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Mobile Box: Handy-Kreislauf dämpft Raubbau an der Natur

Im Jahr 2012 entwickelten zwei Kölner Studenten ein Rücknahmesystem für gebrauchte Mobiltelefone. Die „Mobile-Box“ schließt eine wichtige Lücke, weil Händler in Deutschland die Altgeräte noch nicht zurücknehmen müssen. An stark frequentierten Orten sorgen Sammelboxen dafür, dass die alten Geräte in den Stoffkreislauf zurückgehen. Dadurch werden Rohstoffabbau (z. B. Gold) und damit verbundene Umweltschäden vermieden.

Handy kaputt. Aber wohin damit? Oft bleibt nur die mühsame Fahrt zum Wertstoffhof. Das führt dazu, dass in deutschen Haushalten nach Schätzungen bis zu 100 Mio. Altgeräte vergeblich auf ihre Folgenutzung warten. Zwei Kölner Studenten wollten das nicht akzeptieren – und konzipierten im Jahr 2012 ein Rücknahmesystem, das die Altgeräte in den Stoffkreislauf zurückbringt...

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Bereits 100 Rücknahme-Standorte in NRW
  • 50 Prozent der Erlöse gehen an BUND NRW
  • Vollständiger Datenschutz bei den Altgeräten
  • Rückführung wichtiger Ressourcen (z.B. Gold)

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Foto: Mobile Box

Die mobilen Boxen laden an stark frequentierten Orten, wie in Supermärkten und öffentlichen Einrichtungen, dazu ein, das alte Handy zu entsorgen. Die Kisten geben Auskunft über die fachgerechte Entsorgung und den damit geleisteten Beitrag zum Umweltschutz.



Infoflyer machen Umweltwirkung transparent, 98 Prozent wird wiederverwertet

Dazu arbeitet Mobile-Box mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zusammen. Jeder Sammelpartner erhält eine Sammelbox, die in Umweltzentren, Supermärkten und öffentlichen Einrichtungen wie z. B. Schulen platziert wird. Jede Sammelstelle erhält Informationsmaterialien wie Flyer und Plakate kostenlos zur Verfügung. Die Flyer informieren umfassend über die positiven Umweltwirkungen des Handy-Recyclings: 98 Prozent der Mobiltelefone kann der zertifizierte und mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnete Recycling-Betrieb Adamec GmbH stofflich wiederverwerten. Zwei Prozent können nach einer vollständigen Datenlöschung sogar innereuropäisch weiter verwendet werden.

Erlöse fließen in Umweltschutzprojekte, 200 Sammelboxen bis Ende 2015 geplant

50 Prozent der Erlöse werden an den BUND NRW gespendet, um damit Umweltschutzprojekte zu unterstützen. Und die Tendenz ist steigend: Mittlerweile gibt es in NRW 100 Rücknahme-Standorte, bis Ende 2015 sollen 100 weitere Sammelboxen dazukommen. 1500 alte Handys fanden auf diesem Weg allein im ersten Halbjahr 2015 ihren Weg in die Wiederverwertung.  

 


Foto: Mobile Box

„Die Vision von Mobile-Box ist es, ein flächendeckendes Rücknahmesystem für alte Handys zu schaffen. Dadurch sollen die 100 Millionen Mobiltelefone, die ungenutzt in deutschen Haushalten liegen, einer umweltgerechten Verwertung zugeführt werden.“

Eric Schumacher, Mitgründer von Mobile Box




Partner und Förderer


Partner:
  • Schumacher, von Pidoll GbR
  • BUND NRW
  • Isimobile