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Nachhaltige Forschung für Nachhaltige Entwicklung

Seit einem Vierteljahrhundert steht Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen für Forschung zur Energie- und Rohstoffwende. Hier werden Prozesse verbessert, Verfahren und Materialien entwickelt, kurz: Fraunhofer UMSICHT schafft die nötigen Innovationen für eine Nachhaltige Entwicklung und transferiert sie in die Gesellschaft. Da ist es nur konsequent, dass dies so nachhaltig wie möglich umgesetzt wird.

Das Thema Nachhaltigkeit ist fest in der Organisation von Fraunhofer UMSICHT verankert. In den Leitlinien wird es zum klaren Ziel erklärt: „Das Institut bringt nachhaltiges Wirtschaften, umweltschonende Technologien und umweltbewusstes Verhalten voran, um die Lebensqualität der Gesellschaft insgesamt zu verbessern“. Seit 2008 erscheinen regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte und extern wird das Nachhaltigkeitsbekenntnis kommuniziert, z. B. beim deutschen Nachhaltigkeitskodex oder dem Utopia Changemaker-Manifest.

Klimaschutzziel:

  • Umstieg auf 100 Prozent Ökostrom
  • Einsatz von LED

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Foto: Fraunhofer UMSICHT

Fraunhofer UMSICHT entwickelt anwendungsorientiert biobasierte Kunststoffe und setzt sie in Produkte um. Sie werden ohne Erdöl oder Erdgas hergestellt und in einheimischen Wertschöpfungsketten hergestellt, so dass sie Arbeitsplätze sichern. Als nationale Informationsstelle liefert Fraunhofer UMSICHT hierzu verständlich aufbereitete Informationen.




Nicht nur das „Was“, sondern auch das „Wie“

Den größten Klimaschutzbeitrag leistet Fraunhofer UMSICHT natürlich über die hier entwickelten technischen Innovationen, die in der Anwendung beträchtliche Mengen CO2 einsparen können. Bei Projekten wird von Beginn an versucht, die gesamten Nachhaltigkeitswirkungen abzuschätzen, von Arbeitsplatzeffekten bis zum Landschaftsverbrauch.

Die Art, wie dies geschieht, macht die Ausrichtung der Organisation glaubwürdig und trägt zum Klimaschutz bei. So wird bereits „Grüne IT“ eingesetzt: Dabei wurden herkömmliche PCs durch sparsame Thin Clients ersetzt und die Leasing-Laufzeiten bei Monitoren und PCs von 3 auf 5 Jahre verlängert.
Die Verbräuche von Energie, Wasser und Papier konnten pro Kopf in den letzten Jahren durch sensiblen Umgang mit den Ressourcen gesenkt werden. Die Nachhaltigkeitsverantwortlichen bei UMSICHT informieren die Kollegen mit einfachen Verhaltenstipps, Infotagen, Postern und Flyern.
Zunehmend werden auch die langfristigen Planungen der Organisation unter Nachhaltigkeitsaspekten betrachtet. So wird sich z .B. die Nachhaltigkeits-AG auch in Bauplanungen einbringen.

Bildung für Nachhaltigkeit

Neben der Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist Fraunhofer UMSICHT seit vielen Jahren auch auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Weiterbildung tätig. Seit dem Jahr 2000 bietet das Institut gemeinsam mit der FernUniversität in Hagen das Interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften (infernum) an. Der mehrfach ausgezeichnete Masterstudiengang gilt als Modellprojekt für eine zukunftsweisende Weiterbildung im Bereich Nachhaltigkeit. In die öffentliche Debatte bringt man sich ebenfalls ein, genauso wie auch Stakeholder von Fraunhofer UMSICHT gehört und eingebunden werden.

Neue Ziele für den Klimaschutz

2016 wird der Wechsel des Stromanbieters möglich und Fraunhofer UMSICHT nutzt diese Gelegenheit zur Umstellung auf Ökostrom. Damit werden ca. 2.000 Tonnen CO2-Äquivalente vermieden. Weiterhin ist angestrebt, die konkreten Energieverbräuche detaillierter zu erfassen, um zusätzliche Minderungspotenziale im Verbrauch aufzuspüren. Bei neuen Baumaßnahmen werden LED-Leuchtmittel eingesetzt, zudem wird für den Bestand geprüft, ob eine Umrüstung auf LEDs möglich ist.
Die Ergebnisse der Aktivitäten werden im Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert. Der nächste erscheint in der zweiten Jahreshälfte 2016.


Fraunhofer UMSICHT

„Forschung muss dazu beitragen, die Zukunft so zu gestalten, dass die Erde für die jetzige und für zukünftige Generationen lebenswert bleibt.“

Prof. Dr.-Ing. Eckhard Weidner, Institutsleiter