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Stadtentwässerungsbetriebe Köln: Auf dem Weg zur fossilen Emissionsfreiheit

Das Thema Klimawandel ist bei den StEB Köln (Stadtentwässerungsbetrieben Köln, AöR) allgegenwertig – schließlich beschäftigen sie sich mit den wasserwirtschaftlichen Aufgaben ihrer Stadt. Jetzt arbeitet das Unternehmen daran, auch seine eigenen Auswirkungen auf das Klima so weit wie möglich zu reduzieren und plant seinen Strombedarf in Zukunft zu 100 Prozent aus eigenen Erneuerbaren Energie Anlagen zu decken.

Zu den Aufgaben der Stadtentwässerungsbetriebe Köln zählen die Abwasserbeseitigung, die Unterhaltung der Kölner Bäche und Parkweiher sowie der Überschwemmungsschutz und die entsprechende Vorsorge. Insbesondere aus dem Thema Überschwemmungen ergeben sich Fragestellungen zur Klimafolgenanpassung, mit denen sich die StEB Köln in ihrer Geschäftstätigkeit auseinandersetzt. Auch beim alltäglichen Handeln setzt das Unternehmen verstärkt auf klimafreundliche Technologien, um die eigenen Auswirkungen auf das Klima zu begrenzen.
 

Klimaschutzziel:

  • Reduzierung Gesamtstromverbrauch auf den Klärwerken um 20 Prozent bis zum Jahr 2025
  • Erhöhung Eigenstromversorgung auf 100 Prozent im Jahr 2025
  • Errichtung einer Rechengutfermentationsanlage im Jahr 2018 zur Erhöhung der Klärgas-Produktion
  • Digitalisierung des Verwaltungsbetriebes zur Schaffung eines papierlosen Büros

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Foto: StEB Köln, Peter Jost

Auf den Klärwerken der StEB Köln wird das anfallen Klärgas in effizienten BHKW zu Wärme und Strom gewandelt. Das Unternehmen nutzt den so erzeugten Strom selbst, speist die Wärme in das Fernwärmenetz der Stadt Köln ein und trägt damit zum Klimaschutz bei.



Nutzung von Klärgas zur Energieversorgung

Die StEB Köln betreiben in Köln insgesamt fünf Kläranlagen. Auf allen Klärwerken wird Klärgas aus dem anfallenden Klärschlamm gewonnen, das in Blockheizkraftwerken (BHKW) direkt vor Ort in Strom und Wärme umgewandelt wird. Da Klärgas als erneuerbarer Energieträger gilt, entstehen  keine fossilen Emissionen. Bereits jetzt produziert das Unternehmen über 38 Gigawattstunden Strom pro Jahr selbst. Rund 90 Prozent des Stromverbrauches kann das Unternehmen durch ihre Klärgas-BHKW und eigene Photovoltaik-Anlagen selbst decken. Der restliche Strom wird als Ökostrom zugekauft. Die Wärme, die die Klärgas-BHKW erzeugen und die nicht selbst genutzt wird, speist das Unternehmen in das Kölner Fernwärmenetz ein. Insgesamt konnten die StEB Köln im Vergleich zum Bezugsjahr 2012 ihre fossilen CO2-Emissionen bereits um mehr als die Hälfte reduzieren.

Vielfältige Maßnahmen geplant

Ziel der StEB Köln ist es, ihren kompletten Strombedarf durch die Nutzung von Klärgas und Sonnenenergie selbst zu decken. Dies möchten die StEB Köln bis zum Jahr 2025 erreichen. Dazu tauscht das Unternehmen die ineffiziente Anlagentechnik. Auch Projekte im Kanalnetz sind einbezogen. Das Unternehmen ist Partner im Projekt „Celsius“, bei dem Abwärme aus dem Kanalnetz zur Wärmeversorgung von Gebäuden genutzt wird. In der Verwaltung soll ein papierloses Büro entstehen und in der Kantine sollen vermehrt regionale Produkte angeboten werden. Darüber hinaus setzen die StEB Köln bei der betrieblichen Monbilität bereits in stark wachsendem Umfang auf Elektro-Autos und Pedelecs.


Foto: StEB Köln, Bettina Fürst-Fastré

„„Die StEB Köln sorgen für sauberes und erlebbares Wasser in der Stadt. Als Unternehmen der öffentlichen Daseinsvorsorge fühlen wir uns in einem besonderen Maße nachhaltigem Handeln verpflichtet. Die Reduktion der CO2-Emissionen ist eine wesentliche Größe für den Klimaschutz. Mit unserer Energiestrategie werden wir dem gerecht und tragen dazu bei, Köln zukunftsfähig zu gestalten.“

Otto Schaaf, Vorstand Stadtentwässerungsbetriebe Köln





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