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Aachen macht Bikesharing elektrisch

Steil hinauf geht es für viele Studierende auf dem Weg zur Uni in Aachen. Kein Wunder, dass das Fahrrad dort nicht das beliebteste Verkehrsmittel ist. Doch das könnte sich bald ändern: 2013 als studentische Initiative an der RWTH Aachen gestartet und 2014 als Unternehmen professionalisiert, startet das Projekt Velocity Aachen als E-Bike-Verleihsystem für die gesamte Stadt in 2016 durch.

Noch als Studenten analysierten die beiden Gründer Dennis Brinckmann und Tobias Meurer die Verkehrssituation in der Stadt und entwickelten die Vision für Velocity Aachen. Aufgrund der Topographie der am Rande der Eifel gelegenen Hochschulstadt war schnell klar, dass ein Fahrradverleihsystem mit Elektrofahrrädern angelegt werden sollte. Das Projekt soll allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, ein E-Bike zu nutzen und damit besonders dynamisch und klimafreundlich in der Stadt unterwegs zu sein und den innerstädtischen Verkehr zu entlasten. Die Räder „tanken“ dabei ausschließlich Ökostrom der Stadtwerke Aachen AG (STAWAG).

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Einzigartiges E-Bike Verleihsystem
  • Hohe Stationsdichte in der Stadt geplant
  • CO2-Reduktion durch Verminderung des Autoverkehrs
  • Von der Wissenschaft in die Praxis transferiert
  • Zentraler Baustein der Stadtmobilität

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Günstiges Verleihsystem mit umfassender Abdeckung

Das Projekt ist sehr ambitioniert. Insgesamt sollen an 100 Stationen 1.000 E-Bikes zur Verfügung gestellt werden. Das Verleihsystem wird das Stadtgebiet so umfassend abdecken, wie kaum ein anderes System in deutschen Städten, wird ähnlich funktionieren wie die etablierten Bikesharing-Programme und auch nicht viel teurer sein: Mit Kosten ab monatlich 6,50 Euro im Jahresabo ist die Ausleihe für Elektrofahrräder sehr günstig.

Herausforderungen mit Eigenentwicklungen gelöst

In den Alleinstellungsmerkmalen liegen gleichzeitig auch Herausforderungen. Mangels vergleichbarer Systeme mit Elektromobilen konnten die Entwickler kaum auf Erfahrungen anderer zurückgreifen. Die Räder wurden teilweise selbst konstruiert, die Teile dafür so lokal wie möglich bezogen. Auch die Stromverbindung zu den Stationen ist eine Herausforderung, der sich gängige Fahrradverleihsysteme bisher nicht stellen mussten.

Inzwischen sind die großen Hürden überwunden, die Teststation läuft, weitere Stationen sind in der Einrichtung. Bis zum Sommer 2016 wird das Projekt mit zunächst 20 Leihstationen und 100 Rädern weiter ausgebaut. Von den Erfahrungen mit Velocity profitiert auch die Wissenschaft: Das Projekt beteiligt sich am Forschungsprojekt EMOVE der RWTH Aachen University, der FH Aachen und der Stadt Aachen sowie weiterer Partner. Hier werden E-Mobilitätsflotten, -stationen und -verbünde analysiert.

Schon jetzt Teil der Stadt

Velocity soll eine wichtige Rolle für die innerstädtische Mobilität spielen und ist Teil des großen Plans „Aachen goes Elektro“. Die Stadt Aachen hat die Gründung der Gesellschaft unterstützt und Velocity offiziell die Aufgabe des Aufbaus eines E-Bike-Verleihsystems übergeben. Auch in der Öffentlichkeit wird das Projekt sehr intensiv wahrgenommen und begleitet: Die Bürger der Stadt Aachen sind beispielsweise in die Standortplanung für die Verleihstationen eingebunden.


Fotos: Velocity Aachen

„Mit dem E-Bike-Sharing „Velocity Aachen“ möchten wir ein komfortabel nutzbares und umweltfreundliches Angebot für urbane Mobilität schaffen, dass sich durch eine nahtlose Integration und intelligente Vernetzung mit weiteren Mobilitätsdienstleistungen auszeichnet.“

Dennis Brinckmann, Geschäftsführer

„Die Digitalisierung der Gesellschaft und die Verfügbarkeit ökonomischer Elektrofahrzeuge bieten ein enormes Potenzial für flexible und umweltfreundliche Mobilität, die unsere Städte lebenswerter macht."

Tobias Meurer, Geschäftsführer




Partner und Förderer


Partner:
  • Velocity Aachen
  • RWTH Aachen University
  • Fachhochschule Aachen
Förderer:
Beratungsstellen:
  • Gründerzentrum der RWTH Aachen
  • IHK Aachen
  • Stadt Aachen

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