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Kleine Kraftwerke machen großen Konkurrenz

Die unstete Erzeugung von Wind- und Solarenergieanlagen ist für die Energiewende eine große Herausforderung. Im Verbund aber können die erneuerbare Energien zuverlässig Strom bereitstellen, das zeigt das virtuelle Kraftwerk „Next Pool“: 3.800 Einzelanlagen, vernetzt und über ganz Deutschland, Österreich und Belgien verteilt, produzieren Strom nach Bedarf – und machen den Großkraftwerken so Konkurrenz.

„Grüner Strom fließt doch nur, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint!“ Die unstete Energieerzeugung von Wind- und Solarenergieanlagen dient Gegnern der Energiewende oft als Argument. Das virtuelle Kraftwerk „Next Pool“ geht das Problem geschickt an: Es koppelt mehr als 3.800 Einzelanlagen zu einem Versorgungssystem mit der Leistung zweier großer Atomkraftwerke (2,4 Gigawatt). Steuerbare Erzeugungsanlagen wie Biogas- und Wasserkraftwerke produzieren dabei mehr, wenn Sonne und Wind weniger stark scheinen und wehen. Auf diese Weise kann der Betreiber den erneuerbaren Strom einsetzen, um die Stromnetze zu stabilisieren – und zu Zeiten verkaufen, an denen er besonders viel wert ist.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Größtes virtuelles Kraftwerk in NRW
  • Erste Bereitstellung von Regelenergie aus Erneuerbaren (2012)
  • Wirtschaftlich für Betreiber der Einzelanlagen- und Kraftwerksbetreiber
  • Befördert Marktintegration und Ausbau der Erneuerbaren
  • Beitrag zur Netzstabilisierung

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Next Kraftwerke GmbH

Schematische Darstellung eines virtuellen Kraftwerks. Viele Einzelanlagen sind zu einem Verbund verknüpft. Die Vernetzung erfolgt über moderne Kommunikationstechnologie.



Erneuerbare stabilisieren Stromnetz, zehn Prozent Marktanteil

Next Kraftwerke war 2012 eines der ersten Unternehmen, das Strom aus erneuerbaren Energiequellen am „Regelenergiemarkt“ gehandelt haben. Diese Regelenergie stabilisiert die Stromnetze, wenn es zu Engpässen oder Überschüssen im Netz kommt. Die vordergründig „unsteten“ Erneuerbaren Energien belasten hier also nicht etwa die Netze, sondern sorgen für die Stabilität des Systems. Und das mit Nachdruck: Betreiber Next Kraftwerke besitzt mittlerweile einen Marktanteil von 10 Prozent am Regelenergiemarkt und macht konventionellen Kraftwerken Konkurrenz.

Ziel: Zuverlässige Stromversorgung – 100 Prozent erneuerbar

Next Pool ist eines der größten virtuellen Kraftwerke in Europa, gesteuert von Köln aus, mit visionärem Kompass: „Wir haben die Next Kraftwerke 2011 mit dem Ziel gegründet, eine zuverlässige Stromversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien möglich zu machen“, sagt Geschäftsführer Hendrik Sämisch. Das virtuelle Kraftwerk trägt zum Ausbau regenerativer Energien bei, weil es sie besser in den Strommarkt integriert. Darüber hinaus dämpft das System den Bedarf für den Ausbau der Stromnetze – und geht damit eine zentrale Herausforderung der Energiewende an.


Foto: Next Kraftwerke GmbH

„Mit dem Virtuellen Kraftwerk tragen die einzelnen Betreiber ihren Teil zur großen Idee der Energiewende bei und gewöhnen sich so auch schon einmal an eine Marktumgebung.“

Jochen Schwill, Gründer und Geschäftsführer von Next Kraftwerke (links im Bild)

 

Unser erklärtes Ziel ist es, eine zuverlässige Stromversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien möglich zu machen.“ 

Hendrik Sämisch, Gründer und Geschäftsführer von Next Kraftwerke (rechts im Bild)



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  • Next Kraftwerke GmbH

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