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Betonfertigteile nachhaltig produziert

Das Familienunternehmen Gödde-Beton GmbH setzt auf Nachhaltigkeit – mit dem Ziel, maximale Qualität bei minimalen Umweltauswirkungen zu produzieren. Dazu hat das Industrieunternehmen vor zwei Jahren eine detaillierte Ökobilanz der Betonfertigteile erstellt. Seitdem nutzt Gödde-Beton die Ergebnisse, um die Arbeitsprozesse im Betrieb effizienter und klimafreundlicher zu gestalten.

Die Gödde-Beton GmbH erhebt die Nachhaltigkeit ihrer eigenen Tätigkeit – und kann sich so kontinuierlich verbessern. Das gelingt zum Beispiel mit einer Ökobilanz, die sämtliche Emissionen erfasst – von der Gewinnung und Bereitstellung der Rohstoffe bis zum Einsatz der Betonfertigteile auf den Baustellen.

Seitdem weiß das Unternehmen: Pro Tonne Betonfertigteil, die es produziert, werden rund 260 Kilogramm CO2 ausgestoßen. Neben dem Zementanteil im Beton schlagen auch der Energieverbrauch im Werk und der Transport zu den Baustellen zu Buche. Und genau dort setzt das Unternehmen mit seinen Optimierungsmaßnahmen an.

Klimaschutzziel:

  • Wärmedämmung der Gebäudehülle
  • Effizienzsteigerung der Anlagentechnik in der Betonaufbereitung

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Foto: Gödde-Beton GmbH

Sichtbeton hat viele Einsatzbereiche.



Ressourcenschonende Produktion: Lange Lebensdauer, regionale Rohstoffe, haltbare Holzschalungen

Bei vielen Beton-Produkten können die CO2-Emissionen durch einen reduzierten Zementanteil oder den Einsatz von klinkerreduziertem Zement oder Sekundärrohstoffen erheblich verringert werden. Bei Sichtbetonteilen aber stehen dem hohe Qualitätsanforderungen entgegen. Deshalb setzt die Gödde-Beton GmbH stattdessen auf eine lange Lebensdauer der Produkte und verfolgt intensiv die Forschung zu CO2-armem Zement.

Vor allem aber legt das Unternehmen Wert auf eine ressourcenschonende Produktion: Rohstoffe bezieht die Gödde-Beton GmbH möglichst regional: Etwa ein Drittel der Transporte finden innerhalb von 35 Kilometern statt. Das Wasser zur Betonherstellung stammt aus dem firmeneigenen Brunnen.

Die Holzschalungen für die individuelle Produktion der Betonfertigteile werden im eigenen Formbau gefertigt und sind bis zu 50 Mal wiederverwendbar. Zudem können Gödde-Betonteile beim Rückbau eines Gebäudes vollständig recycelt und als Sekundärrohstoffe weiter genutzt werden. Besitzen die Produkte Holzanteile, zum Beispiel bei Bänken, wird FSC®-zertifiziertes Tropenhartholz eingesetzt.

Energieeffizienz und Erneuerbare Energien im Werk: PV-Anlage, hocheffiziente Wärmequellen und Pläne für die Zukunft

Zur Energieversorgung im Werk dient seit dem Jahr 2014 eine Photovoltaikanlage, die schon im ersten Jahr mehr als zehn Tonnen CO2 eingespart hat. Mit einer weiteren Investition werden es in Zukunft fast 25 Tonnen pro Jahr sein: Die für den Hydrationsprozess benötigte Wärme stellen hocheffiziente Hellstrahler mit einem Wirkungsgrad von rund 95 Prozent bereit. Das führt im Vergleich zu anderen Heizsystemen zu Primärenergieeinsparungen von etwa 30 Prozent.

Insgesamt ergab die Treibhausgasbilanzierung des Unternehmens eine verbleibende Gesamt-CO2-Emission für die internen Prozesse von 210 Tonnen CO2. Diese Emissionen kompensiert Gödde-Beton vollständig.

Da aber primäres Ziel des Unternehmens ist, Emissionen zu vermeiden, hat sich die Gödde-Beton GmbH weitere Klimaschutzziele gesetzt: Zwischen 2018 und 2020 wird das Unternehmen seine Gebäudehülle wärmdämmen. Auch die Anlagentechnik in der Betonaufbereitung wird verbessert.


Foto: Gödde-Beton GmbH

Die Firma Gödde-Beton GmbH produziert individuelle Betonfertigteile aus Sichtbeton. Mit unseren Produkten schaffen wir Möglichkeiten für Menschen, um zusammenzutreffen. Egal ob auf Spielplätzen oder Biergärten – sie schaffen verschiedenste Räume zum Verweilen. Trotzdem sehen wir uns wachsenden Kundenanforderungen im Umweltbereich gegenüber. Gerade in Zeiten des Klimawandels, in Zeiten stetig steigender Energie- und Rohstoffpreise, hat dieses Thema für uns noch mehr an Bedeutung gewonnen.

Claudia und Alfons Gödde, Personalabteilung und Geschäftsführer Gödde-Beton GmbH



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Beratungsstellen:
  • Handwerkskammer Münster

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