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Effizient und klimafreundlich: Der Tengelmann Klimamarkt

Als erster CO2-freier Supermarkt in Deutschland übernimmt der Tengelmann Klimamarkt eine Vorreiterrolle im Lebensmitteleinzelhandel. Durch weitreichende Effizienzmaßnahmen konnte der Energieverbrauch um die Hälfte gesenkt und der jährliche Treibhausgasausstoß um rund 175 Tonnen reduziert werden.

Im Oktober 2008 wurde eine Tengelmann-Filiale in Mülheim an der Ruhr zum ersten klimaneutralen Supermarkt Deutschlands umgebaut. Lediglich acht Wochen waren dazu nötig. Das Pilotprojekt ist in die Klimainitiative der Unternehmensgruppe Tengelmann eingebettet. Diese soll zeigen, dass energieeffizienter und umweltbewusster Filialbetrieb im Lebensmitteleinzelhandel möglich ist. Dafür weist der Klimamarkt ein nachhaltiges Konzept mit energieeffizienten Technologien und Innovationen auf, die den Energieverbrauch im Vergleich zu einem herkömmlichen Supermarkt halbieren und den verbleibenden Bedarf ausschließlich auf Basis erneuerbarer Energiequellen bereitstellen.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Erster CO2-freier Supermarkt Deutschlands
  • Vorreiterrolle im Lebensmitteleinzelhandel
  • Energieverbrauch um 50% gesenkt
  • Reduktion des jährlichen THG-Ausstoßes um rund 175 Tonnen

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Foto: Tengelmann Warenhandelsgesellschaft

In einer Bauzeit von nur acht Wochen wurde 2008 eine Tengelmann Filiale in Mülheim an der Ruhr zum ersten Klimamarkt umgebaut. Umfassende Effizienzmaßnahmen reduzierten den Energieverbrauch um die Hälfte und senken somit den jährlichen der THG-Ausstoß um rund 175 Tonnen.



Das Klima ist König

Um die hohen energetischen Anforderungen des Marktes zu erfüllen, wurden die einzelnen Gewerke (Lüftung, Kälte, Licht und Heizung) in ihren Funktionsweisen untereinander abgestimmt. Ein Prozessrechner sammelt dazu aus einer Vielzahl von Messpunkten die notwendigen Informationen und regelt die Betriebsverhältnisse jeweils auf seine optimalen Arbeitspunkte. So erfolgt beispielsweise die Wärmebereitstellung des Marktes zu rund 75 Prozent über eine Rückgewinnung der Kühlanlagenabwärme. Die verbleibenden 25 Prozent werden durch sechs oberflächennahe Erdwärmesonden in Verbindung mit einer Wärmepumpe abgedeckt. Dadurch besteht im Sommer wiederum die Möglichkeit, Wärme aus dem Gebäude aufzunehmen und in das Erdreich abzuführen. Darüber hinaus leisten beispielsweise auch die Lichtsteuerung, mit Glastüren oder Glasschiebedeckeln ausgestattete Kühlmöbel, eine Regenwasserzisterne sowie Ökostrom aus einer 1.140 m² großen Photovoltaikanlage ihren Beitrag, um jährlich rund 175 Tonnen CO2 im Vergleich zu einem konventionellen Supermarkt einzusparen.

Vom Pilotprojekt in die Fläche

Im Rahmen eines kontinuierlichen Monitorings konnten wichtige Energieverbrauchswerte gemessen werden. Die daraus gewonnenen Erfahrungen flossen direkt in die Baubeschreibung für Märkte bei Kaiser’s Tengelmann ein und reduzieren seitdem auch über Mülheim hinaus den Treibhausgasausstoß.


Foto: Tengelmann Warenhandelsgesellschaft

Die Energieeinsparungen des Marktes haben die theoretischen Berechnungen bestätigt und führen zu einer Klimaschonung und Betriebskostenreduzierung. Es war spannend in dem Projektteam mitzuarbeiten und über die Vielzahl der entstandenen Ideen zu diskutieren und die besten mit umsetzen zu dürfen.“

Babette Nitschke, Mitarbeiterin im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit der Tengelmann Energie



Partner und Förderer


Partner:
  • Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG
  • Kaiser’s Tengelmann GmbH
Beratungsstellen:
  • EnergieAgentur.NRW

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