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Krupp-Gürtel: Von einer industriellen Brachfläche zum klimafreundlichen Stadtviertel

Wo einst die die Schornsteine der Krupp Gussstahlfabrik rauchten, entsteht heute der „Krupp-Gürtel“. Auf einer Fläche, die mit 230 Hektar fast dreimal so groß ist wie die Essener Innenstadt, entwickeln die Stadt Essen und thyssenkrupp gemeinsam hochwertige Standorte für Wohnen, Arbeiten und Erholung. Das groß angelegte Stadtentwicklungsprojekt verbindet das ehemalige Industrieareal im Essener Westen mit der City – und integriert dabei konsequent die Belange von Klimaschutz und Klimafolgenanpassung.

Das thyssenkrupp Quartier – ein Beispiel für nachhaltiges Bauen

Herzstück des Krupp-Gürtels ist das 2010 fertig gestellte thyssenkrupp Quartier. Die Gebäude des neuen Firmensitzes unterschreiten die gesetzlichen Vorgaben für den Primärenergieverbrauch um 58 Prozent. Das innovative Sonnenschutzsystem reduziert den Energieverbrauch maßgeblich, die Abluft der Büros wird durch Wärmerückgewinnung über die zentrale Lüftungsanlage zum Heizen genutzt. Als i-Tüpfelchen wurden zum Großteil regionale Rohstoffe für den Bau verwendet. Das Hauptgebäude Q1 erhielt von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e. V.) das Gütesiegel in Gold.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Innovatives Gesamtkonzept für Quartiersentwicklung
  • thyssenkrupp Konzernzentrale als nachhaltiges Gebäude ausgezeichnet
  • Klimaanpassungs-maßnahmen im Krupp-Park integriert
  • Verbesserung der klimafreundlichen Mobilitätsmöglichkeiten
  • Öffentlich-private Kooperation und Bürgerbeteiligung

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Foto: thyssenkrupp

Das Hauptgebäude des thyssenkrupp Quartiers dient als ein gutes Beispiel für das neue Stadtviertel mit innovativen und energiesparenden Maßnahmen.



Der Krupp Park: Viel neues Grün nah an der City

Naherholung wird im neuen Stadtquartier groß geschrieben. Der bisher 14 ha große Krupp-Park steht für eine große Grünfläche als Teil einer urbanen Klimaanpassungsstrategie, für ein Naherholungsgebiet und für einen neuen Anwohnertreffpunkt. Die große Grünfläche verbessert das Stadtklima und schafft Entlastung bei zukünftig in Folge der Klimaerwärmung zu erwartenden Hitzeperioden. Das intelligente Entwässerungssystem des Parks ist auf zukünftige Starkregenereignisse vorbereitet und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum ökologischen Umbau der Emscher und ihrer Nebenläufe von Abwassergräben zu Reinwasser führenden Bächen: Das Regenwasser aus dem Park und von den Dachflächen des thyssenkrupp Quartiers wird in einem 9.000 qm großen See gesammelt und von dort über einen Kanal zum Borbecker Mühlenbach, einem Nebenlauf der Emscher geleitet.

An klimafreundliche Mobilität wurde bei der Entwicklung des Krupp-Gürtels ebenfalls gedacht. Der auf einer stillgelegten Bahntrasse vom Regionalverband Ruhr (RVR) angelegte Radweg „Rheinische Bahn“ wurde erweitert und eine Straßenbahnlinie ausgebaut.

Die Weiterentwicklung von „Essens neuer Seite“

Im nördlichen Teil des Krupp-Gürtels entwickeln die Stadt Essen und thyssenkrupp Real Estate in  den nächsten Jahren auf 52 ha Fläche ein neues Stadtquartier mit vielfältigen Funktionen und Qualitäten für Wohnen und Arbeiten. Im Zentrum der Fläche soll ein Park mit offenem Wasserlauf entstehen, der mit den grünen Stadträumen und Wasserlandschaften in der Umgebung vernetzt ist.


Foto: Stadt Essen

„Das neue thyssenkrupp-Hauptquartier, der Krupp-Park, der Neubau der Straßenbahntrasse Linie 109 und die Fertigstellung des ersten Abschnitts des Schnellradweges RS1 auf der ehemaligen Rheinischen Bahn sind Mosaiksteine einer neuen Stadtqualität, die für Essen Entwicklung und Fortschritt signalisieren - weit über den Krupp-Gürtel hinaus. Ein gelungenes Beispiel für gemeinsam gelebte Klimaverantwortung.“

Reinhard Paß, Oberbürgermeister



Partner und Förderer


Partner:
  • Stadt Essen
  • EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH
Förderer:
  • Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV)
  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BmVI)
  • EU-Förderung

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