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Enerthing-Solarfolie: Die alternative Stromversorgung für smarte Geräte

Ob Smart-Home-Geräte, digitale Displays in Supermärkten oder Tracking-Systeme in der Logistik: im Internet der Dinge wächst der Bedarf an elektronischen Bauteilen, Sensoren oder Kleingeräten. Jedes dieser Geräte benötigt Energie – zum Einsatz kommen in den meisten Fällen Einwegbatterien. Die Enerthing GmbH aus Köln hat eine klimafreundliche Alternative dazu entwickelt: flexible und besonders effiziente Solarfolien, die die Batterien in Zukunft überflüssig machen könnten. Ein innovatives Produktionskonzept reduziert zusätzlich hohe Investitionskosten.  

Die Klimabilanz von Batterien kann sich leider nicht sehen lassen: der Abbau von Lithium und anderen Rohstoffen, die für Batterien benötigt werden, erfordert viele Ressourcen. Zudem bestehen Batterien zum Teil aus giftigen Wertstoffen, wie Quecksilber oder Blei, deren unsachgemäße Entsorgung Mensch und Umwelt belasten. Laut Umweltbundesamt benötigen Batterien zu ihrer Herstellung 40- bis 500-mal mehr Energie, als sie bei der Nutzung später zur Verfügung stellen. Zudem sind sie teuer: Der Austausch von Batterien in der Industrie kostet je nach Einbauort zwischen 20 und 100 Euro.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Innovatives Produktionskonzept nutzt existierende Kapazitäten
  • Kostengünstige und klimaschonende Alternative zu Batterien
  • Flexibel an unterschiedliche Bedingungen anpassbar

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Foto: Enerthing GmbH

Die Enerthing-Solarfolie ist eine neue Möglichkeit um klimaschädliche Batterien im Internet der Dinge zu ersetzen.



Einfaches Herstellungsverfahren

Eine Möglichkeit Batterien zu ersetzen, sind organische Photovoltaikfolien. Sie machen elektronische Bauteile und Sensoren unabhängig von den lästigen Klimasündern. Die Enerthing-Solarfolie besteht aus Dünnfilmsolarzellen. Diese besonders dünnen Solarzellen eignen sich gut für den Innenbereich, sind besonders effizient und sammeln selbst bei schwachen Lichtverhältnissen oder Kunstlicht genügend Energie um Elektronik mit Strom zu versorgen. Das Herstellungsverfahren ist einfach: Die Solarzellen werden auf Folie gedruckt. So lassen sie sich leicht biegen und auch in schwer zugänglichen Gebäudeteilen oder Geräten einsetzen. Die Wirkungsgrade der jungen Technologie sind doppelt so hoch wie für herkömmliche Solarzellen – und das bei halben Herstellungskosten. In Zukunft soll die Enerthing-Solarfolie großflächig in Innenräumen integriert werden und so ganze Branchen unabhängig von Batterien machen.

Innovatives Produktionskonzept

Um die Solarfolien zu produzieren, hat Enerthing ein spezielle Module und Prozesse entwickelt, die temporär auf Maschinen aus der papierveredelnden und der folienverarbeitenden Industrie zum Einsatz kommen. So nutzt das Projekt vorhandene Kapazitäten und hält Investitionskosten in eigene Produktionsmaschinen gering. Die Enerthing-Solarfolie kann dadurch bedarfs- und marktgerecht gefertigt werden. Produziert wird im so genannten Rolle-zu-Rolle Verfahren und auf diese Weise besonders kostengünstig und in hohen Stückzahlen.   

 


Foto: Dr. Michael Niggemann

„Die Stärke von Enerthings Solarfolie ist, dass selbst bei Kunstlicht in Innenräumen und in verschatteten Bereichen effizient Energie gesammelt werden kann. Insbesondere für Geräte wie Sensoren, Sender und Displays, die in großen Stückzahlen und zum Teil schwer zugänglich in Gebäuden und öffentlichen Räumen verteilt sind, bietet der batteriefreie Betrieb durch Enerthings Solarfolie viele Vorteile.“

Dr. Michael Niggemann, Founder & Managing Director Enerthing GmbH



Partner und Förderer


Partner:
  • Enerthing GmbH
Förderer:
  • EFRE NRW