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Strom ahoi!

Wenn Schiffe im Hafen liegen, benötigen sie eine Stromversorgung. Diesen Job übernehmen meist altmodische Dieselgeneratoren, die gerade in Binnenhäfen die städtische Luft zusätzlich mit Schadstoffen belasten und viel CO2 ausstoßen. Das Kölner Projekt „Landstrom“ will hier Abhilfe schaffen: Die „SmartCity Cologne“ und der Kölner Hafenbetreiber HGK stellen Frachtschiffen im Rheinauhafen kostenlos Stromanschlüsse an Land bereit. So können umweltschädliche Dieselgeneratoren abgestellt und schädliche Emissionen reduziert werden.

Die „SmartCity“ Cologne legt die Schiffe in ihren Häfen an die Leine: Seit dem Jahr 2015 wurden zwölf Anlegestellen im Kölner Rheinauhafen für Frachtschiffe mit einheitlichen Stromanschlüssen ausgestattet. Im Altstadthafen sind drei Anschlussstellen für Fahrgastkabinenschiffe im Bau, im direkt gegenüber gelegenen Deutzer Hafen sind drei weitere in Planung. 

Weil die Schiffe durch die Stromanschlüsse beim Landgang ihre umweltschädlichen Dieselgeneratoren abstellen können, senken sie neben Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen auch die Lärmbelästigung – das freut nicht nur die Anwohner. Die CO2-Einsparungen betragen bereits ca. 1.000 Tonnen pro Jahr.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Einsparung von mehr als 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr
  • Verminderung der Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen
  • Verminderung der Lärmbelästigung
  • Entwicklung eines smarten Bezahlsystems mit hoher Übertragbarkeit

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Foto: Rheinenergie

Schiffe im Hafen KölnNiehl. Hier legen die schwimmenden Riesen für mehrere Monate zu Wartungszwecken an… 



Landstromversorgung im Winterquartier Köln-Niehl

Im Niehler Hafen legen Schiffe über mehrere Monate zu Wartungszwecken an. Dort werden zehn von 30 Schiffen über eine Landstrom-Testinstallation versorgt. Im Winter werden hier Schiffe renoviert, dadurch kann die Nutzungszeit bis zu fünf Monate betragen. Das spart besonders viel CO2 ein.

Schon bald wird das Provisorium soweit erprobt und ausgereift sein, dass das Landstromangebot im Hafen Niehl sukzessive ausgebaut wird. Ziel ist es, schon bald alle 30 hier anlegenden Schiffe mit Landstrom zu versorgen. Der Preis für den Landstrom kann mit dem selbst erzeugten durch bordeigene Dieselgeneratoren konkurrieren.

Einfaches Bezahlsystem senkt Hemmschwelle

Besonders innovativ ist auch das neu entwickelte Bezahlsystem: Dies soll es den Schiffen zusätzlich erleichtern, auf die Landstromvariante umzusteigen. Das moderne Bezahlsystem schickt per SMS einen Code an das Schiffspersonal, so dass die Ladesäulen freigeschaltet werden und die Abrechnung erfolgen kann. Andere Hafenbetreiber sind bereits an dem System interessiert.


Foto: RheinEnergie

„Im Rahmen unserer Aktivitäten zur ‚SmartCity Cologne‘ ist die Landstromversorgung ein vorrangiges Projekt. Allein in Köln gibt es jährlich mehr als 10.000 Schiffsbewegungen, viele davon im Herzen der Stadt. Da ist es uns ein wichtiges Anliegen, diesen Schiffen einen komfortablen Zugang zu sauberer Energie zu bieten. Über die RheinWerke, unser Gemeinschaftsunternehmen mit den Stadtwerken Düsseldorf, arbeiten wir nun zügig am Ausbau des Angebotes.“

Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie 



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  • RheinEnergie AG

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