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Kleiner Handwerker als großer Solarstromproduzent

Die Firmengruppe Metallkonzept aus Warstein plant und baut nicht nur Photovoltaikanlagen. Sie ist auch selbst leuchtendes Vorbild für die Sonnenenergie-Nutzung: Am eigenen Standort und auf angemieteten Dachflächen besitzt das Unternehmen Solaranlagen mit einer Leistung von 3,5 Megawatt – die den Metallbauer zu einem Plus-Energie-Betrieb machen.

Metallkonzept fertigt eine breite Palette von Produkten: Fenster, Türen, Dächer, Wintergärten etc. Seit langem bietet der Metallbauer auch Photovoltaiklösungen an und geht selbst sichtbar voran: Am Unternehmensstandort sind alle Dachflächen mit Photovoltaikanlagen bestückt. Darüber hinaus mietete die Firmengruppe öffentliche Dachflächen in der Umgebung an. Mit den insgesamt 3,5 Megawatt installierter Leistung erzeugen diese deutlich mehr Strom, als die Unternehmensgruppe selbst verbraucht: Rund 3,2 Gigawattstunden pro Jahr, genug für 900 Vier-Personen-Haushalte.

Klimaschutzziel:

  • Prüfung der Einsatzmöglichkeiten von Biogas
  • Ausweitung der LED-Umrüstung
  • Weitere Verbreitung in der Öffentlichkeit
  • Mitarbeitermotivation zum Klimaschutz

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Foto: Siegfried Riemann

Photovoltaikanlagen auf dem Hof der Firma: Beeindruckend und doch nur ein kleiner Teil der gesamten installierten Menge von 3,5 Megawatt.



Blockheizkraftwerke, LED, Regenwassernutzung

Metallkonzept nutzt am Standort zudem mehrere Blockheizkraftwerke, um Produktions- und Ausstellungsflächen, Büros und vermietete Räumlichkeiten zu beheizen und Strom für den Betrieb zu produzieren. Ebenso tauschten die Metallbauer konventionelle Leuchtmittel gegen LED-Lampen aus und stellen Regenwasser für gewerbliche Mieter bereit.

Strom tanken für soziale Projekte

Das Unternehmen trägt die eigenen Erfahrungen auch aus dem eigenen Betrieb hinaus. Gewerbliche Mieter werden zu Energieeffizienzthemen beraten, Erfahrungen mit den Photovoltaik-Anlagen fließen in die Kundenberatung ein. Zudem betreibt Metallkonzept eine öffentliche Solarstromtankstelle. Gegen eine Spende für soziale Projekte kann hier jeder frei Strom tanken.

Stetige Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten

Das Unternehmen prüft regelmäßig weitere Handlungsmöglichkeiten. Auch wenn sich nicht jede Idee als umsetzbar erweist. So kann das Unternehmen seinen Fuhrpark momentan nicht auf Hybrid- oder Elektrofahrzeuge umstellen – weil die Transportgewichte im Anhängerbetrieb zu hoch sind. Aber das hält den Metallbauer nicht davon ab, weiter nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen.


Foto: Privat

„Wir können uns mit so manchem Solarpark messen – nicht schlecht für ein kleines Handwerks- unternehmen“

Tobias Kruse, Geschäftsführer





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