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LED trifft Print: Clevere Beleuchtungslösungen

LED-Lampen sind wahre Meister im Energiesparen. Im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen lassen sich mit effektiv eingesetzten LEDs über 80 Prozent Energie einsparen. Doch noch funktioniert die Technologie nicht für alle Beleuchtungsbereiche. Unter anderem für Leuchtrahmensysteme, wie sie in Schaufenstern hängen, fehlte bislang eine praktikable und nachhaltige Lösung. Dieser Lücke hat sich die Baumgarten Handelsvertretung gewidmet: unter dem Label „LED trifft Print“ hat der Großhändler für die Druck- und Werbeindustrie eine elegante Lösung für LED-Rahmensysteme entwickelt, die Ressourcen und damit CO2 einspart.

Jeder kennt die in Aluminiumrahmen frei hängenden Poster in den beleuchteten Schaufenstern von Bankfilialen oder anderen Gewerben. Das Fehlen nachhaltiger Lösungen für die dafür genutzten energieintensiven Leuchtrahmensysteme sorgt bislang für hohe Energiekosten und eine schlechte Klimabilanz. Das Projekt „LED trifft Print“ will dies ändern – und verschafft den Werbeflächen zugleich eine verbesserte Beleuchtung. Denn wie in vielen anderen Anwendungsbereichen, ermöglicht die LED-Technologie auch hier, Energieeinsparungen mit Qualitätsverbesserungen zu verbinden. Statt die Poster diffus zu beleuchten, kann von LEDs erzeugtes Licht seitlich in eine hinter das Plakat gelegte Acrylglasplatte eingespeist werden. Auf diesem Weg wird das Plakat flächig erleuchtet und bekommt so die Leuchtkraft und Darstellungsqualität eines Monitors. Für die Nutzer hat das klare Vorteile: Die Poster können mit dieser Lösung auch in stark verdunkelten oder verspiegelten Schaufenstern und bei Nacht gut gelesen werden.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Weiternutzung statt Recycling spart fünf Kilogramm Aluminium pro Rahmen
  • Hohes Anwendungspotenzial
  • Kostengünstige Lösung motiviert zur Umrüstung auf LED

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Foto: Baumgarten Handelsvertretung

Die dünnsten LED-Leuchtflächen, die aktuell gefertigt werden können, sind vier Millimeter  stark und haben eine Lebensdauer von zirka 40.000 Betriebsstunden.



Weiternutzung spart Aluminium

Die unter anderem von verschiedenen Banken genutzten Stahl- und Aluminiumrahmen sind Designklassiker und in ihrer Form relativ schmal. Die bisher existierenden Lösungen für LED-Seiteneinspeisung brauchen jedoch mehr Platz, so dass die Rahmen im Zuge der Umrüstung auf LED komplett ausgetauscht und durch neue ersetzt werden müssten. Eine Neuanschaffung von Aluminiumrahmen ist jedoch eine enorme Belastung für Umwelt und Klima, denn in jedem der so leicht wirkenden Rahmen stecken ganze fünf Kilogramm Aluminium. Ein Kilogramm Primäraluminium ist für über 16 Kilogramm CO2-Ausstoß verantwortlich.

Hier setzt die „LED trifft Print“-Lösung an. Statt die Rahmen auszutauschen, wird bei einem geringfügigen Umbau eine dünnere Acrylglasplatte mit feinerer Rasterung und integrierten LEDs eingesetzt. Das ermöglicht die vollständige Weiternutzung des bestehenden Rahmens und spart viel Material und Geld ein. Nach der Umrüstung sind die einzelnen Plakate und die einzelnen Teile weiterhin leicht auszutauschen, die LEDs leicht zu wechseln und der gesamte Rahmen nach Gebrauch leicht zu zerlegen und in das Recycling zu geben.

Ressourcen-, Energie- und Geldeinsparung

Die von dem Drei-Mann-Unternehmen entwickelte Lösung für ein vermeintlich kleines Problem hat eine beachtenswerte Klimaschutzwirkung: Von der Möglichkeit der Nachrüstung haben inzwischen bereits etwa 40 Sparkassen und Banken  mit  ca.  1424  Rahmensystemen Gebrauch gemacht. Dadurch konnten insgesamt 4,5 Tonnen Aluminium weiterverwendet werden. Im Vergleich zum Aluminiumrecycling bedeutet dies eine CO2-Einsparung von insgesamt rund 15 Tonnen. Zudem bewegt die Möglichkeit der Weiternutzung einzelne Anwender erst dazu, die LED-Umstellung ernsthaft anzugehen. Denn günstiger ist die Weiterverwendung gegenüber neuen Rahmen auch: 200 Euro pro Rahmen lassen sich sparen – das sind schon jetzt  284.000 Euro Ersparnis für die bereits umgerüsteten Sparkassen und Banken.


Foto: Baumgarten Handelsvertretung

„Das bestehende Rahmensystem der Sparkassen wurde mit dem Preis "Die Gute Industrieform" ausgezeichnet. In kaum einem anderen System waren Plakate so leicht und schnell zu wechseln, wie in diesem System. Einziges Manko: die Plakate leuchten nicht. Mich hat die Leichtigkeit der Rahmen so sehr angesprochen, dass wir ein Jahr daran gesessen haben, das Produkt in die Neuzeit zu retten. Zwischenzeitlich hatten wir das Projekt schon aufgegeben. Erst die erneute Anfrage der Kreisparkasse Düsseldorf hat der Lösungsfindung noch mal einen Anschub gegeben und zur heutigen Lösung geführt."

Uwe Baumgarten, LED trifft Print