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Fair-Trade-Haus aus Holz: CO2-neutral und fair bauen

Ein Haus aus Holz ist im Vergleich zur konventionellen Bauweise bereits ein Gewinn für den Klimaschutz, denn der Baustoff aus dem Wald ist nachwachsend und klimaneutral. Um auch beim Bau des Hauses selbst klimagerecht zu agieren, müssen verschiedene Aspekte mitgedacht werden. Ein deutschlandweit einzigartiges Beispiel für eine solche Herangehensweise ist das Fair-Trade-Konzept für Holzhäuser der Mülheimer Firma Siepmann Holzbau. Alle beteiligten Partner verpflichten sich hierbei für klimagerechte und faire Prozesse. Auf diese Weise soll eine hohe, ökologisch wertvolle Qualität gesichert und nachhaltiges Bauen vorangetrieben werden.

Die Holzbauquote liegt in Deutschland derzeit bei 17,7 Prozent für Wohngebäude. In Nordrhein-Westfalen sind es gerade mal 11,5 Prozent. Dabei sind die Argumente für ein Eigenheim aus dem nachwachsenden Rohstoff nicht von der Hand zu weisen. Insbesondere die Klimaneutralität: Beim Wachstum speichert Holz CO2 aus der Atmosphäre ein und gibt dieses erst wieder frei, wenn es verbrannt wird – nutzt man Holz also als Baustoff, verzögert sich die Freigabe bis das Holz nach der langjährigen Nutzung verbrannt wird, während bei der Verwendung anderer Baustoffe sowohl bei der Produktion als auch der Entsorgung CO2 anfällt. Die Firma Siepmann Holzbau aus Mülheim an der Ruhr möchte daher für einen Aufschwung von Holzhäusern sorgen und entwickelte dafür ein innovatives Konzept, das neben dem Klimaschutz- auch den Fair-Trade-Gedanken verfolgt. So soll eine hohe Qualität gesichert und der Holzhausbau attraktiver gestaltet werden.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Klimaneutraler Baustoff Holz
  • Einzigartiges Fair-Trade-Konzept für Holzhäuser
  • Verwendung von Holz aus ökologischem Anbau
  • Möglichst kurze Transport- und Lieferwege

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Foto: Siepmann Holzbau

Das Fair-Trade-Haus-Konzept der Firma Siepmann Holzbau beinhaltet die Nutzung von Holz als wesentlichen Baustoff und strenge Auflagen für die Zulieferkette des Holzes sowie für die Arbeitsbedingungen der eingebundenen Arbeitskräfte. Auch die Bauherren werden intensiv in die Planung miteingebunden, sodass ein transparenter Prozess für die Kunden garantiert ist.



Einzigartiges Konzept kombiniert Klimaschutz und Fair-Trade

Neben dem Einsatz von Holz aus heimischen Wäldern, garantiert das Unternehmen mit ihrem Fair-Trade-Haus-Konzept auch die Berücksichtigung der Herkunft aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Zudem kommen für den Bau ausschließlich Materialien wie unbehandelte Hölzer, ökologische Dämmstoffe und Bauplatten aus Naturfasern zum Einsatz. Diese lassen sich nach der Nutzung umstandslos wieder dem Stoffkreislauf rückführen. Auch die Energieversorgung der Häuser soll klimaneutral erfolgen. Hierfür werden bei der Planung entsprechende Konzepte auf Basis Erneuerbarer Energien erarbeitet.

Eines der klimaneutralen Fair-Trade-Häuser entstand im münsterländischen Dülmen: ein Bungalow in Holzrahmenbauweise. Für Konstruktion und Ausbau wurde großer Wert auf natürliche, nachwachsende sowie wiederverwendbare Materialien gelegt: Die Lärchen-Rombus-Fassade ist unbehandelt, die Außenwände wurden mit Zellulosefasern – einem Recyclingprodukt aus Altpapier – gefüllt, die Innenverkleidung besteht zum Teil aus Holz, die Innenwände aus Gipsfaserplatten mit Zelluloseanteil, die Wandoberflächen wurden mit Lehm, Kalkputz und aus Muschelkalk und Seife bestehendem Tadelakt versehen, der Bodenbelag besteht aus durchgängigen Eichendielen. Das Dach wurde darüber hinaus für die Installation einer Photovoltaik-Anlage vorbereitet. Eine Wärmepumpe nutzt die Abluft des Gebäudes als Wärmequelle und versorgt das Haus so mit Energie. Der Primärenergiebedarf beträgt laut Energieausweis jährlich pro Quadratmeter 60,7 Kilowatt pro Stunde und liegt damit 29,3 Prozent unter den Anforderungen für Neubauten.

„Baufairsicherung“ für soziale und klimagerechte Standards

Um sicher zu stellen, dass die entstehenden Holzhäuser alle klimagerecht und fair gebaut werden, verpflichten sich die beteiligten Partner in einer „Baufairsicherung“ dazu, CO2-sparende Herstellungsprozesse sowie transparente Lieferketten und faire Arbeitsbedingungen zu sichern. Zudem müssen hohe Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden. Die Mülheimer selbst gehen dabei beispielhaft voran, indem sie durch den Einsatz effizienter Anlagentechnik in der Bearbeitung, einer genauen Planung und exakter Produktion Rohstoff-, Energie- und Abfallmengen steuern und reduzieren. Holzabfälle werden zudem für die Energiebereitstellung im Betrieb eingesetzt. Unnötige Transport- und Anfahrtswege vermeidet der Holzbauer darüber hinaus durch die Konzentration des Baus von Häusern in einem Umfeld von maximal 100 Kilometern. Und auch die Zusammenarbeit mit regionalen Zulieferfirmen spart aufgrund kurzer Transportwege weiteres CO2 ein.


Foto: Siepmann Holzbau

„Klimaschutz und Hausbau zu vereinen, ist eigentlich kein Problem. Man muss es nur wollen. Unser Motto lautet daher: fair zur Umwelt, fair zum Kunden, fair zur Gesellschaft. Wir möchten klimaneutrale Häuser bauen und zudem nachhaltige Produktionsbedingungen in allen Partnerbetrieben gewährleisten.“

Uwe Siepmann, Geschäftsführer der Siepmann Holzbau GmbH



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  • Siepmann Holzbau

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