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Industrielles Recycling im großen Stil im Lüner Lippewerk

Drei Schlüsselkompetenzbereiche der REMONDIS am Standort Lünen sorgen dafür, dass Ressourcen geschont und CO2-Emissionen vermieden werden können. Aus industriellen Abfällen und Haushaltsabfällen entstehen im Lippewerk Vorprodukte für die Industrie, werden Abfälle und Reststoffe in Kraftstoffe umgewandelt und nicht zuletzt wird Biomasse aufbereitet und als Energieträger für Biomassekraftwerke genutzt. In diesen drei Kompetenzbereichen werden so jährlich rund 416.000 Tonnen Treibhausgase eingespart.

In zahlreichen Anlagen auf dem Werksgelände von REMONDIS in Lünen werden unterschiedliche Abfälle aufbereitet und für eine weitere Nutzung vorbereitet: Kunststoffe werden zu Granulaten und Schlacken zu Metall. So wird beispielsweise Natriumaluminat zur Abwasserreinigung und als Binde- sowie Weißmittel gewonnen. Ein Teil des in der Alumin-Anlage erzeugten Natriumaluminats wird zur Herstellung von Weißpigmenten für die Putz- und Papierindustrie eingesetzt. Auch REA-Gips, der bei der Entschwefelung der Rauchgase von fossil-befeuerten Kraftwerken entsteht, wird aufbereitet und zu Bindemitteln verfeinert.  

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • 466.400 t CO2 pro Jahr werden insgesamt am Standort Lünen vermieden
  • Recyclingrohstoffe werden für die Industrie, Landwirtschaft und Bürger hergestellt
  • Intelligente und effiziente Weiternutzung und Wiederverwertung von Abfall

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Foto: REMONDIS Lünen, Deutschland

Das Lippewerk in Lünen bei Nacht. Hier werden die unterschiedlichsten Materialien aufgearbeitet und wiederverwertet. Auf diese Weise trägt der Standort zum Klimaschutz bei: Natürliche Rohstoffe werden eingespart und durch Recyclingrohstoffe ersetzt. Die Reste werden energetisch verwertet.



Vom Abfall zum Treibstoff

Eine weitere Anlage vor Ort sorgt dafür, dass Abfälle aus der Fleischherstellung, insbesondere aus Tierfetten, zu Biodiesel umgewandelt werden. Diese Anlage hat die größte einzelne Klimawirkung vor Ort und führt zu einer Einsparung von 160.000 Tonnen Treibhausgasen pro Jahr.

Biomasse optimal nutzen

Nicht nur für die Industrie wird recycelt, sondern auch für die Landwirtschaft und private Haushalte. Das Kompost-/Erdenwerk bearbeitet über 70.000 Tonnen Bio- und Grüngut sowie Altholz und spart damit 7.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Allerdings kann nicht das gesamte angelieferte Grüngut recycelt werden.  Das restliche Material wird jedoch auch energetisch für Biomassekraftwerke genutzt und dient so als regenerativer Energieträger, der eine große Menge mit fossilen Rohstoffen erzeugten Stroms ersetzen kann – etwa 160.000 Megawattstunden pro Jahr.

Insgesamt werden im Lippewerk Treibhausgase in Höhe von fast 470.000 Mg CO2-äq. jährlich eingespart. Diese Menge an Treibhausgasen entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von zirka 50.000 Bundesbürgern, die sie durch ihre gesamte Lebensführung produzieren. Dieses entspricht zudem in etwa der Größe einer Stadt wie Ibbenbüren oder Erftstadt. Verglichen mit der CO2-Einsparung eines Windparks, wie Düren, entspricht die Treibhausgaseinsparung des Lippewerkes in etwa dem eines Windparks von 80 Windrädern.

Projektvideo: Lippewerk Lünen

Video: KlimaExpo.NRW



Foto: REMONDIS Lünen, Deutschland

"Die Recyclingaktivitäten von REMONDIS am Standort in Lünen leisten mit insgesamt 466.400 t eingesparten CO2-Äquivalenten pro Jahr einen erheblichen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Die Anerkennung der Kompetenzbereiche „Vorprodukte für die Industrie", „Stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse" sowie „Aus Abfällen werden Kraftstoffe" als gemeinsames qualifiziertes Projekt der KlimaExpo.NRW zeigt, dass Recycling ein Fortschritts- und Beschäftigungsmotor für NRW und darüber hinaus ist."

Herwart Wilms, Geschäftsführer REMONDIS Assets & Services GmbH & Co. KG



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