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Zu gut für die Tonne

Eine Großgastronomie, die bemüht ist, nicht nur gutes sondern auch günstiges Essen anzubieten, achtet ohnehin auf den effizienten Umgang mit Lebensmitteln. Wenn es dann wie beim Akademischen Förderungswerk (AKAFÖ) Bochum in vier Hochschulmensen gelingt, die Lebensmittelabfälle gleich um 25 Prozent zu reduzieren, ist das schon etwas Besonderes.

1,2 Millionen Tonnen Küchen- und Kantinenabfälle fallen jedes Jahr allein in NRW an. Da lohnt es sich schon einmal genauer hinzuschauen, wo sich das Wegwerfen von Lebensmitteln vermeiden lässt. In Bochum hat sich eine Arbeitsgruppe mit Mitarbeitern aus allen Bereichen der Gastronomie – vom Warenlager bis zur Ausgabe –  auf die Suche nach Möglichkeiten gemacht.
Zusammengekommen sind Maßnahmen, die in der Summe das Abfallaufkommen um fast 15 Kubikmeter pro Monat reduzieren.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Deutliche Reduktion der Lebensmittelabfälle
  • Konsequente Einbindung der Mitarbeiter
  • Kaum Investitionen nötig
  • Musterbeispiel für alle Organisationen

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Foto: AKAFÖ

Das Projekt bleibt keine interne Maßnahme, sondern wird immer wieder kommuniziert – hier mit Material aus dem gleichnamigen Programm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, das als Inspiration diente.



Motivation und Beteiligung als Erfolgsfaktoren

Dabei zeigte sich vor allem eins: es braucht nicht die großen technischen Lösungen oder dramatische Angebotsveränderungen. Mit einem klaren Bekenntnis der Leitung und durch die koordinierende Arbeitsgruppe lassen sich die Mitarbeiter motivieren und umfassend einbinden. Als Experten für ihren Bereich decken sie Potenziale auf und entwickeln Lösungen.

Nun gibt es vergünstigte Preise kurz vor Schließung oder für Speisen vom Vortag und eine bessere Vernetzung der Standorte untereinander, um Lebensmittel effizienter zwischen Standorten austauschen zu können. Es sind aber vor allem die vielen kleinen Vorschläge und Ideen der Mitarbeiter zum ressourcenschonenden Verhalten, die zum Klimaschutz beim AKAFÖ beitragen. So reduzieren z. B. kleinere Behälter außerhalb der Stoßzeiten die Menge der Ware im Umlauf und damit der potenziellen Abfälle. Dabei geht es längst nicht mehr ausschließlich um Lebensmittel, auch der Energieverschwendung ist man auf der Spur. So werden zum Beispiel Getränkeautomaten bei Nichtnutzung ausgeschaltet.

Signalwirkung

Der Campus der Ruhr-Uni Bochum ist mit mehr als 60.000 Menschen, die sich täglich dort aufhalten, eine Kleinstadt. Eine so zentrale Einrichtung wie das Akademische Förderungswerk und ihr Flaggschiff, die Mensa, werden sehr genau wahrgenommen und strahlen so mit der Kommunikation ihrer Klimaschutzbemühungen in die Gesellschaft hinein. Darüber hinaus nimmt das AKAFÖ nun auch an dem Programm ÖKOPROFIT teil, dem Einstieg in ein umfassendes Umweltmanagement.

Zu gut für die Tonne Projektvideo

Video: KlimaExpo.NRW



Foto: AKAFÖ

„Die Globalisierung hat unsere Welt in einer Schieflage geführt. Mit mehr Nachhaltigkeit, fairem Handeln und ökologischem Denken könnte die menschliche Gemeinschaft auf dieser Erde jetzt und in der Zukunft besser miteinander leben.“

Ezzedine Zerria, Leitung Gastronomie



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  • AKAFÖ