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Klimakommune Bocholt: Schaufenster für Klimaschutz

Die Stadt Bocholt ist im Jahr 2009 (neben der Gemeinde Saerbeck) als Siegerin aus dem Wettbewerb Klima plus – Klimakommunen der Zukunft hervorgegangen. Als NRW-Klimakommune zeigt Bocholt wie mit vielen kleinen Schritten ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann. Die durchgeführten  Maßnahmen könnten nahezu überall in NRW kopiert werden.

Mit dem Ziel, den Wärmeschutz in der Stadt zu verbessern, wurden sämtliche Bocholter Dächer mit einem Thermalscanner überflogen.  Hierdurch sollen den Hausbesitzern der Gebäudezustand und mögliche Verbesserungspotentiale aufgezeigt werden.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Viele kleine Schritte zum Klimaschutz
  • hohe Übertragbarkeit
  • 30.000 Tonnen CO2-Einsparung allein durch Altbausanierung
  • Verankerung von Klimaschutz in der Stadtkultur

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Foto: Ralf Göppert, Stadt Bocholt

Bocholt war bereits ausgezeichnete Fahrradstadt. Aber auch hier ließen sich noch neue Ideen entwickeln und umsetzen.



Außerdem  konnte ein für Bocholt typisches Klinkerhaus aus den 50er Jahren während seiner Sanierung als „offene Baustelle“ besichtigt werden. Aus dem Altbau wurde ein modernes, attraktives und vor allem energieeffizientes Gebäude mit hoher Wohnqualität. 

Bisher wurden durch Altbausanierungen in Bocholt bereits ca. 30.000 t CO2 eingespart!

Begrünung als Klimafolgenanpassung

Aber nicht nur alte Häuser begutachten die Bocholter, sondern auch die Folgen des Klimawandels. So analysierte ein Fachbüro für das Bocholt Stadtgebiet die möglichen Effekte zukünftiger extremer Regenfälle. Dach- und Fassadenbegrünungen werden initiiert und aktiv unterstützt. Sie filtern Staub und Schadstoffe und werten Gebäude optisch auf. Dachbegrünungen haben darüber hinaus nicht nur Kühlungs- und Dämmungseffekte, sondern können einen wichtigen temporären Zwischenspeicher bei Regen darstellen. Das Potential hierfür ist in Bocholt hoch (1,6 Mio. qm geeignete Dachfläche) und der Aufwand gering

Radtrends in Bocholt

Neben den Themen Wärmeschutz und Klimafolgenanpassung spielt auch das Thema Mobilität eine wichtige Rolle. Die Fietse – wie das Fahrrad hier heißt – ist in der Stadtkultur fest verankert. Bocholt wurde zum dritten Mal in Folge als Deutschlands fahrradfreundlichste Stadt (mit weniger als 100.000 Einwohner) ausgezeichnet. Trotzdem konnten auch hier noch Verbesserungsmöglichkeiten gefunden werden, wie z. B. neu geschaffene Schnellradwege und die Umsetzung der Fahrradmesse RADTRENDS. Diese findet am 11. und 12. April 2015 übrigens schon zum dritten Mal in Bocholt statt.

Gemeinsame Maßnahmen für gesellschaftlichen Wandel

Über die Vielzahl der wahrnehmbaren Maßnahmen in der Stadt wird der gesellschaftliche Wandel befördert. Klimaschutz wird zum Identitätsfaktor für die Bürgerinnen und Bürger. In der Verwaltung und lokalen Politik ist Klimaschutz inzwischen als Thema fest verankert und die Zahl der lokalen Institutionen, die sich einbringen, wächst.



Partner und Förderer


Partner:
  • Stadt Bocholt
Förderer:
  • Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV)

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