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Solarpark Inden: Energiewende auf der Überholspur

Auf einer ehemaligen Mülldeponie errichtete die Stadt Düren im Jahr 2011 den damals größten Solarpark Nordrhein-Westfalens. Der Wandel des Energiesystems – weg von der Braunkohle, hin zu regenerativen Energien – wird hier besonders gut sichtbar. Schließlich stehen die 16.000 Photovoltaikmodule in Sichtweite zum lokalen Kohlekraftwerk und zum Indener Braunkohletagebau.

Manchmal liegt Neu und Alt ganz nah beieinander. So in der Gemeinde Inden bei Düren: Hier errichtete die Stadt Düren im Jahr 2011 den damals größten Solarpark Nordrhein-Westfalens – in unmittelbarer Nähe des Indener Braunkohletagebaus. Mehr als 16.000 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von 3,8 Megawatt errichtete die Stadt auf einer ehemaligen Mülldeponie. Der Kreis Düren hatte mit der RURENERGIE GmbH eigens eine Projektgesellschaft gegründet, um den Ausbau Erneuerbarer Energien in der Region voranzutreiben.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Größter Solarpark NRWs bis 2012
  • Nutzbarmachung eines ehemaligen Deponiegeländes
  • Stromversorgung von 1.000 Haushalten möglich
  • Regionale Wertschöpfung durch regionale Planer
  • Umsetzung mit Rücksicht auf lokale Vogelpopulation

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Foto: F&S solar concept GmbH

16.000 Module mit einer Gesamtleistung von 3,8 Megawatt wurden installiert. Initiator des 10-Millionen-Euro-Projektes war der Kreis Düren, der die RurEnergie GmbH eigens gegründet hat, um den Ausbau erneuerbarer Energien im Kreis voranzutreiben. Die Stadtwerke und die Sparkasse Düren sind ebenfalls Gesellschafter.



Bauherr wartet Brutzeit ab

„Der Solarpark Inden war schon ein besonderes Projekt“, erklärt Georg Schmiedel, Geschäftsführer der F&S Solar, die den Solarpark gebaut hat. „Alle Beteiligten haben an einem Strang gezogen.“ Auch Mutter Natur hat ihr Recht bekommen: Weil ein ansässiges Schwarzkehlchen auf dem Gelände brütete, warteten die Projektverantwortlichen mit dem Baubeginn das Ende der Brutzeit ab. Zudem pachteten sie 36.000 Quadratmeter Ausgleichfläche für den Solarpark an. Die tierischen Anwohner allerdings stören die Solarpaneele wenig. Ganz im Gegenteil: Bodenbrüter bevorzugen die Fläche unter den Paneelen, weil sie dort vor Greifvögeln und Wetter geschützt sind.

Lokaler Energiewender treibt den Wandel voran

Während im Solarpark Inden der Stromzähler dreht, baut die RURENERGIE schon munter an: „Mehr als 4,5 Megawatt solare Kraftwerksleistung hat die Projektgesellschaft inzwischen im Portfolio. „Und die erste Windkraftbeteiligung ist auch schon realisiert“, erklärt Lothar Koullen, Prokurist der RURENERGIE. Das macht sich in der Klimabilanz bemerkbar: 2.400 Tonnen CO2 spart der riesige Solarpark im Jahr ein. Demnächst wird Inden also vielleicht weniger für seine Braunkohlebagger und dafür mehr als Treiber der Energiewende bekannt sein.


F&S Solar Concept

„So stelle ich mir eine Energierevolution vor.“

Georg Schmiedel, Geschäftsführer F&S Solar Concept

 



Partner und Förderer


Partner:
  • Rurenergie GmbH (Stadtwerke Düren)
  • F&S Solar concept GmbH
  • Stadtwerke Düren GmbH (Gesellschafter der RURENERGIE)