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Ein Stück Stadtwald für zuhause

Die Nutzung lokaler nachwachsender Rohstoffe, verbunden mit kurzen Lieferketten ist ein wichtiger Schritt zu mehr Klimaschutz. Das im Kölner Wald anfallende Holz wird nicht nur thermisch verwertet, sondern zum Teil auch in Produkte umgesetzt. 

„Feines in Holz“ heißt das kleine Handwerksunternehmen, deren Inhaber sich 1990 nach dem Sturm Wiebke fragten, was denn eigentlich mit dem Holz vor der Haustür passiert. Nachdem sie die Idee hatten, das Holz vor Ort zu nutzen und zu vermarkten, verfolgten sie den Gedanken immer weiter. Inzwischen hat das Handwerksunternehmen eine Menge Erfahrung mit unterschiedlichen Holzarten gesammelt, arbeitet gut mit der Forstverwaltung zusammen und verarbeitet ausschließlich Holz aus dem Forst der Stadt Köln. So führt es die Ressourcen vor Ort einer hochwertigen und klimafreundlichen Verwertung zu. 

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Nutzung lokaler erneuerbarer Ressourcen
  • Kurze Lieferwege verbessern Klimabilanz
  • Identifikation mit der Stadt
  • Bewusstseinsbildung ohne Belehrung

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Foto: Feines in Holz

Die Werkstatt, in der das Kölner Holz verarbeitet wird. In Köln fällt ausreichend Holz an, um auch noch mehr zu verarbeiten.



Lokales Holz wird zu Möbeln, Kürzere Transportwege verbessern die Klimabilanz

Bei der regelmäßigen Durchforstung der 3.600 Hektar großen Waldflächen in Köln fällt ausreichend Holz für eine wirtschaftliche Verwertung an. Insgesamt werden jedes Jahr etwa 12.000 Festmeter Holz geerntet, davon sind ca. zehn Prozent kräftig genug, um solide Möbel daraus zu bauen. Momentan verarbeitet das Unternehmen erst rund 15 Festmeter pro Jahr zu Produkten. Holz für noch mehr klimafreundliche Produkte wäre also da. Für jeden Festmeter Holz (ein Kubikmeter fester Holzmasse) bleibt durchschnittlich eine Tonne CO2 weiter gebunden. Stark verkürzte Transportwege verbessern zusätzlich die Klimaschutzbilanz. 

Köln betreibt nachhaltige Forstwirtschaft, seit 2002 auch durch den Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert. Bei lokalem Holz ist zudem sichergestellt, dass es nicht aus Raubbau stammt oder illegal geschlagen wurde. Und es muss nicht einmal auf exotische Sorten verzichtet werden: Gartenmöbel aus Mammutbaum? Kein Problem, der stammt aus dem forstbotanischen Garten.

Möbel, Hocker, Schneidebretter oder Brennstoff für die Heizung

Die Produkte werden unter der Marke StadtwaldHolz verkauft. Um möglichst viel Holz als Rohstoff für Produkte zu verwenden, werden neben Möbeln nun auch kleinere Produkte, wie Hocker oder Schneidebretter hergestellt. Erst dann wird der Rest für die Heizung der Betriebsräume genutzt. So kann jeder Kölner seinen Wald weiternutzen. Aktuell werden z. B. Produkte verkauft, die aus den ehemals vor der Oper stehenden Platanen hergestellt wurden, die bei der Sanierung weichen mussten.

Nachhaltigkeit als Unternehmenspolitik

Der gesamte Handwerksbetrieb ist an Nachhaltigkeit orientiert. Dies reicht von der Ökostromnutzung und dem Einsatz von Bio-Einsatzstoffen in der Produktion über klimafreundliche betriebliche Mobilität mit eigenem Lastenfahrrad und ÖPNV zum Engagement in Sozial- und Schulprojekten.


Foto: Feines in Holz

„Für uns ist es sehr wichtig lokale Ressourcen zu nutzen“

Sabine Röser, Wilfried Nißing (v.r.), Feines in Holz

 



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  • Feines in Holz

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