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Mehr Natur für die Stadt

Schauen Sie sich einmal gezielt nach den asphaltierten Flächen in der Stadt um! Sicher sehen auch Sie viele Bereiche, bei denen dies nicht nötig wäre: Eingangsbereiche, Einfahrten, Ladezonen, Hinterhöfe, Feuerwehrparkplätze… Viele solcher Flächen könnten ökologisch und optisch aufgewertet werden. Das Projekt „Natur in graue Zonen“ des Wissenschaftsladens Bonn erprobt und präsentiert Möglichkeiten zur Begrünung innerstädtischer Unternehmensflächen.

Der Wissenschaftsladen in Bonn koordiniert das Projekt und die Stadt Duisburg ist unter drei Modellstädten die NRW-Vertreterin. Gemeinsam mit dem lokalen Partner, der Bürgerstiftung Duisburg, wurden hier schon die ersten Unternehmen gewonnen und Flächen entsiegelt und begrünt.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Positive Wirkung auf Klimaschutz und Klimafolgenpassung
  • Sehr hohes Potenzial: viele geeignete Flächen
  • Optische Aufwertung der Städte
  • Die gesamte Stadtbevölkerung wird angesprochen
  • Leicht nachzumachen

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Foto: ALB-GOLD Teigwaren/Trochtelfingen

Beispiel für die Gestaltung größerer Flächen – auch solche finden sich häufig versiegelt und ungenutzt und lassen sich in Zonen hoher Aufenthaltsqualität umwandeln. Hier bei der ALB-GOLD Teigwaren GmbH.



Stadtbegrünung ist Klimaschutz

Das Projekt leistet nicht nur einen Beitrag zur optischen Aufwertung und zur Biodiversität in der Stadt. Die Begrünung vieler Flächen leistet einen großen Beitrag sowohl zum Klimaschutz als auch zur Klimafolgenanpassung. So binden Grünpflanzen CO2, entsiegelte Flächen und bepflanzte Dächer sind gute Zwischenspeicher bei Starkregen und viele kleine Grünflächen sorgen für wichtige Kühlung in hitzegeplagten Städten.

Grüne Visitenkarte für Unternehmen

Unternehmen profitieren ebenfalls von den Begrünungen. Gerade weil viele Flächen unnötig versiegelt sind, fällt die Rückkehr der Natur positiv auf. Und auch die Mitarbeiter schätzen grüne erholsame Pausenzonen. Begrünbare Flächen finden sich bei fast jedem Unternehmen, sie können schattig oder sonnig, trocken oder feucht, schmal, rund oder breit sein – es findet sich für alles eine Lösung. Darüber hinaus ist auch die Begrünung von Wänden und Dächern möglich.

Die teilnehmenden Unternehmen sind jedenfalls begeistert. Constance Drews, Geschäftsführerin der Immobilis GmbH freut sich besonders über die neu gepflanzte Eiche in der Mitte des asphaltierten Platzes auf den Parkflächen des Unternehmens: „…die wird ein Hingucker. So kann schon ein kleines Fleckchen Natur viel bewirken.“

Ein Projekt für die ganze Stadt

Angesprochen wurden zunächst Unternehmen, aber auch die Bürger werden frühzeitig einbezogen. So können Sie z. B. an Exkursionen und Pflanzfesten teilnehmen und werden über Workshops und Vorträge zur Stadtbegrünung angesprochen. Die bisher erfolgten Begrünungen werden in Ausstellungen an prominenten Orten, wie dem Rathaus, dokumentiert. Kein Wunder, dass die nächsten Unternehmen schon in den Startlöchern stehen.


Foto: Anke Valentin

„Viele versiegelte Flächen in der Stadt könnten ohne Funktionseinbußen aufgebrochen und begrünt werden und damit nicht nur einen Betrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten, sondern auch als Versickerungsfläche für den nächsten Regen dienen. Das Projekt "Natur in graue Zonen" des Wissenschaftsladen Bonn zeigt, dass durchaus die Bereitschaft bei zahlreichen Unternehmen und auch Kommunen besteht, hier mit anzupacken, vorausgesetzt, es gibt eine koordinierende Stelle.“

Dr. Anke Valentin, Geschäftsführerin Wissenschaftsladen Bonn und Projektleiterin „Natur in graue Zonen“




Partner und Förderer


Partner:
  • Wissenschaftsladen Bonn
  • Bürgerstiftung Duisburg
Förderer:
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BmUB)
  • Stiftung Umwelt und Entwicklung
  • Stiftung Umwelt und Entwicklung
  • Andere Förderung

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