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greenfuel: Klimaneutral unterwegs in Richtung Energiezukunft

Das Pilotprojekt „greenfuel“ der innogy SE ist weltweit einzigartig: Aus Wasser, CO2 aus der Luft und grünem Strom entsteht ein klimaneutraler, flüssiger Energieträger, der anschließend in einem Auto und einem Ausflugsschiff eingesetzt wird. Das Unternehmen macht das Forschungs- und Entwicklungsprojekt bewusst für die Öffentlichkeit zugänglich und stellt dazu einen Informationspavillon am Baldeneysee in Essen auf.

Um langfristig CO2 zu reduzieren, müssen Alternativen zur Nutzung fossiler Energieträger speziell auch für den Langstreckenverkehr mit Schiff, PKW, Flugzeug oder LKW entwickelt werden. Ein Lösungsansatz: grüne Kraftstoffe, die mit Hilfe Erneuerbarer Energiequellen produziert werden. Am Essener Baldeneysee zeigt innogy SE zusammen mit nationalen und internationalen Partnern nun erstmals, wie die Wertschöpfungskette eines erneuerbaren, flüssigen Energieträgers aussehen könnte.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Weltweit einzigartiges Forschungs- und Entwicklungsprojekt
  • Demonstrationsprojekt ist öffentlich erlebbar
  • Produktion und Nutzung eines klimaneutralen Kraftstoffs
  • Erneuerbarer, flüssiger Energieträger ersetzt Schiffsdiesel und Benzin

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Foto: Jörg Mettlach

Der Pavillon am Baldeneysee beherbergt das einzigartige Projekt: innogy zeigt hier, wie ein neuer, flüssiger Energieträger aussehen könnte und lädt Besucher ein, sich zu informieren.



Der klimaneutrale Kraftstoff -  hergestellt aus Wasser, CO2 aus der Luft und erneuerbarem Strom

Im Projekt greenfuel basiert der klimafreundliche Kraftstoff auf einem Methanol-Wasser-Gemisch, das direkt am Baldeneysee mit Hilfe eines neuartigen, elektrobiokatalytischen Verfahrens erzeugt wird. Dabei wird lediglich CO2, Wasser und erneuerbar produzierter Strom – in diesem Fall aus dem benachbarten Wasserkraftwerk – benötigt. Das Wasser wird mit CO2 aus der Umgebungsluft angereichert und anschließend an Elektroden vorbeigeleitet, die mit Enzymen beschichtet sind. So entsteht ein flüssiger Energieträger mit hoher Speicherdichte. Vorteilhaft ist auch, dass der Kraftstoff logistisch einfach handhabbar ist, weil bereits die heutige Infrastruktur (z.B. Tankstellen) auf flüssige Energieträger ausgerichtet ist. Um auch die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, haben Besucher in einem Pavillon die Möglichkeit, sich den gesamten Prozess live anzusehen und so mehr über strombasierte Kraftstoffe zu erfahren.

Zukunftsmobilität auf der MS-innogy selbst erleben

Für das Projekt wurde ein Fahrgastschiff auf einen innovativen Methanol-Antrieb umgerüstet und in den Fahrgastverkehr der Weißen Flotte Baldeney integriert. Über eine Brennstoffzelle wird aus dem Methanol-Wasser-Gemisch Strom erzeugt. Dieser wird über einen batteriegepufferten Elektromotor zur Fortbewegung genutzt. Da bei der Umwandlung des Kraftstoffs in der Brennstoffzelle nur so viel CO2 frei wird, wie bei der Methanolsynthese aus der Luft gebunden wurde, ist die Gesamtbilanz klimaneutral. So erlebt auch die Öffentlichkeit die Vorteile eines sehr leisen und vollkommen schadstofffreien Schiffsverkehrs. Das innovative Antriebskonzept wird weltweit erstmals auf dem Fahrgastschiff MS innogy umgesetzt.  

Elektroauto als Energiespeicher

Der grüne Treibstoff findet ebenso in einem umgerüsteten Nissan e-NV200 Elektroauto Verwendung. Dabei wird der Energieträger über eine Brennstoffzelle in Strom umgewandelt, um zwei verschiedene Einsatzszenarien zu testen. Zum einen kann der produzierte Strom genutzt werden, um die Batterie während der Fahrt nachzuladen und somit die Reichweite des Elektroautos zu erhöhen. Alternativ kann der produzierte Strom aber auch über das Ladekabel des Elektroautos an ein für diesen Zweck umgerüstetes Gebäude abgegeben werden (Vehicle-to-Home). So will man im Gebäude durch das Zusammenspiel von PV-Anlage, Batteriespeicher und der Einbindung des Elektroautos elektrische Energieautarkie erreichen.


Foto: innogy SE

Mit der Darstellung der gesamten Wertschöpfungskette von grünem Methanol in Essen wollen wir zeigen, was künftig ein wichtiger Baustein für eine klimaschonende Energieversorgung sein könnte.

Dr. Jens Kanacher, Head of Energy Systems, Markets & Storage der innogy SE



Partner und Förderer


Partner:
  • innogy SE
  • Serenergy
  • Skytree
  • Nissan
  • Stadt Essen
  • Weisse Flotte Baldeney
  • Lux-Werft und Schifffahrt
  • Wuppertal Institut
  • Gensoric

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