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GrowSmarter Köln: Klimafreundlich Wohnen in der Stegerwaldsiedlung

Die Stegerwaldsiedlung im Kölner Stadtteil Mülheim wird fit gemacht: Im Rahmen des EU-Projektes GrowSmarter entsteht hier ein klimafreundliches Vorzeigequartier, das die Lebensqualität der Anwohner steigern soll. Unter der Leitung der Stadt Köln und mit Hilfe vieler Industriepartner, darunter die RheinEnergie AG, werden einzelne Teilprojekte initiiert, die den Energieverbrauch senken und die Luftqualität verbessern. Die Stegerwaldsiedlung ist eins von drei europäischen Pilotgebieten des Projekts. Mit der Umsetzung der Vorhaben wurde bereits 2015 begonnen – abgeschlossen wird das Projekt 2019.

Seit 1953 gibt es die Stegerwaldsiedlung im Kölner Stadtteil Mülheim. Sie besteht aus 1.395 Wohnungen mit einer Wohnfläche von knapp 80.000 Quadratmetern und umfasst ein Gebiet von rund 313.000 Quadratmetern Einige Kellerdecken und Dächer der Wohnhäuser entsprechen noch dem Stand der Bauzeit und sind nicht optimal isoliert. Auch die Wärmedämmung ist nicht mehr modern und liegt weit unter den Werten für heutige Neubauten.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • EU-Projekt in Zusammenarbeit mit Stockholm und Barcelona
  • Ganzheitliche Entwicklung eines Quartiers
  • Nutzung alter Bestände durch Sanierung der bestehenden Wohngebäude
  • Mieterstrom mit PV und Batterien
  • Minderung der Umweltbelastung durch Reduzierung des Verkehrs
  • Innovative Mobilitäts-Hubs im Viertel

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Foto: RheinEnergie AG

Ein Gebäude aus den 50er Jahren vor der Sanierung.



Fit für eine klimafreundliche Zukunft

Im Rahmen des EU-Projekts GrowSmarter werden die 16 Gebäude der Stegerwaldsiedlung energetisch saniert, mit Photovoltaikmodulen und Batteriespeichern ausgestattet und über eine zentrale, intelligente Steuerung vernetzt. Die Bewohner der Siedlung können den lokal erzeugten Solarstrom über den neuen Tarif „Heimkraftwerk“ direkt beziehen. Geheizt wird zunächst über Wärmepumpen, die mit Solarstrom betrieben werden. Reicht der erzeugte Solarstrom nicht aus, um genügend Wärme über die Wärmepumpen bereitzustellen, liefert das Fernwärmenetz der RheinEnergie den restlichen Bedarf. Alle Anlangen in den 16 Gebäuden werden über ein neuartiges zentrales Energiemanagementsystem mit selbstlernenden Prognosen gesteuert. Über eine Schnittstelle zum Virtuellen Kraftwerk der RheinEnergie können der überschüssige Strom aus den Solaranlagen sowie Flexibilitäten vermarktet werden.

Mit Smart Home den Energiebedarf optimieren

Auf Wunsch stattet die RheinEnergie AG die Wohnungen mit Smart-Home-Systemen aus. Damit können die Bewohner die Steuerung ihrer Heizung automatisieren oder beispielsweise Fernseher, Lampen und andere Verbraucher automatisch ausschalten, sobald sie das Haus verlassen.

Mobil unterwegs rund um die Stegerwaldsiedlung

Für einen klimafreundlichen Verkehr, richten die Industriepartner, darunter die Kölner Verkehrsbetreibe und Cambio, in Köln- Mülheim an mehreren Standorten so genannte Mobilitäts-Hubs ein, an denen Fahrräder und Autos im Rahmen eines Sharing-Konzepts zur Verfügung stehen. An den vorhandenen Ladesäulen können auch andere Elektrofahrzeuge Strom laden. Die Mobilitäts-Hubs befinden sich in unmittelbarer Nähe zu Bus- und Bahnhaltestellen und sind Teil des flexiblen Verkehrskonzepts für die Siedlung. Durch die Entlastung des Verkehrs in der Siedlung wird die Luftqualität im Viertel positiv beeinflusst und damit die Gesundheit der Anwohner verbessert.

Ähnliche Umsetzung in Schweden und Spanien

Im Rahmen von GrowSmarter werden in Stockholm und Barcelona ähnliche Projekte umgesetzt. Gemeinsam haben die drei umgesetzten Projekte Vorbildcharakter für eine klimafreundliche und gesunde Entwicklung von urbanen Räumen. Die beteiligten Städte tauschen ihr gesammeltes Wissen und ihre Erkenntnisse über die getesteten Systeme, Technologien und Dienstleistungen untereinander aus. In einem nächsten Schritt sollen die erarbeiteten Projektergebnisse auf fünf ausgewählte, europäische Städte (Graz, Suceava, Valetta, Porto, Cork) übertragen werden.

GrowSmarter Projektvideo

Video: KlimaExpo.NRW



Foto: RheinEnergie AG

„Mit dem Projekt GrowSmarter haben wir die Möglichkeit ein einzigartiges Quartierskonzept im Bestand umzusetzen. Wir können aus gewohnten Pfaden ausbrechen und bestehende Technologien in einer neuen Art und Weise miteinander verknüpfen und Nachhaltigkeit so neu definieren.

Christian Remacly, Unternehmensentwicklung RheinEnergie AG




Partner und Förderer


Förderer:
  • EU-Förderung

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