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Von der Braunkohle zur Windenergie

Der Windpark Königshovener Höhe überzeugt durch 67 Megawatt Leistung – und durch seine außergewöhnliche Partnerschaft: Die Stadt Bedburg und der Energieversorger innogy arbeiteten bereits bei der Braunkohleförderung zusammen. Nun haben sie auch die moderne Energiegewinnung gemeinsam in Angriff genommen.

Die Stadt Bedburg ist seit langem durch die Energiegewinnung geprägt. Über Jahrzehnte hat der Tagebau Garzweiler hier seine Spuren hinterlassen. Jetzt setzt die Stadt auf Erneuerbare Energien, mit ihrem bewährten Partner innogy: Auf der Königshovener Höhe haben beide Akteure 21 Windenergieanlagen (WEA) vom Typ Senvion 3.2 M114 errichtet. Der Windpark hat eine Leistung von 67 Megawatt, die Rotorspitzen sind am höchsten Punkt 200 Meter hoch. In der ehemaligen Braunkohleregion kommen die größten kommerziell genutzten Onshore-Windenergieanlagen in Deutschland zum Einsatz.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Kommune investiert vor Ort
  • Windpark spart 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein
  • Grünstrom für 58.000 Haushalte
  • Bergbaugebiet energetisch belebt
  • Regionale Wertschöpfung durch Auftragsvergabe vor Ort

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Foto: innogy

Der Windpark Königshovener Höhe überzeugt durch eine außergewöhnliche Partnerschaft. Die Stadt Bedburg hat sich mit 49 Prozent an dem Großprojekt beteiligt. Für beide Partner ist die Kooperation die erste dieser Art.



Lokale Betreibergesellschaft gegründet, 110 Millionen Euro Investition

Auch wirtschaftlich stellt das Projekt eine Besonderheit dar: Die Stadt Bedburg hat sich mit 49 Prozent an dem Großprojekt beteiligt. Dafür gründeten Stadt und Energieversorger gemeinsam eine lokale Betreibergesellschaft. Für beide Partner ist das die erste Kooperation in der Art. 110 Millionen Euro investieren sie in die nachhaltige Entwicklung von Bedburg.

Neuartiges Verfahren zur Bodenfestigung erstmals in großem Stil erprobt 

Um einen optimalen Stand auf der rekultivierten Fläche zu gewährleisten, wandten innogy und die Stadt eine innovative Technik an: Sie trieben hunderte Rüttelstopfsäulen in den Boden, um diesen zu verdichten– für vom Bergbau betroffene Flächen ist es eine Grundvoraussetzung. Erstmalig konnte das Verfahren zur Erhöhung der Bodenfestigkeit in großem Stil ausprobiert werden.

58.000 Haushalte versorgt, 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart

Die Stadt Bedburg profitiert von der Windenergie durch einen langfristig entlasteten kommunalen Haushalt. Und damit profitieren auch die Bürger vor Ort. Zudem war es den beiden Partnern wichtig, mit Unternehmen aus der Region zusammenzuarbeiten. Dazu gehören zum Beispiel die BMR energy solutions GmbH (Hückelhoven), der Schwerlastspezialist Wasel (Duisburg) oder die Zeppelin Streif Baulogistik GmbH (Essen). Rechnerisch versorgt der Windpark jährlich rund 58.000 Haushalte mit grünem Strom und vermeidet 150.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr.


Foto: innogy

„Es sollte uns alle für die Herausforderungen der Zukunft optimistisch stimmen, dass im wahrsten Sinne des Wortes ‚auf dem Rücken des Tagebaus‘ die erneuerbaren Energiequellen entstehen, die unsere Region aus ökonomischen und ökologischen Gründen für die Zukunft so dringend braucht. Der Windpark Königshovener Höhe ist ein sichtbares Symbol für den Strukturwandel in unserer Heimat. Ich freue mich sehr, dass wir als Stadt Bedburg die Chance genutzt haben, eines der größten und leistungsstärksten Windparkprojekte NRWs gemeinsam mit innogy zu realisieren. Durch diesen Invest haben wir nicht nur einen großen Beitrag zur Energiewende geleistet, sondern erreichen auch eine langfristige Haushaltsentlastung, die letztendlich allen Bürgerinnen und Bürgern von Bedburg zu Gute kommt.“ 

Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg
 

„Die Königshovener Höhe ist ein Vorbildprojekt, steht es doch genau für unsere Strategie: zuverlässige und nachhaltige Partnerschaften, das ergänzende Zusammenspiel von Erneuerbaren und Braunkohle und dem Ausbau der Windkraft im Sinne des NRW-Klimaschutzprogramms und der Energiewende. Mein besonderer Dank gilt der Stadt Bedburg für die vorbildliche Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam können wir mit unseren 21 Windkraftanlagen die sehr guten Windverhältnisse auf der Königshovener Höhe für die klimafreundliche Versorgung von rechnerisch rund 58.000 Haushalten jährlich nutzen. Die 12.000 Haushalte der Stadt Bedburg könnten somit zu 100 Prozent aus dem eigenen Windpark versorgt werden.“ 

Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien bei innogy



Partner und Förderer


Partner:
  • innogy Windpark Bedburg GmbH& Co.KG
  • Stadt Bedburg
  • innogy