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Von Energiesparschweinen, Detektiven und Kommissaren

Schon seit langem motiviert die Stadt Remscheid ihre Schulen und Kindergärten zu klimafreundlichem Verhalten – und Groß und Klein machen mit. In über 50 Einrichtungen achten Lehrer, Erzieher, Hausmeister und vor allem auch die Kinder und Jugendlichen auf einen sparsamen Umgang mit Energie und Wasser.

Im persönlichen Verhalten liegen große Potenziale für den Klimaschutz, die auch finanzielle Vorteile mit sich bringen. Mit den Programmen „Weniger ist mehr“ für Schulen und „Das Energiesparschwein“ für Kindergärten werden diese Einsparmöglichkeiten seit 1998 bzw. 2001 genutzt. Insgesamt wurden dadurch schon deutlich über 1 Mio. Euro eingespart. Nur ein Teil des Geldes verbleibt bei der Stadt, u. a. zur weiteren Finanzierung der Programme. Die teilnehmenden  Remscheider Schulen und KiTas erhalten den größeren Teil zur freien Verwendung. Ein starker Anreiz – mit dem nebenbei schon 8.694 Tonnen Kohlendioxid eingespart wurden.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Hohe Verbreitung in der Stadt
  • Beratung und Bildung für alle Akteure
  • Selbsttragend und gut auf andere Kommunen übertragbar

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Foto: Stadt Remscheid

Energiesparen und Klimaschutz im Unterricht an einer Remscheider Grundschule.



Nachhaltige Klimaschutzbildung

Im Mittelpunkt der Projekte steht die nachhaltige Bildung der Kinder, Schülerinnen und Schüler rund um das Thema Klimaschutz. Die Einbindung des Themas in den Unterricht bzw. den Kindergartenalltag wird durch zusätzliche Anreizzahlungen belohnt. Ein Großteil der finanziellen Einsparungen wird abhängig von den pädagogischen Klimaschutzaktivitäten an die Einrichtungen verteilt. Die Kinder selbst müssen dabei nicht extra motiviert werden. An vielen Schulen sind Umwelt-AGs entstanden, die von Plakataktionen bis hin zu Umwelt-Musicals auf sich aufmerksam machen. Energiespardetektive und -kommissare spüren Verschwendungen auf, achten auf ausgeschaltetes Licht, vernünftiges Lüften und richtiges Heizen.

Die zuständigen Fachdienste der Stadt unterstützen die Schulen und KiTas nicht nur mit Schulungen und Energieberatungen, sondern auch intensiv mit Beratungen zur Klimaschutzbildung, bei Projekttagen, mit Bildungsmaterialien etc. Fast alle Schulen und KiTas aus Remscheid nehmen an den Programmen teil. So erreicht der Klimaschutz die meisten Kinder und Jugendlichen der Stadt und das schon lange.

Spielraum für neue Investition in Klimaschutz

Dass Klimaschutz in den Köpfen verankert ist, sieht man gut an der Verwendung der zusätzlichen „verdienten“ Mittel. Sie fließen häufig in neue energiesparende Technik. Insgesamt 20 Solaranlagen auf Schul- und Turnhallendächern und zwei Klein‐Blockheizkraftwerke konnten neben vielen weiteren kleinen Maßnahmen realisiert werden.


Foto: privat

„Die Energiesparprojekte zur Änderung des Nutzerverhaltens sind Teil der zahlreichen Bemühungen der Stadt Remscheid zum Klimaschutz. Viele Kinder und Jugendliche haben Erfahrungen mit dem vernünftigen Umgang mit Energie gesammelt und ganz praktische Konsequenzen daraus gezogen.“

Carolin Künz (links, Fachdienst Gebäudemanagement) und Monika Meves (rechts, Fachdienst Umwelt), Stadt Remscheid



Partner und Förderer


Partner:
  • Stadt Remscheid, Fachdienst Umwelt und Gebäudemanagement
Förderer:
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BmUB)