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RRX – Meilenstein für die Mobilität auf Schienen

In Nordrhein-Westfalen mit seiner Metropolregion Rhein-Ruhr nutzen täglich etwa 2,4 Millionen Menschen den Regionalverkehr auf Schienen. Um den weiter steigenden Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden und neue Anreize für einen Umstieg auf die Schiene zu setzen, wurde der Rhein-Ruhr-Express (RRX) auf den Weg gebracht. Durch Verkehrsverlagerungen von der Straße auf die Schiene können jährlich bis zu 8.500 Tonnen CO2 eingespart werden.

Das Konzept „RRX“ stützt sich auf drei Säulen: Die Schieneninfrastruktur im Kernkorridor Dortmund – Essen – Duisburg – Köln soll um- und ausgebaut werden. Neue Fahrzeuge sollen bessere Fahrdynamik, Energieeffizienz, mehr Kapazitäten und Komfort bieten. Ein neues Regionalverkehrskonzept im 15-Minuten-Takt auf dem Kernkorridor Dortmund-Köln soll die Verbindungen und Fahrzeiten optimieren. Das ist im Ergebnis ein großer Gewinn für die ganze Region – auch aus Klimaschutzsicht. Schon 2006 wurde das Projekt durch die Landesregierung und das Bundesverkehrsministerium initiiert und wird nun schrittweise umgesetzt.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Attraktivitätssteigerung des Regionalverkehrs
  • 15 Minuten Takt auf dem Kernkorridor nach Ausbau der Infrastruktur
  • Innovative, energieeffiziente Triebwagen
  • Jährliche Einsparung von rund 8.500 Tonnen CO2

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Foto: VRR / Siemens

Darstellung der neuen Desiro HC Triebwagen auf dem Altenbekener Viadukt. Mit der sukzessiven Einführung der neuen Züge ab dem Vorlaufbetrieb 2018 werden die Kapazitäten je Zug um durchschnittlich 200 Sitzplätze auf 800 Sitzplätze erhöht, da der RRX im Regelbetrieb fast ausschließlich in Doppeltraktion fährt.



Energieeffiziente Triebwagen und Technologien

Die Erhöhung des Leistungsangebots im Regional Express-Netz hat schon seit Dezember 2016 durch erste Änderungen im Linienverlauf begonnen. 2018 werden die ersten neuen, energieoptimierten Fahrzeuge in den RRX-Vorlaufbetrieb starten. Besonders sparsam sind die neuen Triebwagen unter anderem aufgrund eines Fahrerassistenzsystems, eines Bremssystems mit hoher Energierückspeisung, effizienter Nebenverbraucher und einer gewichtsoptimierten Bauweise.

Gesteigerte Attraktivität für reduzierten CO2-Ausstoß

Das Gesamtkonzept des RXX hat zudem zum Ziel, die Attraktivität des Regionalverkehrs deutlich zu steigern. Dies soll durch verkürzte Fahrzeiten, eine häufigere Taktung, höhere Zuverlässigkeit und Planbarkeit sowie veränderte und ausgeweitete Linienführungen erreicht werden. Aber auch durch mehr Komfort in den Zügen selbst: etwa durch erhöhte Sitzplatzkapazitäten, kostenloses WLAN, Steckdosen und Leseleuchten an fest installierten Sitzen, barrierefreies Reisen, behindertengerechte WCs und einen geringeren Geräuschpegel. 

Mit dem RRX-Gesamtkonzept sollen möglichst viele Menschen zum Umstieg von der Straße auf die Schiene bewegt werden. Nach aktuellen Schätzungen lassen sich dadurch rund 8.500 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Damit kann der RRX zum echten Antrieb für den Klimaschutz werden.


Foto: VRR

"Der Rhein-Ruhr-Express trägt entscheidend dazu bei, künftig einen hochwertigen und leistungsstarken Schienenpersonen-
nahverkehr bieten zu können."

Martin Husmann, Vorstandssprecher Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR



Partner und Förderer


Partner:
  • Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Eigenbetrieb Fahrzeuge und Infrastruktur
  • Zweckverband Nahverkehr Rheinland Eigenbetrieb Fahrzeuge
  • Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe Eigenbetrieb Fahrzeuge / Infrastruktur
  • Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord
Förderer:
  • Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV)

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