DE EN

Das geplante Klima-Verbundprojekt wird zum größten zusammenhängenden Fernwärmenetz Europas

Fernwärme ist seit über 50 Jahren ein wichtiger Bestandteil der Wärmeversorgung in den Regionen Ruhr und Niederrhein. Im Laufe dieser Zeit sind dabei zwei große überregionale Fernwärmenetze entstanden: Die Fernwärmeschiene Ruhr und die Fernwärmeschiene Niederrhein. Jetzt wollen drei Schlüsselakteure diese zusammenführen. Durch den „Westverbund“ soll dann das größte Fernwärmenetz Europas entstehen.

Seit 1960 erhalten die Kunden im Ruhrgebiet Fernwärme. Der Energieträger konnte insbesondere in der Hochphase der Montanindustrie  mit seinem Beitrag zur Reinhaltung der Luft punkten und auch nach der ersten Ölkrise nahm die Bedeutung von lokalen, zuverlässigen und günstigen Energiequellen zu. Als erstes überregionales Fernwärme-Verbundsystem Deutschlands lieferte die „Fernwärmeschiene Ruhr“ umweltfreundliche Wärme auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

 

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Einbindung zusätzlicher industrieller Abwärmequellen und regenerativer Wärmequellen
  • Bei der FWSRR ist der geplante KWK-Anteil größer als 90 %
  • Durch den Westverbund werden CO2-Vermeidungskosten von 22€/t erreicht (gehört zu den Bestwerten des EEG)
  • Vorreiterrolle in Aufbau, Betrieb und überregionale Ausbreitung von Fernwärmenetzen

1 von 7

Foto: Steag

Die FWSRR ist einer von 1.000 Schritten der KlimaExpo.NRW. Udo Wichert (Mitte) gab symbolisch seinen Fußabdruck ab. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (rechts) und KlimaExpo.NRW-Geschäftsführer Dr. Heinrich Dornbusch (links) gratulierten im Rahmen der Urkundenübergabe.



Mittlerweile wird Fernwärme überwiegend durch KWK und Müllverbrennungsanlagen, aber auch immer mehr aus dezentralen Wärmequellen wie Industrieabwärme und Erneuerbaren Energien erzeugt.

Drei Milliarden kWh pro Jahr

Die STEAG Fernwärme GmbH, die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH und die Energieversorgung Oberhausen AG liefern zusammen jährlich rund drei Milliarden Kilowattstunden klimafreundliche Wärme an fast eine halbe Million Wohneinheiten mit einem Versorgungsnetz von über 1.400 Kilometern Länge. Diese Unternehmen haben im März 2015 die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr GmbH (FWSRR) gegründet, die das große Klima-Verbundprojekt vorantreibt und realisieren soll.

Neue Gesellschaft für Großprojekt

Nach dem positiven Ergebnis der Machbarkeitsstudie „Perspektiven der Fernwärme im Ruhrgebiet bis 2050“ befindet sich der Westverbund in Vorbereitungen zum Planfeststellungsverfahren. Der Baubeschluss soll Anfang 2017 gefasst und die Verbindungsleitung könnte schon 2019 in Betrieb genommen werden. Der Verbund schafft ein flexibles regionales Wärmeversorgungssystem, das sich an die neuen Anforderungen des Strommarkts anpasst und neue Möglichkeiten für die Einbindung dezentraler Erneuerbare-Energien-Erzeuger und industrieller Abwärme schafft. Somit werden CO2-Emissionen langfristig reduziert und damit ein spezieller Beitrag im Land NRW zu der Energiewende geleistet.


Foto: Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr GmbH

„Die Verbindung der Fernwärmeschienen bietet ein großes Potenzial für die Versorgung der Menschen in NRW. Diese konkrete „Energiewende vor Ort“ kann dafür Sorge tragen, dass die Metropole Ruhr als grüne Hauptstadt Europas eine Vision Realität werden lässt.“

Udo Wichert – Sprecher der Geschäftsführung der  STEAG Fernwärme GmbH



Partner und Förderer


Partner:
  • Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr GmbH
  • STEAG Fernwärme GmbH
  • Energieversorgung Oberhausen AG (evo)
  • Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH
Förderer:
  • Land NRW