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THE GOOD FOOD: Der Supermarkt gegen Lebensmittelverschwendung

In Köln gibt es mit THE GOOD FOOD ein einzigartiges Ladenkonzept: In dem kleinen Supermarkt im Stadtteil Ehrenfeld werden Lebensmittel verkauft, die gemeinsam mit Bauern und Produzenten vor dem Müll gerettet wurden. Jedes einzelne Produkt im Sortiment reduziert die Lebensmittelverschwendung und erhöht die Effizienz der Wertschöpfungskette. Das spart Wasser ein, schont die Böden und reduziert den Treibhausgas-Ausstoß.

Rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr in Deutschland entsorgt, davon allein fünf bis zehn Prozent im Handelsbereich. Obst und Gemüse wird bereits aussortiert bevor es überhaupt in den Handel gelangen kann, weil es zu krumm, zu klein oder zu groß ist und Vermarktungsnormen entsprechen muss. Und obwohl viele Produkte auch noch bei abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum problemlos nutzbar sind und kein Verkaufsverbot besteht, sortiert der Handel sie aus.  

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Treibhausgas-Einsparung durch weniger Lebensmittelverschwendung
  • Spart Wasser und schont Böden
  • Stärkt Regionalität
  • Bildungs- und soziale Effekte

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Foto: Jana Ludwig

Gemüse wächst auch einmal krumm - schmeckt und sättigt aber ganz normal.



Eine zweite Chance für Lebensmittel

Bei THE GOOD FOOD finden diese Produkte ein neues Zuhause. Erzeuger, Handel und Großhandel spenden Lebensmittel, die für den normalen Verkauf nicht mehr geeignet sind. Das Team von THE GOOD FOOD wird auch selbst aktiv und übernimmt bei kooperierenden Landwirten die Nachernte und holt regelmäßig Warten vom Vortag bei einem Bäcker ab. Für die Partner ist das Konzept keine Konkurrenz, sondern eine sinnvolle Ergänzung – sie gehen gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung vor.

Der Supermarkt bietet ein umfangreiches Produktprogramm an Lebensmitteln, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben: Eingelegtes, Eingewecktes, lose Nahrungsmittel, krummes Obst und Gemüse, Trockenware und Getränke zum Abfüllen – das variierende Angebot sorgt bei den Kunden für Abwechslung. Nur Fleisch und Fisch werden aufgrund des Aufwands und der hohen Gesundheitsstandards nicht angeboten.

Zahle, was es dir wert ist.

Bei THE GOOD FOOD entscheidet der Kunde selbst, wieviel ihm der Einkauf wert ist. Damit zeigt der Supermarkt, dass jeder unabhängig vom Geldbeutel etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun kann.

Mehr als ein Geschäft

Nicht nur Lebensmittel werden zum Kauf angeboten, sondern auch Workshops und Filmabende veranstaltet. Als Ort der Begegnung schafft der Laden Wissensangebote rund um das Thema Lebensmittelverschwendung. Mit seiner Idee wird THE GOOD FOOD zum Vorreiter für ähnliche Ladenkonzepte in ganz Deutschland und hat bereits erste Nachahmer gefunden.


Foto: Jana Ludwig

„Lebensmittel retten macht glücklich. Wir tun etwas für unsere Umwelt - rette mit!“

Nicole Klaski, Gründerin, THE GOOD FOOD