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Modernisiertes Heizkraftwerk versorgt halb Bonn

Was kommt dabei heraus, wenn man eine Müllverwertungsanlage mit einem modernisierten Gaskraftwerk kreuzt? Die Bonner wissen es: Denn die hiesigen Stadtwerke haben alte und neue Anlagen-Teile kombiniert – und ihr Kraftwerk zu einem leistungsstarken Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk weiterentwickelt, das die halbe Stadt versorgen kann. Nun sparen sie jährlich 194.000 Tonnen CO2 ein.

Kraftwerksmodernisierung in Eigenregie: Die Stadtwerke Bonn haben ihr Gaskraftwerk mit einer Müllverwertungsanlage gekoppelt, so zu einem Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk umgebaut  – und dies im laufenden Betrieb. Eine riesige Koordinationsleistung, insbesondere weil die Komponenten „losweise“ vergeben wurden. Pro Los gab es ein eigenes Vergabeverfahren. Die große Herausforderung dabei: Die Einzelteile zusammenzufügen, die 16 verschiedene Hersteller lieferten.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Einsparung von 194.000 Tonnen CO2 pro Jahr
  • Halbierung der spezifischen Emissionen für Wärme und Strom
  • „Losweise Vergabe“ spart 40 Millionen Euro ein
  • Qualifizierung der Mitarbeiter im Kraftwerksbau und -betrieb

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Foto: Stadtwerke Bonn

Die hiesigen Stadtwerke haben alte und neue Teile kombiniert – und ihr Kraftwerk zu einem leistungsstarken Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk weiterentwickelt, das die halbe Stadt versorgen kann. Nun sparen sie jährlich 194.000 Tonnen CO2 ein.



Mehr Strom, weniger Emissionen

Der Kraftakt hat sich gelohnt: Das Heizkraftwerk hat durch die Modernisierung einen Wirkungsgrad von 90 Prozent erreicht. Die Stromerzeugung ist um 30 Prozent gestiegen. Die spezifischen CO2-Emissionen für Strom konnten dabei um 55 Prozent, die für Wärme um 48 Prozent gesenkt werden. Seit dem Ausbau produziert das Kraftwerk rund 575 Millionen Kilowattstunden Strom und 520 Millionen Kilowattstunden Fernwärme pro Jahr – durch Kraft-Wärme-Kopplung.

Die Rechnung geht schneller auf

Von wirtschaftlicher Seite betrachtet zahlt sich vor allem das kleinteilige Vergabeverfahren aus: Durch den losweisen Umbau konnten die Stadtwerke rund 40 Millionen Euro einsparen. So amortisiert sich der Umbau bereits nach 20 Jahren. Für das Energieland NRW ist das ein wichtiges Zeichen. Und für die Mitarbeiter eine Zusatzqualifikation im Kraftwerksausbau und -Betrieb: Durch die aktive Betreuung des Umbaus aller Anlagenkomponenten, der Inbetriebsetzung und des Probebetriebs und Übergang in den kommerziellen Betrieb.
 

Film von den Stadtwerken Bonn zum Heizkraftwerk-Nord

SWB



Foto: Martin Magunia, Stadtwerke Bonn

„Durch die Kombination eines hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenprozesses in Kraft-Wärme-Kopplung mit der Wärme aus der benachbarten Müllverwertungsanlage haben wir optimale Voraussetzungen für eine effiziente Eigenstromerzeugung geschaffen. Ungenutzte Wärme wird so zu zusätzlicher Energie. Ein klarer Vorteil, den wir im Sinne unserer Kunden und unserer Umwelt nutzen.“

Peter Weckenbrock, Geschäftsführer der Stadtwerke Bonn
 



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