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Erdwärme für den Bonner Bogen

Das 2009 eröffnete Design-Hotel Kameha Grand in Bonn versorgt das neu entwickelte Rheinufer- Areal „Bonner Bogen“ mit Wärme: Eine Geothermieanlage erhitzt Brunnenwasser auf bis zu 50 Grad Celsius. Ein Aquiferspeicher – eine wasserhaltige Schicht unter der Erdoberfläche – sorgt dafür, dass die Anlage sogar im Winter 60 bis 80 Prozent der Wärmeversorgung übernehmen kann. Reversible Wärmetäuscher machen möglich, dass das System im Sommer auch kühlt.

Das Hotel Kameha Grand besitzt ein Energiekonzept, das die Umwelt entlastet und das Gebäude unabhängiger von fossilen Energieträgern macht. Der Clou dabei: Das Design-Hotel nutzt die Wärme des Grundwassers, um die 60.000m2 Büro-, Hotel- und Gastronomiefläche mit Wärme und Kälte zu versorgen...

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Einsparung von 400 Tonnen CO2 pro Jahr
  • Einsparung von 1.700 MWh Primärenergie pro Jahr
  • Neuartiges, wirtschaftliches Energiekonzept
  • Einer der größten Anlagen dieser Art in Europa

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Foto: BonnVisio Gruppe

Der neu entwickelte Bonner Rheinbogen besteht aus einem Gebäudekomplex mit 60.000m2Büro-, Hotel- und Gastronomiefläche auf dem Gelände eines alten Zementwerks. 80 Prozent dieses Komplexes wird mit Wärme und Kälte vom Grundwasser aus sechs Brunnen versorgt, die auf das gesamte Gelände verteilt sind.



Wärme aus dem Aquifer

Der Hauptbestandteil des neuartigen Energiekonzeptes ist eine Geothermieanlage, die aus einem bis zu 28 Meter tiefen Saugbrunnen Wasser aus einem Aquiferspeicher entnimmt. Wärmetauscher übertragen die Wärme auf einen Sekundärkreislauf und erhöhen die Temperatur durch Wärmepumpen von rund 13°C auf bis zu 50°C. Da die Wärmepumpen auch umkehrbar sind, können sie die Temperatur im Sommer auf bis zu 6°C absenken und sorgen für nahezu den kompletten Kältebedarf des Gebäudes. Das Wasser wird schließlich über einen zweiten Brunnen wieder zurück in den Aquifer geleitet.

Energieeffizienz und Elektromobilität

Darüber hinaus verbessert das Kameha Grand Hotel seine Energieeffizienz durch viele kleinere Maßnahmen: Das Hotel setzt LED-Beleuchtung und Bewegungsmelder in öffentlichen Bereichen ein und senkt so den Stromverbrauch. Die Gäste können zudem E-Bikes und Elektroautos mieten.
Der renommierte MIPIM Award der internationalen Immobilienwirtschaft bestätigte 2010 die architektonische und energetische Qualität des Projektes.


Foto: BonnVisio

„Mit diesem System sparen wir jedes Jahr rund 1.700 MWh Primärenergie und 400 Tonnen CO2 ein. Die effiziente Geothermieanlage in Verbindung mit dem optimierten Aquifer-Speichersystem machen das ebenso möglich wie ein Gebäudekonzept mit niedrigem Temperaturniveau und die ständige Optimierung der Gebäudetechnik und Raumsteuerung.„

Martin Jung, Geschäftsführer EcoVisio GmbH
 



Partner und Förderer


Partner:
  • BonnVisio-Gruppe
  • Kameha Grand Betriebsgesellschaft mbH

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