technik umgerüstet
b.    Bis 2020 soll jedes zweite Haus in Hückelhoven mit klimaneutraler Fernwärme versorgt werden

  • Bis zum 31.12.2017 werden weitere 3 Megawatt Fernwärme-Leistung aus Biomasse zugebaut
  • Bis 31.12.2018 soll das Biomasseheizkraftwerk Hilfahrt in Betrieb genommen werden
  • Auch in den Folgejahren soll die Leistung 3 MW/Jahr ausgebaut werden

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Foto: WEP


Energieverbrauch stetig reduzieren

Das Unternehmen reduziert zielstrebig seine eigenen Verbräuche. Zu diesem Zweck nahm WEP auch die Beleuchtung in den Betriebsbüros und in den Kraftwerkgebäuden genau unter die Lupe und fasste den Beschluss, auf LED-Beleuchtung umzusteigen. In der laufenden Umsetzung konnte bereits ein Einspareffekt von rund 40 Megawattstunden pro Jahr nachgewiesen werden.

E-Mobilität aktiv verbreiten

WEP verfolgt weitere Klimaschutzmaßnahmen, beispielsweise ergänzte das Unternehmen seinen Fuhrpark um ein Elektromobil und unterhält zwei E-Tankstellen. Eine steht auf dem Firmengelände und die zweite am Rathaus in Hückelhoven. Alle E-Autos können dort tanken, WEP-Kunden bekommen spezielle Tarife und Rabatte. Der Energieversorger unterstützt außerdem eine lokale Kfz-Werkstatt, die sich auf Elektromobile spezialisiert hat. Gemeinsam mit der Werkstatt nutzt WEP Autos als Werbeträger, um das Thema Elektromobilität zu verbreiten. Die Fahrzeuge beider Firmen wurden mit dem Spruch „klimafreundlich unterwegs“ und einem Verweis auf die E-Tankstellen beklebt. Gemeinsam mit einem lokalen Fahrradhändler lud WEP zudem im Rahmen einer großen Fahrradaktion interessierte Bürgerinnen und Bürger zu Probefahrten von E-Bikes ein. 2016 ist die WEP Gastgeber und Unterstützer der WAVE, der weltweit größten Roadshow für Elektromobile.

WEP macht den nächsten Schritt

Der deutliche Ausbau der Fernwärme aus Biomasse, den sich WEP mit drei zusätzlichen Megawatt Leistung jedes Jahr zum Ziel gesetzt hat, wurde für 2016 mehr als erreicht: Vier Megawatt zusätzliche Leistung kann WEP nun über ihr Netz an die Kunden liefern, was rund 2.000 Tonnen zusätzliche CO2-Einsparungen bedeutet. Und auch der Austausch konventioneller Beleuchtung gegen LED wird Schritt für Schritt weiter verfolgt.


Foto: WEP

"Mit unserem Unternehmen praktizieren wir eine dezentrale und erneuerbare Energieversorgung für unsere Stadt. Schon heute beliefern wir etwa jedes dritte Haus mit grüner Fernwärme. Unser Ziel ist es, durch weitere Effizienzmaßnahmen und Fernwärmeausbau Hückelhoven bis 2020 für Strom und Wärme rechnerisch CO2-neutral zu stellen."

Christoph Langel, Geschäftsführer WEP Wärme,- Energie- und Prozesstechnik GmbH




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