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Nahwärmenetz AVG Köln: Mit Altholz umweltfreundlich Energie erzeugen

Die AVG Ressourcen GmbH, eine Tochtergesellschaft der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, (AVG) wird an ihrem Standort im Kölner Stadtteil Niehl zum klimafreundlichen Wärmelieferanten: Das Unternehmen hat dort ein Nahwärmenetz für zwei eigene Betriebsgebäude, die Kultureinrichtung „Kantine“, ein Flüchtlingsheim und die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) eingerichtet, das die Gebäude mit Wärme für Heizungen und Warmwasser versorgt. Betrieben wird das Nahwärmenetz über einen Holzhackschnitzelkessel, der mit Altholz befeuert wird. Damit übernimmt die Abfallgesellschaft als erstes Unternehmen ihrer Branche die Rolle eines Energieversorgers durch die Verwertung von Altholz.

Jährlich erreichen die AVG an ihren Recyclinghöfen in Niehl und Heumar 100.000 Tonnen Altholz. Üblicherweise bereitet das Unternehmen das Holz so auf, dass es für Holzspanplatten weiter verwendet oder in Biomasseheizkraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt wird.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Abfall- und Verwertungsunternehmen wird zum Wärmeversorger
  • Energieträger aus der Region für die Region
  • Feinstaubmenge 95 Prozent geringer als geforderter Grenzwert
  • Einsparung von 485 t CO2 durch Austausch von alten Heizungen

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Foto: AVG Köln mbH

Der Brennstoff wird aus unbehandeltem Altholz hergestellt und zeichnet sich durch hohe Heizwerte und geringe Ascheanteile aus.



Seit März 2017 verbrennt die Abfallgesellschaft direkt in Niehl nun eine kleine Menge des Altholzes, nämlich 350 bis 400 Tonnen jährlich in einem Holzhackschnitzelkessel und versorgt die umliegenden Gebäude so mit Wärme. So bleiben die Transportwege kurz und der Verlust durch den Wärmetransport gering.  

Feinstaubbelastung bleibt gering

Für das neue Nahwärmenetz legte die AVG rund 600 Meter neue Leitungen. Wurden die Einrichtungen vorher mit älteren Gas- und Stromheizungen betrieben, profitieren sie jetzt von der klimafreundlichen Wärme aus Altholz. Dank des Austauschs der Heizungen spart die AVG 485 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Durch den Einsatz moderner und zusätzlicher Filtertechnik optimiert die AVG außerdem die Entstaubung in der Anlage. So liegen die Feinstaubemissionen in Niehl 95 Prozent unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert.

Einfache Handhabung dank Contracting-Modell

Auch der Betrieb der Heizungsanlagen vereinfacht sich: In den Gebäuden sind nur noch kleine Wärmetauscher installiert, die zur Wartung keine Schornsteinfeger und Installateure benötigen. Weiterer Vorteil: Es ist kein platzintensiver Heizungskeller mehr nötig und die Investitionen in neue Heizungsanlagen entfallen ebenfalls. Im Rahmen  eines Contracting-Modells übernimmt die AVG alle anfallenden Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. 


Foto: AVG Köln mbH

„Unsere Maxime ist, aus Rohstoffen der Region Energie für die Region zu erzeugen. Wir produzieren aus Altholz Hackschnitzel, einen erneuerbaren Energieträger. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Unser Nahwärmenetz ist durch den Einsatz von moderner Filter-  und Kesseltechnik zudem sauberer als alte Öl-und Gasheizungen.““

Patrick Dowe, Projektleiter AVG Ressourcen GmbH 




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