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Kölner Klimastraße: das Effizienz-Schaufenster

Ein Straßenabschnitt in Köln-Nippes ist zum Testfeld und Demonstrationslabor für das Energiesparen geworden: Anwohner, Hauseigentümer und Geschäftsinhaber präsentieren der Öffentlichkeit Maßnahmen, Produkte und Geschäftsideen rund um das Thema Energieeffizienz – und testen die Innovationen im Alltagsbetrieb.

Ein Teil der Neusser Straße im Kölner Stadtteil Nippes trägt nun einen zweiten Namen: Die „Klimastraße“ zeigt und erprobt energieeffiziente Technologien rund um die Themen Strom, Gas und Wasser – auf engem Raum geballt und sichtbar gemacht für alle Interessierten. So zeigt ein Bildschirm am Empfang des Bezirksrathauses sekundengenau den Stromverbrauch der Gebäudeareale. Als Projekt der Initiative SmartCity Cologne will die Klimastraße die Menschen anregen, Ideen mit nach Hause zu nehmen. Anwohner und Unternehmer, die sich engagieren möchten, erhalten Zuschüsse und kostenlose Beratungsangebote.
Da nicht alle Einzelprojekte auf den ersten Blick sichtbar sind, werden sie zusätzlich durch Hinweisschilder an den Gebäuden kenntlich gemacht.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Schaufenster für innovative Einspartechnologien
  • Testgebiet für Unternehmen und Konsumenten
  • Intensive Öffentlichkeitsarbeit initiiert eine Mitmachkultur

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Foto: RheinEnergie AG

Beschilderungen kommunizieren Einzelmaßnahmen auf der Klimastraße für die Öffentlichkeit. Die Schilder stellen die durchgeführten Projekt und ihren Nutzen kurz vor, außerdem führen sie beteiligte Sponsoren auf.



LED-Umrüstung könnte Strom für 1.100 Haushalte sparen, smarte Technologien drücken Heizkosten

Die Kölner Klimastraße zeigt den Besuchern, was möglich ist: Durch die Umrüstung von konventioneller auf LED-Beleuchtung sparen bereits 16 Geschäfte und Gewerbebetriebe an der Klimastraße zwei Drittel ihres vorherigen Strombedarfes ein. Das entspricht mehr als 400.000 Kilowattstunden Strom und rund 250 Tonnen CO2. Der Austausch des Beleuchtungssystems amortisiert sich in der Regel schon nach drei bis vier Jahren – auch ohne öffentliche und Projektzuschüsse, die es in diesem Fall gab. Würden alle an der Klimastraße angesiedelten Gewerbebetriebe umrüsten, könnte die Vorzeige-Straße fast vier Millionen Kilowattstunden und mehr als 2.000 Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von mehr als 1.100 Haushalten.

Außerdem konnten die Anlieger bislang eine Mikro-KWK-Heizungsanlage, eine E-Ladesäule sowie SmartGrid-Messstellen in Trafostationen und Unterverteilungen in Betrieb nehmen. Smart-Home-Anwendungen und Smart Meter drücken in Privatwohnungen des Nippes Towers und in einem Buchladen die Heizkosten um durchschnittlich sieben Prozent.

 

Straßenfeste machen Einspartechnologien in der Bevölkerung bekannt 

Das Projekt fordert nicht nur die anliegenden Hauseigentümer, Gewerbebetriebe und Geschäfte zum Mitmachen auf: Öffentliche Veranstaltungen machen die „smarte“ Energiewelt auch für Außenstehende erlebbar. 20.000 Besucher kamen zum vorigen Klimastraßenfest, die sich unter anderem an einem Stand der RheinEnergie AG zum Thema „Energiesparen“ informieren und Anschauungsobjekte bestaunen konnten.


Foto: RheinEnergie AG

„Durch das Projekt Klimastraße kann die RheinEnergie AG für jedermann sichtbar ihre Aktivitäten in Fragestellungen der Energieeffizienz und damit des Klimaschutzes präsentieren. Wir verstehen die Klimastraße als Pilotprojekt der Initiative SmartCity Cologne. Dabei werden Geschäftsleute, Unternehmen sowie Anwohnerinnen und Anwohner bestmöglich beteiligt und können auch Vorschläge für eigene Maßnahmen einbringen. Das neueste Beispiel ist eine Führung durch Nippes, in der auch die Klimastraße erläutert wird.“

Dr. Andreas Cerbe, Netz- und Technikvorstand



Partner und Förderer


Partner:
  • RheinEnergie AG, Köln
  • SmartCity Cologne

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