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ITAD: Der klimafreundliche Kreislaufwirtschaftsverband

Die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland e.V. (ITAD) vertritt mehr als 90 Prozent dieser Anlagen in der Bundesrepublik. Um ein verstärktes Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsverständnis bei den Mitgliedsunternehmen zu etablieren, geht der Verein mit beispielgebendem Engagement voran – und betreibt seine Düsseldorfer Geschäftsstelle klimaneutral. Mit zwei neuen Projekten möchte die ITAD ihre klimafreundliche Gesinnung in die Breite bringen.

Vorrangiges Ziel der ITAD ist es, die Interessen der Eigentümer und Betreiber gegenüber der Öffentlichkeit, Politik, Behörden und anderen Organisationen der Wirtschaft und Wissenschaft zu vertreten. Aber auch die nachhaltige Entwicklung der Branche mit dem Klimaschutz ist ein zentrales Thema. Daher hat sich ITAD zum Ziel gesetzt, seine Mitgliedsunternehmen für das Thema zu sensibilisieren und geht selbst mit vorbildlichem Verhalten voran: ITAD ist als Verein Vorreiter beim Thema Klimaschutz und führt als erster Verband der Kreislaufwirtschaft seine Vereinstätigkeiten klimaneutral durch. Die Düsseldorfer Geschäftsstelle wird bereits seit dem Erstbezug im Februar 2014 klimaneutral betrieben.

Klimaschutzziel:

  • Optimierung der Geschäftsprozesse hinsichtlich Nachhaltigkeit und Klimaneutralität
  • Pilotprojekt zur nachhaltigen Entwicklung mit Förderung der Nachhaltigkeitsberichterstattung für die Mitgliedsanlagen
  • Entwicklung von weiteren Nachhaltigkeitsmodulen

Zeitraum: bis Ende 2017

Ansprechpartner: Martin Treder, stellv. Geschäftsführer

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Foto: ITAD

Die 170 Quadratmeter große, klimaneutrale Geschäftsstelle der ITAD am Airport City Düsseldorf.



Klimafreundlicher Maßnahmenmix, restliche CO2-Emissionen werden kompensiert 

Mit einer Reihe von Maßnahmen hält der Verein seine CO2-Emissionen niedrig: Strom bezieht die ITAD über einen Erneuerbare-Energien-Tarif der Stadtwerke Düsseldorf.  Und LED-Leuchten mit Bewegungsmeldern machen die Beleuchtung im Gebäude besonders energieeffizient. Mitarbeiter reisen größtenteils klimaneutral mit der BahnCard 100 zu Geschäftsterminen.

Auch ihre Kommunikationsmaßnahmen hat die ITAD klimafreundlich getrimmt: Flyer, Broschüren und sonstige Druckarbeiten führen Druckereien mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ durch. Briefe werden klimaneutral versendet und nachhaltige Büromaterialien beschafft. Das Recycling-Papier stammt von einem Mitgliedsunternehmen, dass die Energie aus Abfall gewinnt.

Bereits zum 3. Male wurde auch der Messeauftritt 2016 auf der internationalen Umweltmesse in München (IFAT) klimaneutral gestellt. Die verursachten Treibhausgasemissionen wurden durch hochwertige Klimaschutzprojekte im Ausland kompensiert.

Alle CO2-Emissionen, die sich im Geschäftsprozess nicht verhindern lassen, kompensiert die ITAD bereits seit 2014. Mit zwei neuen Projekten möchte die ITAD ihre nachhaltigen Ideen in die Breite bringen.

Neue Klimaschutzziele: Nachhaltigkeit in der Branche und in den Schulen verankern

Das eigene Engagement im Bereich des Klimaschutzes will ITAD nun auch verbreiten – als Schrittmacher der KlimaExpo.NRW – mit zwei neuen Projekten:

ITAD will mit dem Institut für Nachhaltigkeitsbildung (IfN) eine branchenbezogene Nachhaltigkeitsstrategie bei den Mitgliedsunternehmen implementieren: Wesentlicher Bestandteil ist dabei eine „Nachhaltigkeits-Visitenkarte“, mit der die Betreiber der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen Hilfestellung bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung bekommen.  Der Prozess wurde von Christoph Bals (politischer Geschäftsführer von Germanwatch e.V.) kritsich begleitet. „Die Nachhaltigkeits-Visitenkarte stellt einen innovativen und durchdachten Ansatz dar, um das Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung voranzubringen. Es ist bemerkenswert und positiv, dass Vertreter der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen Interesse an einer Nachhaltigkeitsberichterstattung zeigen, ohne unmittelbar von der CSR-Richtlinie betroffen zu sein. Und es ist erfreulich, dass die ITAD eine "Nachhaltigkeits-Visitenkarte" entwickelt hat, die es den betroffenen Anlagen besonders leicht macht, eine solche zu erstellen,“ so Christoph Bals in seinem Critical Review.

Bei einem Pilotprojekt zur Bildung für nachhaltige Entwicklung an Schulen kooperiert die ITAD mit IfN und Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005 – 2014). In diesem Kontext bietet ITAD ihren Mitgliedsunternehmen ein Sponsorenprogramm an, mit dem die Vereinsmitglieder weiterführenden Schulen einen Nachhaltigkeitsbericht finanzieren können. Somit können Schüler, Lehrer und die Mitarbeiter der Anlagen weiter für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert werden.

 

Die ITAD ist Gründungsmitglied der Brancheninitiative „Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft e.V.“, die im November 2014 als Partner der KlimaExpo.NRW verbändeübergreifend aus der Taufe gehoben wurde. Während der Laufzeit der KlimaExpo.NRW soll die Brancheninitiative die Aktivitäten der NRW-Kreislaufwirtschaft im Klimaschutz koordinieren und kommunizieren.


Foto: ITAD

„Mit der Nutzung des Feuers vor rund 800.000 Jahren begann auch die Geschichte der Abfallverbrennung. Die Kunst lag in den letzten Jahrzehnten darin, eine energieeffiziente Schadstoffsenke mit Metallrückgewinnung zu entwickeln. Die Dekarbonisierung, auch unserer Branche, wird die kommende Herausforderung.“

Martin Treder, stv. Geschäftsführer, zuständig für Energie, Klima und Nachhaltigkeit