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TSC Eintracht Dortmund: Auf zum Nullenergiegebäude

Der älteste Sportverein der Stadt Dortmund – der TSC Eintracht Dortmund – möchte bis zu seinem 175-jährigen Bestehen im Jahr 2023 sein Sportzentrum zu einem sogenannten Nullenergiegebäude entwickeln. Dazu soll der Energieverbrauch reduziert und der restliche Energiebedarf vollständig vor Ort produziert werden. Erste Schritte zur Energieautarkie hat der Verein schon erfolgreich begangen.

Der Sportverein TSC Eintracht Dortmund bietet seinen rund 7.000 Mitgliedern ein umfangreiches Sportprogramm, das rund 100 Angebote im Breiten- und Leistungssport umfasst. Mitglieder aller Altersklassen sind an unterschiedlichen Sportstätten in ganz Dortmund im Team oder individuell aktiv. Für das Jubiläumsjahr 2023 möchte der TSC neben dem runden Geburtstag einen weiteren Meilenstein gemeinsam mit seinen Vereinsmitgliedern feiern: Das vereinseigene Sportzentrum soll zu einem Nullenergiegebäude entwickelt werden und Strom und Wärme vollständig vor Ort erzeugt werden.

Klimaschutzziel:

  • Ausbau der Gebäudeautomation und Erneuerung der Gebäudedämmung
  • Energiegewinnung vor Ort durch Erneuerbare Energie
  • Ausbau der vereinseigenen Fahrradstellplätze
  • Verbesserung der Mülltrennung im Verein
  • Förderung der E-Mobilität und stärkere Nutzung des ÖPNV für Vereinsfahrten
  • Stärkerer Fokus auf Nachhaltigkeit beim Kauf von Sportgeräten und -bekleidung

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Foto: Ekkehart Reinsch

Auf den Spielflächen kommt ein Spitzenprodukt zum Einsatz. Dank des innovativen Aqua Saving Systems bieten die Felder einen hervorragenden Spielkomfort mit u.a. einem besonders schnellen und konstanten Ballweg. Aufgrund der deutlichen Steigerung der Wasseraufnahmekapazität kann beinahe vollständig auf Frischwasser verzichtet werden.



Höhere Effizienz, geringere Kosten, mehr Klimaschutz

Den Weg zur Energieautarkie geht der Verein bereits seit 2009: Damals stiegen die Heizkosten für das Sportzentrum immer weiter an. Grund dafür war die 29 Jahre alte zentrale Heizanlage, die für die Bedarfe des Vereins zu groß ausgelegt war und immer wieder technische Probleme bereitete. Die Verantwortlichen des TSC entschieden sich dazu die alte Heizung gegen eine Solarthermieanlage und ein Blockheizkraftwerk auszutauschen. Durch die Nutzung der effizienten und teilweise erneuerbaren Energie spart der TSC nicht nur Kosten, sondern jährlich auch knapp 161 Tonnen CO2. Für die Deckung des restlichen Strombedarfes bezieht der Verein zertifizierten Ökostrom. Weiterhin plant der TSC in Zukunft die dezentrale Energieerzeugung auszubauen, eine Photovoltaikanlage zu installieren sowie Windkraft, Geothermie und Grubengas zu nutzen. Weitere Effizienzmaßnahmen reduzieren den Bedarf an Energie stetig. So setzt der TSC zur Beleuchtung auf LED-Technologie, plant die Dämmung der Gebäude zu erneuern und die intelligente Steuerung von Technik im Sportzentrum zu verbessern.

Gemeinsam nachhaltiger handeln

Der TSC beschäftigt sich nicht nur mit energetischer Optimierungen, sondern führt auch viele Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsbilanz des Vereins durch. So wird Regenwasser gesammelt und für die Bewässerung der Hockey- und Lacrosse-Plätze genutzt, wassersparende Armaturen eingebaut, die Vereinszeitung klimaneutral und auf Recyclingpapier gedruckt und natürliche Korkverfüllung für den Kunstrasen genutzt. Der Verein arbeitet daran, seine Mitglieder aktiv für Klima- und Umweltschutzthemen zu sensibilisieren und eine nachhaltige Beschaffung einzurichten.


Foto: Ekkehart Reinsch

Als wichtiger gesellschaftlicher Akteur der Stadt Dortmund haben wir es uns zum Ziel gesetzt, dem Klimawandel aktiv entgegenzutreten, die Umwelt zu schonen und gleichzeitig Ressourcen zu sparen. Dabei haben wir schon viel erreicht und haben noch mehr vor! Denn auch in den nächsten Jahrzehnten – oder gar Jahrhunderten –  möchten wir als Ort des Sports und der Begegnung für die Menschen aus der Region da sein.

Dr. Alexander Kiel, Vorstandsvorsitzender TSC Eintracht Dortmund  





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