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Neue Bahnstadt Opladen: Stadtviertelplanung auf die klimafreundliche Schiene

Im Leverkusener Stadtteil Opladen entsteht auf einer ehemaligen Bahnfläche ein neues, rund 70 Hektar großes Stadtviertel – die Neue Bahnstadt Opladen. Bei der Planung standen von Beginn an Klimaschutz und Klimafolgenanpassung sowie eine ökologische Aufwertung des Areals im Fokus. Durch die nachhaltige Entwicklung der Brachfläche werden so konsequent C02-Emssionen reduziert.    

Seit 2008 befindet sich das ehemalige Eisenbahnausbesserungswerk im Wandel: Straßen und Spielplätze wurden gebaut, ganze Wohnsiedlungen und ein Gewerbegebiet entstanden. Dabei wurden die historischen Industriegebäude wie Kesselhaus, Magazin und Wasserturm erhalten. Das lebendige Stadtviertel wird stetig erweitert und soll bis 2020 fertig gestellt werden.

 

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Klimaschutz und -folgenanpassung in der Quartiersplanung
  • 2 zertifizierte Klimaschutzsiedlungen NRW auf dem Gelände
  • Energieeffiziente Nahwärmeversorgung
  • 7 Hektar "Grünes Kreuz" mit wichtiger klimaökologischer Funktion
  • Beste Grundlagen für klimafreundliche Mobilität

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Foto: neue bahnstadt opladen GmbH

Industriedenkmäler als identifikationsstiftende Landmarken, hier das Magazin und der Wassertum.



Ein „grünes Kreuz“ als Klimaanlage

Wichtiger Bestandteil der Bahnstadt ist das so genannte „grüne Kreuz“: Historische, parkähnliche Baumbestände wurden auf dem Gelände erhalten und zu einer sieben Hektar großen Grün- und Spielfläche ausgebaut. So ist eine Freiluftschneise entstanden, die eine wichtige klimaökologische Funktion für das gesamte Umfeld übernimmt. Der erhaltene Baumbestand und die zusätzlich angepflanzten Bäume, Hecken und Blumenwiesen kühlen die Luft und reduzieren Hitzestress. Durch den Abriss der Hallen und den Rückbau der Fundamente wurde die Versickerungsfläche vergrößert Häuser und Infrastruktur werden so vor den Folgen von Starkregen geschützt. 

Nachhaltiges Energiekonzept

Zwei lokale Blockheizkraftwerke mit umweltfreundlicher und energieeffizienter Nahwärme versorgen zukünftig die rund 1.300 Bewohner, die Gewerbebetriebe und den Campus Leverkusen der Technischen Hochschule Köln. Das dezentrale Netz spart im Vergleich zur Einzelversorgung 65 Prozent der CO2-Emissionen ein. Auch sonst steht Nachhaltigkeit im Stadtviertel hoch im Kurs. So nutzen kleine und mittlere Handwerksbetriebe im neuen Handwerkerhof gemeinsam Flächen, Ressourcen sowie Heiz- und Lüftungssysteme. Mit dem „Studentenhaus Neue Bahnstadt“ und einem Mehr-Generationen-Wohnprojekt befinden sich gleich zwei zertifizierte Klimaschutzsiedlungen im Passivhausstandard auf dem Gelände.

Kurze Wege für klimafreundliche Mobilität

Die Neue Bahnstadt Opladen ist ein Stadtteil der kurzen Wege. Öffentliche Verkehrsmittel sind  für alle Anwohner zu Fuß und barrierefrei erreichbar. Neu gebaute Radwege schließen an das städtische Radwegenetz an und zwei neue Fuß- und Radwegebrücken sorgen für optimale Anbindung ans Stadtzentrum. Auch so wird der PKW-Verkehr und damit die CO2-Emmissionen reduziert.


Foto: Ralf Krieger

"Das Jahrhundertprojekt neue bahnstadt opladen zeichnet sich durch seine ungeheure positive Energie aus. An die Stelle des 2003 aufgegebenen Bahn-Ausbesserungswerks ist ein neues Stadtquartier mit neuem Leben und Arbeiten getreten - grün, barrierefrei, für Jung und Alt. Klimaschutz und Klimaanpassung waren von Beginn an zentrale Leitziele der Gesamtplanung."

Vera Rottes, Geschäftsführerin neue bahnstadt opladen GmbH



Partner und Förderer


Partner:
  • Stadtverwaltung Leverkusen
  • Region Köln / Bonn e.V.
  • Energieversorgung Leverkusen
Förderer:
  • Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV)
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BmUB)

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