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Stahlhartes Management für den Klimaschutz

Die Friedr. Lohmann GmbH produziert in Witten in der siebten Generation an zwei Standorten Spezial- und Edelstähle sowie hochverschleißfeste und hitzebeständige Gussteile. Schon 1996 hat das Familienunternehmen ein Umweltmanagementsystem etabliert. Seitdem setzt sich der Stahlerzeuger immer neue Umwelt- und Klimaschutzziele und spart so jede Menge Ressourcen und CO2 ein.

Die Friedr. Lohmann GmbH wurde bereits 1790 gegründet. Noch immer ist der Stahlerzeuger zu 100 Prozent in Familienbesitz. Die Produkte des Unternehmens erfreuen sich weltweiter Nachfrage. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, die hohe Produktqualität zu erhalten und zu verbessern. Gleichzeitig stellt das Familienunternehmen aber immer höhere Ansprüche an die Umweltverträglichkeit der eingesetzten Technologien.

Dazu hat die Friedr. Lohmann GmbH schon 1996 ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 eingerichtet. Auch sein Energiemanagement hat das Unternehmen im Jahr 2012 gemäß ISO 50001 aufgebaut. Auf diese Weise stellt der Stahlerzeuger sicher, dass die selbstgesetzten Umwelt-, Energie- und Klimaschutzziele erreicht werden. Dies kommuniziert das Unternehmen auch an seine Mitarbeiter: Die Angestellten werden über alle Schritte informiert und beim betrieblichen Vorschlagswesen aktiv mit einbezogen.

Klimaschutzziel:

  • Reduzierung des Gasverbrauchs um ca. 370.000 Kilowattstunden pro Jahr durch neue Brennertechnik
  • Einsparung von 1,5 Mio. Kilowattstunden Wärmeenergie pro Jahr durch eine neue Modulcast-Fertigungslinie inkl. Reinluftrückführung von Filteranlagen
  • Ausbau der LED-Beleuchtung
  • Verbesserung der Abwärmenutzung an den Schmiedeöfen durch Abwärmeverstromung sowie durch Einsatz verbesserter Rekuperatoren zur Luftvorwärmung

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Foto: Friedr. Lohmann GmbH

Luftbild der Friedr. Lohmann GmbH.



Stahlwerk im Grünen nutzt Erneuerbare Energien

Das Stahlwerk liegt in einem sensiblen Umfeld in Witten, in dem Landschaftsschutz, Wohnen und Tourismus eine bedeutende Rolle spielen. Die Friedr. Lohmann GmbH ist hier kein „Fremdkörper“, sondern hat sich historisch gut in die Region integriert: Bereits seit 1860 nutzt das Unternehmen die Wasserkraft der Ruhr als Energiequelle. Aus einer ehemaligen Kornmühle mit Wasserradantrieb ist heute ein modernes Wasserkraftwerk entstanden, das mehr als 4,2 Mio. Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt und dabei 1.680 Tonnen CO2 eingespart. Im Jahr 2010 kam eine Photovoltaikanlage auf drei großen Hallendächern hinzu, die jedes Jahr nochmals mehr als 70 Tonnen CO2 einspart.

Kontinuierliche Optimierung der Produktionsprozesse

In der Produktion sind heute strom-, erdgas- und schutzgasbetriebene Ofenanlagen mit fortschrittlicher Brenner- und Regeltechnik im Einsatz. Dennoch werden die Produktionsprozesse kontinuierlich auf Klimaschutz- und Effizienzpotenziale geprüft. Immer wieder ersetzt das Unternehmen Anlagen, um weitere Effizienzpotenziale zu heben. So hat die Friedr. Lohmann GmbH zum Beispiel durch eine innovative Werkstoff- und Prozessoptimierung für Blechtafelprodukte neben dem Rohstoff Stahl auch mehr als 500 Tonnen CO2 eingespart. Weitere Effizienzprojekte – unter anderem der Ausbau von LED-Beleuchtung im Unternehmen – haben die CO2-Emissionen noch einmal um mehr als 150 Tonnen reduziert.

Neue Klimaschutzziele für mehr Effizienz

Darüber hinaus setzt sich die Friedrich Lohmann GmbH neue Klimaschutzziele im Rahmen der KlimaExpo.NRW: Das Unternehmen rüstet in den nächsten Jahren weitere konventionelle Leuchtmittel auf LED um, reduziert den Gasverbrauch bei der Pfannenvorwärmung durch neue Brennertechnik, spart Energie  in der Edelstahlgießerei durch eine neue Modulcast-Fertigungslinie und verbessert die Abwärmenutzung an den Schmiedeöfen. Mit diesen ehrgeizigen Plänen ist das Unternehmen ein echtes Vorbild für die Branche.


Foto: Friedr. Lohmann GmbH

Wir sind seit Generationen davon überzeugt, dass nachhaltiges Handeln zum Erfolg führt. Unsere Unternehmens-
philosophie lautet daher „Denken in Generationen“.

Roland Müller, Leiter Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement




Partner und Förderer


Beratungsstellen:
  • Effizienz-Agentur NRW (EFA)
  • EnergieAgentur.NRW
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

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