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Maas Naturwaren: Vom Windelhändler zum Öko-Pionier

Naturfasern aus nachwachsenden Rohstoffen, regionale Produktion, Energieeffiziente Prozesse: Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung sind bei Maas-Naturwaren seit jeher Teil der Unternehmensphilosophie. Das Gütersloher Modeunternehmen, das einst als Sammelbesteller für Öko-Baumwollwindeln begann, setzt auf nachhaltig produzierte Kleidung und bindet so Kunden wie Lieferanten in sein Klimaschutzengagement ein. Darüber hinaus strebt es auch als Betrieb vollständige Klimaneutralität an.

Maas Naturwaren ist ein echter Öko-Pionier. 1985 startete der Familienbetrieb als „Wickelkiste“: Auf der Suche nach einer Alternative zu Plastik-Wegwerfwindeln für das erste Kind wurde aus persönlichem Bedarf eine Geschäftsidee. Seitdem entwickelte sich aus dem einstigen Öko-Windel-Versandhandel ein 180 Mitarbeiter großes Textilunternehmen mit eigenen Kollektionen, Online-Versandhandel und insgesamt elf Ladengeschäften. Das Unternehmen gehört zu den Gründungsmitgliedern des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN), der nachhaltige Textil- und Lederwaren zertifiziert.

Klimaschutzziel:

  • 100 prozentige Eigenversorgung mit Strom durch zweite PV-Anlage mit 50 kW
  • E-Mobilität in der Fahrzeugflotte und kostenlose Pedelec-Ladestation für Mitarbeiter (bis Ende 2018)
  • Vollständige Kompensation aller CO2-Emmissionen (in den kommenden Jahren)

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Foto: Maas Naturwaren GmbH / Ann-Kathrin Singer

Aus dem einstigen Öko-Windel-Versandhandel hat sich inzwischen ein 180 Mitarbeiter großes Textilunternehmen mit eigenen Kollektionen, Online-Versandhandel und insgesamt elf Ladengeschäften entwickelt.



Ökotextilien mit Blick für das Klima

Bei der Produktion seiner Mode verwendet Maas Naturwaren fast ausschließlich Naturfasern aus nachwachsenden Rohstoffen und setzt, wann immer möglich, Fasern aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder Tierhaltung (kbT) ein, wie beispielsweise Biobaumwolle, deren Produktion durch einen geringeren Wasserverbrauch, weniger Dünger und Pestizide sowie einen geringeren Energieeinsatz weniger CO2-Emmissionen verursacht als konventionell angebaute Baumwolle. Die Herstellung der Bekleidung erfolgt in Betrieben, die nach ökologischen und sozialen Kriterien zertifiziert sind, hauptsächlich in Deutschland und dem europäischen Ausland. Dies führt zu kürzeren Transportwegen als in der Branche üblich.

Für die aktuelle Frühjahrs-/Sommerkollektion nutzt das Unternehmen unter anderem mit dem Textil-Label bioRe zertifizierte Produkte, bei denen die gesamte Textilproduktionskette – vom Anbau über den Transport bis hin zur Weiterverarbeitung CO2-neutral ist bzw. die anfallenden Emissionen durch den Bau von Biogasanlagen und effizienten Heizöfen kompensiert werden.

Klimafreundlicher Betrieb

Zusätzlich arbeitet Maas Naturwaren kontinuierlich an der Verbesserung der eigenen Prozesse. Bereits 1999 installierte das Unternehmen im Rahmen eines Gebäudeneubaus ein Blockheizkraftwerk, mit dem auch eine Erdwärmepumpe betrieben wird. Auf dem Dach der Firmenzentrale befindet sich seit 2007 eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 50 Kilowattstunden. Sämtliche Lampen wurden gegen LEDs ausgetauscht. Den verbliebenen Strombedarf für Zentrale und Filialen deckt das Unternehmen mit echtem Ökostrom ab. Auch das Abfallmanagement, beginnend bei den eingesetzten Verpackungen im Versand, wird kontinuierlich verbessert.

Für die Zukunft hat sich das Unternehmen weitere Klimaschutzziele gesetzt: Mit einer zweiten PV-Anlage gleicher Größe soll noch im Jahr 2018 das Ziel der vollständigen Eigenversorgung erreicht werden. Die ersten Schritte zur E-Mobilität befinden sich ebenfalls in der Planung: Neben firmeneigenen E-Fahrzeugen sollen auch die Mitarbeiter eine kostenlose Ladestation für Pedelecs erhalten.

Soziales Engagement in der Region

Über das Klimaschutz-Engagement hinaus, übernimmt Maas Naturwaren auch gesellschaftliche Verantwortung: Das Unternehmen gehört zu den Mitunterzeichnern der CSR-Charta der IHK Ostwestfalen zu Lippe und unterstützt eine Vielzahl von sozialen Projekten, etwa zur Integration schwer vermittelbarer und benachteiligter Menschen in das Berufsleben sowie die AWO-Initiative „Brotzeit“, die Schulkindern ein ausgewogenes Frühstück bietet. Im Jahr 2016 wurde Maas Natur mit dem Unternehmerpreis „erfolgreich nachhaltig“ des Sozialinstituts Kommende in Dortmund ausgezeichnet.


Foto: Maas Naturwaren GmbH / Ann-Kathrin Singer

„Natürlich leben, natürlich kleiden – seit über 30 Jahren leben wir, bei Maas Natur, diese Überzeugung. Mode ist für uns erst dann wirklich schön, wenn sie alle am Entstehungsprozess beteiligten Menschen achtet, nachhaltig ist und die Umwelt schont.“

Gisela Kaufmann-Maas und Reinhard Maas, Geschäftsführer Maas Naturwaren GmbH