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Weidmüller Gruppe: Klimaschutzlösungen in der Elektrotechnik

Bei der Weidmüller Gruppe sind Klimaschutz und optimierter Energieeinsatz in den Managementleitlinien fest verankert. In der Produktion wurden effiziente Lösungen für Dämmung, Kälteschutz, Heizung und Kühlung sowie für Beleuchtung und Elektrik umgesetzt, die zu Einsparungen von insgesamt 1.665 Tonnen CO2 im Jahr geführt haben. Das i-Tüpfelchen ist die Optimierung des Drucklufteinsatzes bei Zuführschienen der Montageautomaten: Allein in diesem Bereich konnte das Unternehmen den Drucklufteinsatz um 75 Prozent reduzieren, was 36 Tonnen CO2 im Jahr entspricht.

Die Weidmüller Gruppe besteht seit 160 Jahren als mittelständisches Familienunternehmen und ist als Spezialunternehmen im Bereich Elektrotechnik/Industrial Connectivity in über 80 Ländern aktiv. Auch die selbst entwickelte Energiemanagementlösung bietet Weidmüller seinen Kunden an und macht sich intern wie extern für den Klimaschutz stark.

Klimaschutzziel:

  • Optimierung des Drucklufteinsatzes bei Zuführschienen
  • Übertragung der identifizierten Optimierungspotenziale auf weitere Montageautomaten
  • Reduzierung des Drucklufteinsatzes im Werk Niemeierstraße um 30 %

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Foto: Weidmüller Gruppe

Die Montageautomaten in der Produktionshalle der Weidmüller Gruppe in Detmold. Hier werden die Kunststoff- und Metallteile zu Klemmen verarbeitet. Dank der Weiternutzung von Abwärme, wie z.B. Maschinenabwärme, kommt die Halle ganz ohne eigenständige Heizungsanlage aus. 



Das Unternehmen strebt dabei nicht nur nach kontinuierlichen Verbesserungen in den eigenen Produktionsprozessen, sondern auch in zahlreichen weiteren Bereichen des Betriebs, wie der Gebäudeeffizienz, der Wärmeversorgung, des Energiemanagementsystems und den Verhaltensweisen von Mitarbeitern. Dieses außergewöhnlich hohe Engagement wurde bereits durch zahlreiche Auszeichnungen gewürdigt.

Große Energiefresser beseitigt

Als neuestes Projekt hat die Weidmüller Gruppe das CO2-Einsparpotenzial an den Montageautomaten zur Druckluftoptimierung selbst erforscht, um die energieintensivsten Teile der Automaten zu identifizieren. Mit einer eigens dafür eingesetzten Messtechnik wurde ermittelt, dass der Einsatz der Druckluft in den Zuführschienen energetisch verbessert werden kann. Entlang der einzelnen Prozessschritte wurden daraufhin mit Hilfe eines Nachbaus verschiedene Parameter variiert, um den Einfluss auf den Druckluftverbrauch festzustellen. In diesem Prozess wurden drei konkrete Optimierungspotenziale identifiziert und schließlich in der Praxis konsequent umgesetzt.  


Foto: Weidmüller Gruppe

„Weidmüller lebt den verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen bereits seit vielen Jahrzenten. Unsere 2011 eingeweihte und mehrfach ausgezeichnete transparente Fabrik ist Paradebeispiel für unser Bestreben nach energieeffizientem Handeln. Wir sind sehr stolz darauf und nutzen sie, um unseren Kunden die Weidmüller Energiemanagementlösung vorzustellen.“

Dr. Christian von Toll, Assistent des Vorstandsvorsitzenden