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LenneSchiene: Flussqualität auf ganzer Länge

Die Lenne ist der längste und wasserreichste Nebenfluss der Ruhr. Im Projekt „LenneSchiene“ ziehen acht Anrainer-Kommunen an einem Strang, um den Fluss wieder stärker in die Lebenswelt der Menschen zu integrieren. Mit Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungsmaßnahmen zeigen sie auf einer Länge von 85 Kilometern wie das geht. Auf der „Lenneroute“ lässt sich das alles auch auf einem Radwanderweg erleben, der immer wieder Ausblicke auf den Fluss bietet.

Entlang der Lenne kann man sie beobachten – die Herausforderungen, die sich aus dem Zusammenspiel von Fluss und Bahn, Landschaft und Siedlungen, Industrie und Natur ergeben. Dazu haben sich acht Anrainer-Kommunen zusammengeschlossen, um gemeinsam die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden nachhaltig zu verbessern, die gemeinsame Identität zu stärken und das Lennetal auch für Touristen attraktiv zu gestalten. Mehr als 235.000 Menschen, die in den Lenne-Kommunen zwischen Schmallenberg und Iserlohn leben, und ihre Gäste sollen in Zukunft davon profitieren.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Klimafolgenanpassung durch Flussrenaturierung
  • 140 Kilometer Fahrradwanderweg mit Energiepfad
  • Lebensqualität und neue regionale Identifikation

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Foto: Hans Blossey

Der Blick von oben auf die ökologisch aufgewertete Lenne im Bereich der Thyssen-Wiesen, Finnentrop-Bamenohl. Gut zu erkennen ist auch die Lenneroute.



Renaturierung stärkt den Hochwasserschutz und die Anpassungsfähigkeit des Ökosystems

Einzelne Abschnitte des Flusslaufs wurden im Rahmen des Projektes renaturiert, um wieder ein naturnahes Flussbett herzustellen, möglichst mit einer Verzahnung zu Auen und Sekundärauen. Dadurch werden natürliche Abflussgebiete (Retentionsflächen) geschaffen und Strömungsgeschwindigkeiten reduziert, was einen Beitrag zum Hochwasserschutz in der Region leistet. Im Zusammenspiel mit der Förderung standortgerechter Pflanzen- und Tierarten wird das gesamte Gewässerökosystem widerstandsfähiger und langfristig anpassungsfähiger für weitere Veränderungen.

140 Kilometer langer Radweg zur Naherholung entstanden

Im Zuge des Projektes ist der die Lenne begleitende rund 140 km lange Radwanderweg „Lenneroute“ touristisch aufgewertet worden. Die blaue Flusskilometrierung gibt dem Radwanderer Orientierung an der Strecke, die grünen Hinweisstelen informieren über besondere Ziele rechts und links der Lenne. Gleichzeitig wurde aber auch die Durchgängigkeit und Sicherheit der „Lenneroute“ durch Neubauabschnitte entscheidend verbessert, teilweise konnten diese Baumaßnahmen mit den Renaturierungsmaßnahmen an der Lenne kombiniert werden. Das Projekt „Lenneroute“ ist aber baulich und touristisch noch nicht am Ziel, weitere Verbesserungen haben sich die Akteure der LenneSchiene vorgenommen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf der Einbeziehung der Wasserkraftnutzung entlang der Lenne liegen. 

Bewusstseinsbildung auch für den Klimaschutz

Neben den positiven Effekten für Klima und Umwelt bringt die „LenneSchiene“ den Fluss stärker zurück in das Bewusstsein der Menschen. Mit Aktionstagen wie "Lennelebt!" oder neuen Attraktionspunkten wie dem Vitalpark "TalVital" in Lennestadt-Saalhausen können unterschiedliche Zielgruppen ganz neu angesprochen werden.

In Kombination mit der regionalen Identifikation und gestiegener Lebensqualität tragen die umgesetzten Maßnahmen im Rahmen der „LenneSchiene“ auch zu positiven Effekten für die grundlegende Umwelt- und Klimaschutzwahrnehmung bei.


Foto: Gemeinde Finnentrop

„Mit dem Projekt „LenneSchiene“  entwickeln sich die Kommunen im Lennetal städtebaulich, ökologisch und touristisch enorm weiter und leisten damit einen guten Beitrag für die weitere Zusammenarbeit. Davon wird nicht nur die Lenne als Fluss profitieren, sondern alle, die an der Lenne leben und unsere Region besuchen.“

Dietmar Heß, Bürgermeister der Gemeinde Finnentrop



Partner und Förderer


Partner:
  • Stadt Schmallenberg
  • Stadt Lennestadt
  • Gemeinde Finnentrop
  • Stadt Plettenberg
  • Stadt Werdohl
  • Stadt Altena
  • Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde
  • Stadt Iserlohn
Förderer:
  • Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV)
  • Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk (MWEIMH)
  • Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV)