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Mit gutem Beispiel voran: Die Grundschule Haarhausen

Im Rahmen der Teilnahme an dem bundesweiten Projekt „Niedrigenergiehaus im Bestand für Schulen“ der Deutschen Energieagentur hat die Stadt Wuppertal ein Musterbeispiel für nachhaltiges Gebäudemanagement erarbeitet. Nach der energetischen Sanierung der Grundschule Haarhausen im Jahr 2009 lagen der Primärenergiebedarf des Gebäudes bei 74 Prozent und die Transmissionswärmverluste 64 Prozent unterhalb der Neubauanforderungen der zu dieser Zeit gültigen Verordnung (EnEV 2007). Da das 1970 gebaute Gebäude baugleich mit neun anderen Schulen im Stadtgebiet ist, dient das Projekt auch heute noch als Musterbeispiel für Nachahmer.

Innovative Technik macht die Schule zu etwas ganz besonderem: Eine neue Abluftanlage steuert den Luftaustausch, führt nach Bedarf frische Luft in die Klassenräume und verbessert damit auch die Luftqualität und -hygiene. Um die Isolierung zu optimieren wurden die Fassade, das Dach und die Kellerdecke neu aufgebaut und jeweils mit einer starken Dämmung versehen. Darüber hinaus wurden Kunststofffenster mit Dreifachverglasung und thermisch getrenntem Randverbund eingebaut. Die Ölheizung wurde durch einen Holzpelletkessel mit digitaler Regelung ersetzt. 

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Etablierung von Sanierungsstandards für Schulgebäude
  • 25 Prozent Reduktion des Energieverbrauches
  • Das ursprüngliche Ziel, den Primärenergiebedarf und die Transmissionswärmeverluste um 40 Prozent zu reduzieren, wurde deutlich unterschritten
  • Green Building-Plakette der EU

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Foto: Frank Buetz, Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal

Die Grundschule Haarhausen als Beispiel von der „Wuppertaler Schultyp“ musste  dringend saniert werden. Die umgesetzten Maßnahmen konnten den Energieverbrauch um 25% verringern.



Kohlendioxidausstoß um 91 Prozent verringert

Insgesamt senkten die umgesetzten Maßnahmen den Gesamtenergieverbrauch um nahezu 75 Prozent und sparen insgesamt 77 Prozent der jährlich benötigten Heizenergie, was ca. 11.000 Euro entspricht. Das Projekt wurde mit der Green Building-Plakette der Europäischen Kommission ausgezeichnet und Teil der Effizienzhausroute Wuppertal/Remscheid der bergischen Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH. Hier werden Themenrouten für bestpractice Beispiele gebildet, die Besucher über Innovationen im energieeffizienten Bauen informieren.


Foto: Privat

„Das GMW hat entschieden, mit der Grundschule Haarhausen an einem Beispiel des "Schultyps Wuppertal" (gesamt 9 baugleiche Gebäude auf Stadtgebiet), hocheffiziente Sanierungsstandards zu erproben und zu etablieren. Somit wird nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz geleistet, sondern auch der Haushalt der Stadt für die Zukunft entlastet. Diese energetische Sanierung war im Jahr 2009 ein Startschuss für eine Vielzahl weiterer energetischer Sanierungen in den Folgejahren.“

Christian Gleim, Funktionsbereichsleiter Energie- und Umweltmanagement des GMW



Partner und Förderer


Partner:
  • Stadt Wuppertal - Gebäudemanagement (GMW)
Förderer:
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BmUB)
Beratungsstellen:
  • Neue Effizienz - Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH