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Zukunftskita Bielefeld: Früh übt sich

Um dem wachsenden Bedarf an Kindertagesstätten gerecht zu werden, wurde in Bielefeld ein klimafreundliches, kostengünstiges und schnell umsetzbares Gebäudekonzept entwickelt. In modularer Holzständerbauweise wird so ein zweigeschossiges Passivhaus in nur zehn Monaten realisiert.

Damit die gesetzlich vorgeschriebene Quote an Betreuungsplätzen erfüllt wird, müssen allein in Bielefeld 1.000 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen werden. Als Konsequenz hat die Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (BGW) als Partner der Stadt in den vergangen zwei Jahren elf Kindertagesstätten gebaut. Die Projektverantwortlichen entwickelten dafür ein zukunftsweisendes Konzept, das es ermöglicht, die Betreuungseinrichtungen kostengünstig und in kurzer Bauzeit zu errichten. Von Antrag bis Fertigstellung vergehen in der Regel nur etwa zehn Monate, um das Gebäude mit seinen 560 m² Nutzfläche zu realisieren.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Hoher Klimaschutz: Die Zukunftskita verbraucht nur 15 kWh/m2*a (Passivhaus-Standard)
  • Neu: Kommunen planen flexibel und bedarfsorientiert mit der Modulbauweise
  • Weit gedacht: Die Nachnutzung regelt eine wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes
  • Nachhaltig: Bereits den ganz Kleinen wird die Bedeutung von Nachhaltigkeit klar

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Foto: BGW

Bundesweit fehlen ca. 200.000 Kindergartenplätze. Damit die gesetzlich vorgeschriebene Quote erfüllt wird, müssen in Bielefeld 1.000 neue Plätze geschaffen werden. Bis zu 500 Plätze wird die BGW einrichten: Als Partner der Stadt Bielefeld baut sie zehn klimafreundliche Kindertagesstätten im Passivhausstandard und vermietet sie an verschiedene Träger.



Investition in die Zukunft

Die installierte Fußbodenheizung deckt den geringen Heizwärmebedarf des im Passivhausstandard errichteten Hauses. Betrieben wird diese entweder mit Fernwärme, Erdgas oder Erdwärme. Optional kann bei Auslieferung auch eine 15 kWp Photovoltaikanlage zur Stromversorgung integriert werden. Überzeugend ist auch das sinnvolle Nachnutzungskonzept: Sollte der Bedarf an Betreuungseinrichtungen zurückgehen, können die Gebäude beispielsweise als Wohnungen, Büros, Stadtteilzentren oder für gewerbliche Freizeitangebote genutzt werden. Dabei bleibt sowohl die hocheffiziente Gebäudehülle erhalten, als auch mindestens 40 Prozent der tragenden Innenwände. Die barrierefreie Auslegung gehört bei der Zukunftskita natürlich zum Standard.

Eine Idee macht Schule

Aufgrund der aktuell gültigen Rechtslage haben alle Kinder unter drei Jahren Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Gerade weil die wenigsten Kommunen und Städte diesen steigenden Bedarf auffangen können, kann das Bielefelder Konzept leicht nachgeahmt werden. Die klimafreundliche Lösung bietet eine zukunftsfähige Antwort auf die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.


Foto: Susanne Freitag

„In nur zwei Jahren investierten wir rund 19 Millionen Euro in die Schaffung von zusätzlichen Kinderbetreuungs- plätzen. Wir tun dies mit einem guten Gefühl, denn wir sind davon überzeugt,  dass sich diese Investitionen in die Zukunft lohnen.‟

Norbert Müller, Geschäftsführer BGW



Partner und Förderer


Partner:
  • Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (BGW)
  • Stadt Bielefeld

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