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Teambuilding für den Klimaschutz

Auch viele kleine Schritte helfen dem Klima. Die niedrigschwellige Kampagne „Köln spart CO2“ zeigt, wie das geht: Herzstück der Initiative ist ein Internetportal, das CO2-Einsparbeiträge von Bürgern erfasst, deren Größenordnung bemisst und alle Einsparleistungen für ein gemeinsames Einsparziel verknüpft hat.

Wenn viele kleine Leute viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern, sagt ein afrikanisches Sprichwort. Die Botschaft ist auch im Rheinland angekommen, das zeigt das Projekt „Köln spart CO2“:  Die Klimaschutzkampagne warb bei den Bewohnern der Rheinmetropole zehn Monate lang, ihre Einzelbeiträge für den Klimaschutz zum Teil einer Gemeinschaftsleistung zu machen. Über eine gemeinsame Plattform konnten die Kölner ihre Beiträge zur CO2-Einsparung  veröffentlichen und deren Größenordnung schätzen lassen. Kölner Prominente stärkten die Initiative über Postkarten, Poster, Beiträge auf der Webseite etc. und bekannten sich ebenfalls zu persönlichen Klimaschutzmaßnahmen. Das ursprüngliche Einsparungsziel von 500 Tonnen CO2 hat die Kampagne bereits übertroffen.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Niedrigschwelliges Beteiligungsangebot
  • Regt den gesellschaftlichen Dialog an
  • Lerneffekte und gesellschaftlicher Wandel
  • Stärkt Gemeinschaftsgefühl der Kölner Bürger

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Foto: KölnAgenda e.V.

Fotokünstler Andy Kassier



Lerneffekte und Vergleichbarkeit schüren Massendynamik

Noch wichtiger als die CO2-Einsparung aber sind die Lerneffekte, die die Kampagne auslöst: Die Initiative verdeutlicht den teilnehmenden Bürgern, wie und vor allem wie viel sie auch mit kleineren Maßnahmen zum Klimaschutz beitragen können. Das Portal macht so die Vielfalt der Möglichkeiten, CO2 einzusparen, für jedermann sichtbar. Zudem haben alle Beitragenden eine ausführlich begründete Rückmeldung über die Höhe ihrer CO2-Einsparung erhalten. So lernen sie, ihren Beitrag einzuschätzen – im Vergleich zum Gesamtziel, aber auch im Vergleich zu anderen Mitstreitern.

Das Konzept fördert die Massendynamik und diese fördert den gesellschaftlichen Wandel. Das hat auch die KlimaExpo.NRW überzeugt. Auch wenn die Kampagne vorerst beendet ist, ihr Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft. Als bisher einzigartiges Projekt ist „Köln spart CO2“ sehr gut übertragbar auf weitere Städte und Regionen. Der gemeinnützige KölnAgenda e.V. hat wertvolle Erfahrungen mit dieser Art von Kampagnen gesammelt, die nun auch Anderen zur Verfügung stehen. Und selber wird auch weitergemacht: Als Klimaschutz Community.Köln geht es in die nächste Runde.




Partner und Förderer


Partner:
  • KölnAgenda e.V.
  • Stadt Köln
  • RheinEnergie
  • Kölner Verkehrsbetriebe
Förderer:
  • Andere Förderung
  • Stiftung Umwelt und Entwicklung