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Systemlösung für Autowaschanlagen: Prozessoptimierung und Solarthermie für Clean Line in Ratingen

Autowaschanlagen werden gerade an sonnigen Tagen stark in Anspruch genommen. Die Anlage der Firma Clean Line GmbH in Ratingen wurde aus diesem Grund mit Hilfe einer ausgeklügelten Systemlösung optimiert, um die Energie der Sonne direkt nutzbar zu machen und gleichzeitig die Prozesse effizienter zu gestalten. Die Lösung namens Hotdrop erhöht dabei nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Anlagen, sondern leistet ebenso einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

In einer Autowaschanlage müssen neben dem eigentlichen Waschwasser auch der Waschplatz sowie die Zu- und Abfahrten der Waschanlage beheizt werden, damit diese auch bei niedrigen Außentemperaturen nicht einfrieren. In den meisten Fällen wird die benötigte Wärmemenge für den Betrieb der Waschanlagen durch die Verbrennung fossiler Energieträger bereitgestellt. Mit Hilfe der Hotdrop-Systemlösung des gleichnamigen Unternehmens wird die benötigte Wärme der Anlage in Ratingen hingegen zu 23 Prozent aus Erneuerbaren Energien bereitgestellt. Ergänzend dazu wird mit der neuen Steuerungssoftware der gesamte Waschprozess überwacht und optimiert, sodass die Effizienz der gesamten Anlage um 22 Prozent gesteigert werden konnte.
 

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Nutzung der Sonnenenergie dann, wenn sie vorhanden ist
  • Prozesskostenoptimierung durch Effizienzsteigerung
  • Kombination Klimaschutz und Rentabilitätssteigerung

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Foto: HOTDROP

Die Clean Line-Waschanlage Ratingen gehört zu einer der größten solarthermisch unterstützen Auto-Waschanlagen in ganz Deutschland.



Einsparungen durch Solarthermie und Prozessüberwachung

Insgesamt wurden im Zuge der Umrüstung mit Hotdrop 51 solarthermische Kollektoren mit einer Leistung von 83 Kilowatt auf dem Dach der Clean Line-Anlage verbaut. Damit handelt es sich um eine der größten solarthermisch unterstützten Autowaschanlage Deutschlands. Die Solarkollektoren, die der Warmwasserbereitung dienen, stellen durchschnittlich zirka 55.000 Kilowattstunden Wärme jährlich zur Verfügung und sparen somit fossile Energie ein. Einen weiteren bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leistet die von Hotdrop eigens entwickelte Steuerungs- und Überwachungssoftware, die seitens des Herstellers installiert wurde. Die Software bildet detaillierte Informationen des Waschprozesses und aller eingebundenen Wärmemengen ab. Über die Auswertung der generierten Daten erfolgt eine softwaregesteuerte Optimierung der Wärmebereitstellung und -nutzung. Mit Hilfe der Maßnahmen werden in der Ratinger Autowaschanlage nun jährlich rund 94.000 Kilowattstunden Wärme und 40 Prozent der aufzuwendenden fossilen Energie eingespart. Die erzielte Effizienzsteigerung und die Nutzung der Solarthermie sparen insgesamt eine CO2-Menge von rund 12,7 Tonnen im Jahr ein. Diese Einsparung entspricht einer CO2-Aufnahme von zirka 1016 Bäumen.

Hotdrop-Systemlösung ist übertragbar

Neben dem Autowasch- und Pflegecenter in Ratingen wurden bereits sieben weitere Anlagen in NRW mit der Hotdrop-Systemlösung umgerüstet, die zusammen eine Einsparung von 72,3 Tonnen CO2 pro Jahr erzielen. Dies entspricht einer Menge an CO2, die 5,5 Hektar Wald in Deutschland aufnehmen können.


Foto: HOTDROP

Gerade im Clean Line-Waschpark erhöht die Hotdrop-Systemlösung nicht nur die Betriebssicherheit im Bereich des Wärmemanagements, sondern trägt wesentlich zum Klimaschutz bei, da das System den CO2-Ausstoß bedeutend reduziert. Die Einbindung der Solarthermie und die Optimierung der Prozesswärme führt zu einer lukrativen Rentabilitätssteigerung.

Ingo Zehnpfenning, Projektleiter Hotdrop



Partner und Förderer


Partner:
  • HOTDROP
  • Dachdeckermeisterbetrieb Julian Dauber
  • Heizungsbaumeister Hamulczyk
  • Zürner technologies GmbH
  • ems-ing Statik Dipl.-Ing. Peter Steffen

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