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VIVAWEST baut Europas größten Eisspeicher

Seit dem Jahr 1990 hat der Wohnungsanbieter VIVAWEST die CO2-Emissionen seiner Wohnungen pro Quadratmeter Wohnfläche fast halbiert. Mit dem Bau einer Mehrgenerationen-Klimaschutzsiedlung in Köln-Porz spart das Unternehmen pro Jahr weitere 146 Tonnen CO2 ein – und geht technologisch neue Wege: Mit dem bis dahin größten Eisspeicher Europas.

Beim Bau der Mehrgenerationen-Klimaschutzsiedlung in Köln-Porz verfolgte VIVAWEST nicht nur ökologische Ziele: Die Wohnungen sollten barrierearm sein und über eine attraktive Ausstattung für alle Generationen verfügen. Die Nähe zum Krankenhaus ermöglicht zudem bei Bedarf die Nutzung von ergänzenden Notruf- und Serviceangeboten.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Klimaschutzsiedlung für alle Generationen
  • Eisspeicher flexibilisiert die solare Energienutzung
  • Die Bewohner genießen hohe Wohnqualität
  • 146 Tonnen CO2 gespart

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Foto: Dirk Bannert

Das Wasser im 1.200 Kubikmeter großen Speicher hat in der Regel eine Temperatur im Bereich der Bodentemperatur. Die Wärmepumpe hebt diese auf das erforderliche Temperaturniveau 32 °C an. Insbesondere mit Hilfe der Solarabsorber wird die dem Speicher entnommene Wärme wieder ersetzt. Im Frühjahr, wenn keine Wärme zugeführt wird, vereist der Speicher. Die Kälte kann dann im Sommer direkt über die Wärmetauscher an die Fußbodenheizung abgegeben und zur Kühlung der Wohnräume genutzt werden.



Heizung im Winter, Kühlung im Sommer – mit einem der größten Eisspeicher im Wohnungsbau

Heraus kam dabei eine Klimaschutzsiedlung mit Superlativ: Die Mehrgenerationen-Siedlung bezieht ihre Energie aus Licht und Wärme, um sie dann in einem der größten Eisspeicher Europas zu speichern. Der 1.200 Kubikmeter große Speicher ist ungedämmt in das Erdreich eingebaut und nutzt so auch noch die vorhandene Erdwärme der Umgebung, da das Wasser im Eisspeicher in der Regel kälter ist als die Umgebungstemperatur des Bodens. Im Winter hebt eine Wärmepumpe die Temperatur auf das erforderliche Niveau an, um die Wohnungen der Siedlung zu beheizen und das Warmwasser bereitzustellen.
Die so entnommene Wärme füllen die auf den Dachflächen installierten Solarabsorber wieder auf. Sie nehmen die Wärme des Sonnenlichts und der Atmosphäre auf und führen sie dem Speicher zu. Darüber hinaus wird auch die Wärme aus der Abluft der Wohnungen an den Energiespeicher abgegeben.

Seinem Namen alle Ehre macht der Eisspeicher dann aber erst im Frühjahr am Ende der Heizperiode. Wenn die Einspeisung von solarer Energie jahreszeitlich bedingt gering ist, nutzt er die latente Wärme, die beim kontrollierten Gefrieren des Wassers zusätzlich frei wird.
Infolge der geringen Wassertemperaturen kann der Speicher im Sommer über die Wärmetauscher auch Kälte an das Fußbodenheizungssystem abgeben, das dann bei Bedarf alternativ auch zur Kühlung der Wohnräume genutzt werden kann.

Eine von „100 Klimaschutzsiedlungen“ der EnergieAgentur.NRW

Die Klimaschutzsiedlung Köln-Porz gehört zum Projekt „100 Klimaschutzsiedlungen“ der Energie Agentur.NRW. Ihre innovative Art der Energieversorgung kommt nicht nur dem Klima zugute, sondern auch den Bewohnern: Roswita Pütz aus Haus Nr. 7 lobt: „Hier wurde die neueste Heiztechnik verbaut, die Nebenkosten sind dadurch sehr niedrig. Hier hat man echte Wohnqualität.“


Foto: Michael Wolff Fotografie/Junkers

„Der saisonale Energiespeicher ist dank der in der warmen Jahreszeit gewonnenen regenerativen Energien im folgenden Winter die zentrale Energiequelle zur Gebäudebeheizung und zur Warmwasserbereitung. Durch diese Kombination von Speichertechnik und den Einsatz von Umweltwärme können die Kosten für die Nutzer langfristig auf einem günstigen Niveau gehalten werden.“

Dipl.-Ing. Ulrich Farwick, Portfolio Management / Grundstücksentwicklung, VIVAWEST



Partner und Förderer


Partner:
  • VIVAWEST GmbH
Förderer:
  • Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV)
  • KfW-Bank
Beratungsstellen:
  • EnergieAgentur.NRW

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