DE EN

Landschaftsräume erleben

Naherholung, Naturschutz und die Sicherung von landwirtschaftlicher Fläche: Mit diesen drei Zielen haben die Städte Bonn, Bornheim, Niederkassel, Troisdorf, Sankt Augustin und die Gemeinde Alfter in dem interkommunalen Projekt „Grünes C“ die für sie prägenden Landschaften zu einem 35 Quadratkilometer großen Erlebnisraum verbunden.

Das interkommunale Projekt ist Teil der Regionale 2010 in der Region Köln/Bonn, die unter dem Motto „Brückenschläge“ stand. Und genau dies passiert hier: In Form eines „C“s wird über den Rhein hinweg eine grüne Brücke zwischen dem Naturpark Rheinland und dem Naturpark Siebengebirge geschlagen.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Sicherung von Landschaftsräumen
  • Stärkere Bewusstseinsbildung für Natur- und Kulturlandschaften
  • Anreize für klimafreundliche Naherholung

1 von 7

Foto: Stadt Bonn

Blühfelder setzen Farbtupfer und können von den Spaziergängern betreten werden.



Schutz vor Flächenversiegelung in dichtbesiedelter Region

In einer Region mit wachsender Besiedelung hat sich das Projekt den Schutz großer zusammenhängender Landschaftsräume vor weiterer Versiegelung zum Ziel gesetzt. Nicht nur bleiben wichtige landwirtschaftliche Flächen erhalten, auch als CO2-Senke trägt das Grüne C zum Klimaschutz bei. Darüber hinaus bleibt die Funktion als Frischluftentstehungsgebiet und -schneise erhalten; das stärkt die regionale Widerstandsfähigkeit für die Folgen des Klimawandels.
Linksrheinisch sind vor allem landwirtschaftliche Flächen Teil des Grünen C. Der rechtsrheinische Raum ist stärker von Wiesen- und Auenlandschaften geprägt. Bewohner und Besucher erleben das kulturelle Erbe und die vielfältigen wertvollen Naturräume in der Region.

60 Kilometer Wegesystem schaffen Anreize für klimafreundlichen Verkehr

Auf dem 60 Kilometer langen Wegesystem lässt sich die Region nun bestens zu Fuß oder mit dem Fahrrad erleben. Damit wird der automobile Freizeit- und Naherholungsverkehr reduziert. In den beteiligten Kommunen leben etwa 400.000 Menschen mit relativ direktem Zugang auf das Grüne C.
Aber auch über das Erleben des Landschaftsraums hinaus lässt sich Vieles entdecken, z.B. die „Villa Fortuna“ in Bornheim. Die gut erhaltenen Grundrisse und Überreste eines alten römischen Landhauses konnten durch die Integration in das Grüne C erhalten werden.

Natur wird wieder bewusster wahrgenommen

Teilprojekte wie Bürgergärten und Selbsterntefelder im Grünzug Buschdorf-Rosenfeld oder die „Gärten der Nationen“ in Sankt Augustin, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur gemeinsam gärtnern, erhöhen weiter die Lebensqualität in der Region. Solch praktische Ansätze, aber auch das In-Szene-setzen der Landschaft und zahlreiche Veranstaltungen (Vorträge, Fahrradtouren, Workshops etc.), tragen zur Bewusstseinsbildung im Natur- und Klimaschutz bei.


Foto: Stadt Sankt Augustin

"Die regionalen Kulturlandschaften werden nicht nur geschützt, sie sind nun auch ganz anders zu entdecken und zu erleben." Interkommunaler Arbeitskreis Grünes C



Partner und Förderer


Partner:
  • Stadt Bonn
  • Stadt Bornheim
  • Stadt Niederkassel
  • Stadt Troisdorf
  • Stadt Sankt Augustin
  • Gemeinde Alfter
Förderer:
  • EU-Förderung
  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BmVI)
  • Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk (MWEIMH)
  • Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV)
  • Andere Förderung

Weiterführende Links & Downloads