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Mobil.Pro.Fit: Berufsverkehr klimafreundlich gestalten

Auf den Verkehrssektor entfallen gut ein Fünftel der CO2-Emissionen in Deutschland. Auch in Unternehmen macht der Bereich Mobilität einen großen Anteil an der betrieblichen Klimaschutzbilanz aus. Verbesserungen lassen sich dabei nicht nur mit Blick auf die großen Logistikketten erzielen, sondern auch direkt an den Unternehmensstandorten. Das Projekt Mobil.Pro.Fit setzt hier an: Betrachtet werden der Unternehmensfuhrpark und Dienstreisen, aber auch die Arbeitswege der Mitarbeiter.

Bis 2016 sollen in verschiedenen Regionen gemeinsam mit Unternehmen Maßnahmen zur Mobilität entwickelt werden, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und weitere Vorteile, wie z. B. die Gesundheitsförderung durch das Fahrradfahren, mit sich bringen.

Die DENA (Deutsche Energieagentur) schätzt das Einsparpotenzial der Treibhausgase (THG) allein bei den Arbeitswegen der Mitarbeiter in Deutschland auf durchschnittlich rund 250 Tonnen pro Unternehmensstandort. Im Rahmen des Modellprojektes Mobil.Pro.Fit sollen insgesamt 160 Betriebe einbezogen werden, so dass THG-Emissionen in Höhe von 40.000 Tonnen pro Jahr eingespart werden könnten.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Große Klimaschutzpotenziale in der betrieblichen Mobilität
  • Positive Umweltschutz- und Gesundheitseffekte
  • Erfolgreicher Test wird in die Breite getragen
  • Zusammenarbeit von Unternehmen und Kommunen

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Foto: Andreas Rother

Klimafreundliche Verkehrsmittel lassen sich clever verknüpfen.



Erfolgreicher Pilot in Westfalen

Das Pilotprojekt fand von 2012 bis 2013 in Dortmund, Hamm und Unna statt und wurde gemeinsam mit der IHK Dortmund durchgeführt. Es nahmen sechs Unternehmen mit insgesamt ca. 5.500 Mitarbeitern teil, die 110 Maßnahmen entwickelten. Dem Ideenreichtum der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter waren keine Grenzen gesetzt: Von bevorzugten Parkplätzen für Fahrgemeinschaften und -börsen, Betriebsfahrrädern für die Fahrt zwischen Bahnhof und Unternehmen bis hin zu Fahrsicherheits- und Spritspartrainings reicht die Palette der eingeführten Maßnahmen.

In den teilnehmenden Regionen, aber auch überregional, will Mobil.Pro.Fit eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und Informationen über innovative Mobilitätsformen, -angebote und -anbieter schaffen. Darüber hinaus fließen die Erfahrungen in die Entwicklung von Standards für erfolgreich durchgeführtes Mobilitätsmanagement und für erfolgreiche Mobilitätsberatung ein, die bisher noch nicht vorliegen.

Enge Beteiligung der Städte und Kommunen

Ein wichtiger Aspekt bei Mobil.Pro.Fit ist der enge Austausch und die Zusammenarbeit der Städte/Kommunen und der Unternehmen. Denn öffentliche Interessen, wie Klima- und Lärmschutz oder Luftreinhaltung, können mit betrieblichen Interessen, wie Kostensenkung, Mitarbeitermotivation und Imageförderung verbunden werden. Das Projekt Mobil.Pro.Fit wird von B.A.U.M. Consult aus Hamm geleitet und vom Bundesumweltministerium gefördert.


Foto: B.A.U.M. Consult GmbH

„Mobilitätsmanagement bildet eine Klammer zwischen dem betrieblichen Energiemanagement und den gesellschaftlichen Umwelt- und Klimaschutzzielen. Mit dem Projektangebot Mobil.Pro.Fit. zeigen wir Betrieben auf, wie sie den Klimaschutz im wahrsten Sinne des Wortes „auf den Weg“ bringen können und gleichzeitig das nachhaltige Wirtschaften stärken.“

Dipl.-Ing. Johannes Auge, Geschäftsführer der B.A.U.M. Consult GmbH




Partner und Förderer


Partner:
  • B.A.U.M. Consult GmbH
  • B.A.U.M. e.V.
Förderer:
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BmUB)