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Gymnasium Baesweiler: vorbildliche Gebäudesanierung für Optik und Klima

Das Gymnasium Baesweiler ist nach einer energetischen Gebäudesanierung eine der ersten Schulen Deutschlands, die nach Passivhaus-Neubaustandard zertifiziert sind. Das Ergebnis ist ein innovatives Schulgebäude, das sich optisch bestens ins Stadtbild einfügt, über 90 Prozent Heizenergie und jährlich 350 Tonnen CO2 einspart.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Einsparung von 90% Heizenergie und damit 350 Tonnen CO2 pro Jahr
  • Sanierung auf Passivhausstandard
  • Optisch attraktive Vorhang-Fassade
  • Automatisiertes LED-Lichtkonzept

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Foto: Rongen Architekten


Umfangreiche energetische Sanierungsmaßnahmen

Es wurde eine völlig neue wärmegedämmte und hinterlüftete Vorhang-Fassade errichtet, die Fenster wurden dreifachverglast. Im Sommer kann die Schule jetzt passivgekühlt werden. Dazu verhindert ein automatisierter Sonnenschutz das Überhitzen der Räume. Durch eine Lüftungsanlage wird die Gebäudemasse mit Nachtluft abgekühlt.

Zusätzlich kann die Zuluft über eine Erdsondenanlage vorgekühlt werden. In Verbindung mit einer Wärmepumpenanlage lässt sich die Anlage auch zur Beheizung nutzen. Geheizt wird dabei zu 70 Prozent mit Erdwärme. Die Warmwasserversorgung der Turnhalle stellt eine thermische Solaranlage sicher. Lichtsensoren und Bewegungsmelder sorgen zudem für eine bedarfsgerechte Schulbeleuchtung. Insgesamt verbraucht das Gymnasium damit nur noch so viel Energie wie ein großes Mehrfamilienhaus.

Ein Projekt, das „hängen bleibt“

Die auch optisch attraktive Vorhang-Fassade des Passivhauses besteht aus recycelbaren HPL-Platten (high pressure laminate) in unterschiedlichen Formaten und Graustufen. Diese können auch noch Jahre später einfach unauffällig ausgetauscht werden. Durch die auffällige Optik behalten auch die Schüler und Bürger die Themen Klima und Umwelt immer im Blick.

Zudem werden die Auswirkungen der energetischen Sanierung per Monitoring bewertet – finanziert von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Durch die systematische Erfassung von Betriebsdaten und Nutzerverhalten will die Stadt so über den Passivhausstandard hinaus nochmals bis zu 30 Prozent Energie einsparen.


Foto: Privat

„Zahlreiche Maßnahmen wurden ergriffen, um das Potenzial, das ein solcher Gebäudekomplex birgt, nutzen zu können. Wir freuen uns über die Wertschätzung, die uns durch die Aufnahme in die KlimaExpo.NRW entgegengebracht wird und hoffen, so Vorbild für andere sein zu können.“ 

Ralf Peters, Projektleiter der Stadt Baesweiler



Partner und Förderer


Partner:
  • Gebäudemanagement der Stadt Baesweiler
  • Passivhaus Institut
  • DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Förderer:
  • Land NRW
Beratungsstellen:
  • EnergieAgentur.NRW