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Essener Lastenräder

Urbane Mobilität neu denken

Der Verkehrssektor ist für rund ein Fünftel des in Deutschland ausgestoßenen CO2 verantwortlich. Insbesondere Kurzstrecken belasten das Umweltkonto, denn knapp die Hälfte aller Autofahrten ist kürzer als sechs Kilometer. Um den Bürgern eine klimafreundliche Alternative anzubieten und ein Umdenken zu bewirken, hat der ADFC Essen ein Lastenradprojekt ins Leben gerufen. Acht Räder stehen den Bürgern zur kostenfreien Leihe zur Verfügung – damit ist das Projekt der größte Lastenradverleih Nordrhein-Westfalens.

Seit Juli 2017 verleihen ehrenamtlich tätige Unterstützer in verschiedenen Stadtteilen in Essen die acht Lastenräder des Projektes. Ziel des ADFC Essen ist es, klimafreundliche Nahmobilität in den Quartieren zu fördern und die Nachbarschaften für Lastenräder und –anhänger im Alltagsgebrauch zu begeistern. Für mindestens zwei Jahre ist das Projekt angelegt. Eine Evaluation begleitet es, um den Nutzen und die Entwicklung herauszustellen und eine Weiterentwicklung der städtischen Mobilität zu ermöglichen. Denn das hier liegende Klimaschutzpotenzial ist groß. Das Umsatteln im Stadtverkehr auf ein Lastenrad anstelle eines Kleinwagens spart im Jahr bei 20 Kilometern pro Tag rund eine Tonne CO2 ein.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Verbreitung der klimafreundlichen Transportalternative
  • Senkung der Schadstoff- und Lärmbelastung
  • Sensibilisierung von BürgerInnen für den klimafreundlichen Lastenverkehr
  • Barrierefreies Mobilitätsangebot für alle Einkommensschichten

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Foto: ADFC Essen

Die Mitwirkenden der Essener Lastenräder zeigen auf verschiedenen Veranstaltungen Präsenz und bieten Anlaufpunkte für Gespräch und Austausch über klimafreundliche Mobilität.



Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Die Essener Lastenräder stehen allen interessierten Bürgern kostenfrei zur Verfügung. Es ermöglicht dadurch vielmals den Erstkontakt mit der mobilen Alternative und kann so Überzeugungsarbeit und Akzeptanz schaffen. Viele Nutzer testen und erfahren auf diesem Weg die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten: für Einkäufe, als Hilfe beim Umzug, Transport von Möbelstücken oder Freizeitfahrten wie Familienausflügen. Das Projekt zählt bereits viele Stammkunden. Bei ersten Nutzern konnte das Projekt darüber hinaus bereits zu einem Umdenken und zur Anschaffung eigener Lastenräder überzeugen. Ein Plus stellen dabei die vergleichbar geringen Unterhaltungskosten dar, da sie keinen Kraftstoff benötigen und die Kosten für Versicherung, Wartung und Reparaturen niedrig sind.

Klimaschutz und Lebensqualität

Die Nutzung der alternativen Transport-Drahtesel – insbesondere der elektrifizierten Variante – ist im Stadtverkehr nicht nur die schnellere Variante, da so Staus umfahren und die Suche nach Parkplätzen vermieden werden können. Sie verringert insbesondere auch die Luftverschmutzung und senkt die Lärmbelastung sowie den Flächenverbrauch in der Stadt. So trägt das Projekt mit dem Einsatz der Lastenräder auf vielfältige Weise zur Steigerung der Lebensqualität bei. Zudem unterstützt es das Umdenken der urbanen Mobilität im Hinblick auf Verkehrsberuhigung und Ressourcenschonung und leistet so einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz.



Partner und Förderer


Partner:
  • VelocityRuhr, ein Projekt der Initiative für Nachhaltigkeit e. V.
  • ADFC Essen
Förderer:
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BmUB)
  • Stadt Essen

Weiterführende Links & Downloads