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Phoenix Contact: Energieeffizienz als Erfolgsfaktor

Phoenix Contact ist ein ostwestfälisches Familienunternehmen, das sich als weltweiter Marktführer für Komponenten, Systeme und Lösungen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation etabliert hat. Das Unternehmen aus Blomberg beschäftigt inzwischen über 16.500 Mitarbeiter an Standorten im In- und Ausland. Phoenix Contact erkannte früh, dass der sparsame Umgang mit Energie ein Erfolgsfaktor sein kann. Daher legt das Unternehmen großen Wert auf einen effizienten Umgang mit Ressourcen: Als nächstes Klimaziel setzt sich Phoenix Contact eine achtprozentige Reduzierung des Stromverbrauchs bis 2020.

Phoenix Contact bietet zahlreiche Lösungen an, die den Klimaschutz fördern. Dazu gehören Produkte zur intelligenten Photovoltaik-Modulabschaltung, zur Lastoptimierung von Windkraftanlagen oder Angebote im Bereich E-Mobilität. Auch für die genaue Erfassung und Analyse des Energieverbrauchs als Grundlage für ein Energiemanagement hat Phoenix Contact ein Angebot. Als Experte für Klimaschutzprodukte setzt das Unternehmen die eigenen Lösungen natürlich selbst ein: 1972 wurde die erste effiziente Abwärmenutzung eingerichtet. Seither werden neue Gebäude und Anlagen des Unternehmens immer mit Blick auf Energie- und Ressourceneffizienz geplant und gebaut.
 

Klimaschutzziel:

  • Senkung des Energieverbrauchs von 2012 um acht Prozent bis 2020

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Foto: Phoenix Contact

Gebäude bieten ein hohes Energieeinsparpotenzial: Für ein nachhatliges Gebäudemanagement nutzt Phoenix Contact ein selbst entwickeltes IoT-basiertes Ecosystem, mit dem sich u.a. die aktuellen Verbräuche kontrollieren und optimieren lassen.



Von effizienten Produkten zu effizienten Gebäuden

Im Gebäude 36 am Hauptstandort in Blomberg, fertiggestellt 2012, steht die intelligente Wärmenutzung im Mittelpunkt. Der 5.000 Quadratmeter große Neubau wurde mit Wärmepumpen ausgestattet. Die im Produktionsgebäude anfallende Wärme kann dadurch in den Wintermonaten zum Heizen und in den Sommermonaten zum Kühlen genutzt werden. Die Wärme wird über eine kombinierte Kühl- und Heizdecke in die Räume geleitet, auf Heizkörper konnte im gesamten Neubau verzichtet werden. Durch diese Maßnahmen werden insgesamt 45.000 Liter Heizöl, also 115 Tonnen CO2, pro Jahr eingespart.

Ein weiteres neues Bürogebäude am Standort Bad Pyrmont zeigt eindrucksvoll, welche Möglichkeiten die Gebäudeautomation bietet. Viele Installationen – von der Beleuchtung bis zur Wärmesteuerung – sind für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kaum wahrnehmbar, aber lassen sich im Intranet genau verfolgen. Der benötigte Strom wird gleich selbst produziert: Die komplette Dachfläche des Gebäudes wurde mit einer 935 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage ausgestattet. Die Anlage kann bis zu 175.000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Das entspricht der durchschnittlichen Verbrauchsmenge von 46 Einfamilienhäusern mit drei Personen. Der Strom wird ausschließlich für den eigenen Verbrauch produziert. Ein Speicher wurde ebenfalls eingebaut, so dass eine geringe Energiemenge zwischengespeichert werden kann.

Werksverkehr optimiert, CO2 gespart

Darüber hinaus spart Phoenix Contact in weiteren Bereichen CO2 ein: Für den Werksverkehr zwischen dem Hauptsitz und zwei benachbarten Standorten wurden beispielsweise Elektrofahrzeuge angeschafft, mit denen die jeweils rund 20 Kilometer langen Strecken zurückgelegt werden können.

Neues Ziel für mehr Klimaschutz

Um auch die kleinen, kontinuierlich erreichten Einsparungen bewerten zu können, hat Phoenix Contact ein klares Ziel formuliert. Auf Grundlage des Stromverbrauchs von 2012 sollen acht Prozent dieses Stromverbrauchs absolut eingespart werden. Bis 2020 sind das über fünf Millionen Kilowattstunden oder rund 2.650 Tonnen CO2. Daneben gehört das Unternehmen zu den Unterzeichnern des Branchenverhaltenskodex zur gesellschaftlichen Verantwortung des ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. und berichtet im Rahmen einer Mitgliedschaft im UN Global Compact – der weltweit größten Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Phoenix Contact besitzt ein nach ISO 14.001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem, was seit 2013 um ein Energiemanagementsystem nach ISO 50.001 ergänzt wurde.


Foto: Phoenix Contact

„Durch das in 2013 eingeführte Energiemanagement -system und die Festlegung unseres strategischen Energieziels sparen wir zum jetzigen Zeitpunkt mehr als 4 Millionen kWh Strom durch in der Vergangenheit durchgeführte Energieeffizienzmaßnahmen jährlich ein. Unser spezifischer CO2-Ausstoß hat sich im Vergleich zum Jahr 2008 um 34 Prozent reduziert.“

Stefan Gottschalk, Energiemanagementbeauftragter





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