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Staatlich Bad Meinberger Mineralbrunnen

Mit der Natur verbunden

Seit über 250 Jahren wird das Bad Meinberger Mineralwasser aus Quellen des Eggegebirges im südlichen Teutoburger Wald gewonnen. Die damit betraute Staatlich Bad Meinberger Mineralbrunnen GmbH & Co. KG fühlt sich den Menschen und der Natur der Region verpflichtet und hat den Schutz des Klimas daher fest in der Unternehmensphilosophie verankert. Durch diverse Optimierungsmaßnahmen hat das Familienunternehmen seit 2013 insgesamt rund 4.500 Tonnen CO2 eingespart - und sich für die Zukunft weitere Klimaschutzziele gesetzt.

Seit 1767 gilt das Bad Meinberger Wasser aus Horn-Bad Meinberg in Ostwestfalen-Lippe als Heilmittel und wird seit dieser Zeit abgefüllt und so auch denjenigen zugänglich gemacht, die nicht im Quellgebiet leben. Heute ist die Staatlich Bad Meinberger Mineralbrunnen GmbH & Co. KG - ein Familienunternehmen mit etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Produktion zuständig. Das Unternehmen tritt das Erbe des Heilwasserbetriebs an und wird seit über 20 Jahren als unabhängiges Familienunternehmen inhabergeführt.

Effizientere Produktion als Schlüssel zum Klimaschutz

Klimaschutz ist schon seit vielen Jahren als Thema fest im Unternehmen verankert. Neue Anlagen werden mit Blick auf ihre Effizienz sowie auf die Möglichkeit der Kreislaufführung ausgesucht (wie etwa die neue Flaschenreinigungsmaschine, die auf niedrigerem Temperaturniveau arbeitet), außerdem werden die Mitarbeiter kontinuierlich für diese Themen sensibilisiert. Um die eigene Klimabilanz konkret zu verbessern, wurden zudem seit 2013 sämtliche Produktionsprozesse, insbesondere mit Blick auf den Energieverbrauch, systemisch optimiert: dazu zählen die Lüftungsanlagen sowie Wärme- und Stromerzeugung und -verbrauch. Unter anderem wurde ein Blockheizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von 40 kWh und einer elektrischen Leistung von 20 kWh installiert. Der Austausch der Produktionshallenbeleuchtung von Halogenmetalldampflampen auf LED hat den Stromverbrauch durch Beleuchtung um über 50 Prozent reduziert.

Klimaschutzziel:

  • Für 2018 wird eine Reduzierung des Stromverbrauchs von 2 Prozent und für Gas von 5 Prozent angestrebt.

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Foto: Staatlich Bad Meinberger Mineralbrunnen GmbH & Co. KG

Der Firmensitz des Unternehmens im ostwestfälischen Horn-Bad Meinberg.



Das größte Einzelprojekt in den vergangenen Jahren war die Installation einer neuen Cleaning-in-Place-Reinigungsanlage, die eine ortsgebundene Reinigung der Produktionsanlagen ermöglicht. Die bisherige Anlage wurde 2017 durch ein neues System mit angeschlossenem Rework-Tank und einer neuen Entkarbonisierungsanlage ausgetauscht. Das System sorgt dafür, dass heute circa acht der eingesetzten zehn Kubikmeter Reinigungsmedien – ein Gemisch aus Wasser und Chemikalien – aufgefangen, neutralisiert und zur Erstspülung des folgenden Reinigungsintervalls verwendet werden kann. Weitere Effizienzeffekte liegen unter anderem in der Standposition der neuen Anlage, mit der Rohrstrecken und damit der Wasserverbrauch reduziert werden können. Die neue Entkarbonisierungsanlage ist nun direkt neben der CIP-Anlage positioniert. Dadurch kann das hier anfallende Spülwasser ebenfalls in den Rework-Tank geleitet und so das Brauchwasservolumen für den Entkarbonisierungprozess um etwa 50 Prozent reduziert werden. Die nun direkt mit der Gebäudeleittechnik verknüpften Anlagensteuerung und eine innovative Schaltung zur Aufheizung senken außerdem den Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen CIP-Anlagen deutlich. Insgesamt sparen die mit der Installation der neuen Cleaning-in-Place-Reinigungsanlage verbundenen Maßnahmen über 100.000 kWh Prozessenergie (über 20 Tonnen CO2-Äquivalente) sowie etwa 4.500 Kubikmeter Wasser pro Jahr ein.

Vorreiter in der Branche

Insgesamt liegen die jährlichen Einsparungen aktuell (02/2019) im Vergleich zu 2013 bei über einer Million kWh Strom und mehr als 3,5 Millionen kWh Gas, was umgerechnet etwa 1250 Tonnen CO2 entspricht. Damit liegt das Unternehmen innerhalb der eigenen Branche deutlich über dem Durchschnitt.




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