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Doppelte Betriebsgröße, geringerer Verbrauch

In Autohäusern und Kfz-Werkstätten wird viel elektrische und thermische Energie verbraucht. Das Autohaus Schönauen in Wuppertal zeigt, was Effizienzmaßnahmen und der Einsatz Erneuerbarer Energien alles bewirken können. Die Planungen zur Erweiterung des Betriebs mit einer Verdopplung der Fläche auf 3.000 Quadratmeter wurden mit der energetischen Erneuerung kombiniert. Unterm Strich konnte der Energie- und Wärmeverbrauch dabei sogar um vier Prozent reduziert werden.

Die familiengeführte Alfons Schönauen GmbH ist ein autorisiertes Mercedes-Benz Autohaus für Vertrieb und Service. Das Unternehmen weiß nicht nur um die ökonomischen Potenziale von Energieeffizienz, sondern ist auch von Verantwortungsbewusstsein für den Klimaschutz getrieben. Insgesamt 2,7 Millionen Euro investierte das Autohaus in energieeffiziente Baumaßnahmen und Technik.

Klimaschutzziel:

  • Einsatz einer Brennstoffzelle oder einer Photovoltaikanlage (nach Prüfung)

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Foto: Schönauen GmbH und Co. KG/LUTZ MENZE DESIGN

Das Autohaus Schönauen in Wuppertal: runderneuert und hocheffizient.



Die Rundumerneuerung ließ kaum etwas aus: neue wärmegedämmte Fassaden, ein neues Dach, moderne Wärmeschutzverglasung, eine neue Heizungsanlage sowie effiziente Wasseraufbereitungstechnik bilden den Kern des Maßnahmenpaketes. In das Dach des Gebäudes wurden Lichtkuppeln eingelassen, um möglichst viel Tageslicht zu nutzen. Eine Solaranlage deckt in den Sommermonaten nahezu den gesamten Warmwasserverbrauch der Firma ab.

Intelligente Steuerung

In der neuen Werkshalle befinden sich 17 Hebebühnen deren Abgasansauganlagen ebenso wie die Ventilatoren einzelner Bereiche individuell und vollautomatisch gesteuert werden, so dass Energie nur dann verbraucht wird, wenn sie benötigt wird. Auch die künstliche Beleuchtung wird so gesteuert, dass sie nur dann zum Einsatz kommt, wenn das Tageslicht nicht ausreicht.Da Räume beim Öffnen von großen Hallentoren unnötig viel Warmluft nach außen verlieren, wird mit der Hallentor-Steuerung die Höhe der Toröffnung individuell auf die Höhe des einfahrenden Fahrzeugtyps eingestellt. Nach Durchfahrt des Fahrzeugs fährt das Hallentor wieder automatisch herunter.

Sparsamer Umgang mit Wasser

Schönauens Portalwaschanlage benötigt etwa 25 Liter Wasser pro Waschgang und nutzt dafür ausschließlich Regenwasser. Das Waschwasser wird nach der Wäsche über eine biologische Wasseraufbereitung geklärt und dem nächsten Waschgang wieder zugeführt. Auch die Toiletten werden mit Regenwasser betrieben.

Suche nach weiteren Effizienzpotenzialen

Eine Beratung durch die EnergieAgentur.NRW ergab, dass aufgrund des niedrigen Wärmebedarfs im Sommer und der Wärmelieferung durch die Solaranlage, der Einsatz einer Brennstoffzelle zu empfehlen ist, da Brennstoffzellen im Vergleich zu BHKWs mehr Strom erzeugen als Wärme. Finanziell wird der Einsatz von Brennstoffzellen durch das progres.NRW Förderprogramm unterstützt. Das Autohaus prüft für 2016 den Einsatz einer Brennstoffzelle oder einer Photovoltaikanlage.


Foto: Schönauen



Partner und Förderer


Beratungsstellen:
  • EnergieAgentur.NRW

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